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Eisklumpen in der Größe von Golfbällen

Große Schäden an Haus und Garten: Heftiges Hagelunwetter in Inzell und Weißbach

Scharfkantige große Eisklumpen sind bei einem Unwetter über Inzell niedergegangen.
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Scharfkantige große Eisklumpen sind bei einem Unwetter am 23. Juni über Inzell niedergegangen.

In letzter Zeit blieb die Gemeinde Inzell und Weißbach von gröberen Unwettern weitgehend verschont, doch am Mittwoch (23. Juni) war es dann doch soweit. Überwiegend in der Ortsmitte von Inzell Richtung Weißbach schlugen Eiskugeln, teils in der Größe von Golfbällen, am Boden ein.

Inzell – Eine Einschätzung, die auch Bürgermeister Hans Egger auf Nachfrage der Chiemgau-Zeitung bestätigt: „Die Hagelkörner waren unförmig und hatten einen Durchmesser von sechs bis sieben Zentimetern, das sind für unser Gebiet extrem große Hagelkörner gewesen.“ Hagelniederschläge seien für Inzell eher untypisch. Am Mittwoch gegen etwa 20.10 Uhr aber sei eine regelrechte Schneise über Inzell hinweggezogen: „Kurz und heftig.“ Nach einer Viertel Stunde sei alles vorbei gewesen. Der nördliche Ortsrand blieb verschont.

Eingeschlagene Autoscheiben, kaputte Photovoltaikanlagen

Der Hagelschauer habe erhebliche Schäden angerichtet. Egger berichtet von eingeschlagenen Autoscheiben, Abdeckungen oder Solarkollektoren bis zu den Schäden im Garten und bei den Obstbäumen. „Die größeren Gemeindebauten sind Gott sei Dank von Schäden verschont geblieben“, so der Inzeller Bürgermeister. Lediglich bei der Schule sei die Fahrradüberdachung in Mitleidenschaft gezogen worden, jedoch nicht übermäßig.

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Hagel ist eine ganz besondere Form von Niederschlag und tritt überwiegend nur in den Sommer-Halbjahren in Verbindung mit Gewitter- beziehungsweise Unwetterlagen auf. Hagelkörner entstehen in Cumulonimbus Wolken, in denen große Aufwinde herrschen können.

Stärker Aufwind begünstigt Entwicklung von Hagelkörnern

Die Wassertropfen werden durch die Aufwinde wieder in obere Schichten der Wolke getragen, verbinden sich dort mit weiteren Wassertropfen und gelangen in kalte Schichten der Wolke, so dass die Tropfen dann zu einem Eiskügelchen gefrieren können.

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Dieser Prozess wird durch die Aufwinde so lange erhalten, bis das wachsende Eiskorn durch die Aufwinde nicht mehr gehalten werden kann und zur Erde fällt. So geschah es auch in Inzell kurz vor dem letzten Vorrundenspiel der Deutschen Nationalmannschaft gegen Ungarn. Es ist sozusagen neben dem Hagel auch der ungarische „Fußballsturm“ über Inzell hereingebrochen.

Die Telefone bei den unterschiedlichen Versicherungen und Autohändlern standen wohl nicht still, denn es musste so einiges abgewickelt und aufgearbeitet werden.

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