Netzwerk „Chiemgau und Rupertiwinkl steht auf“

Für Regionalität und Abbau der Digitalisierung: Demo in Traunstein mit 150 Menschen

Etwa 150 Demonstranten versammelten sich auf dem Traunsteiner Stadtplatz
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Etwa 150 Demonstranten versammelten sich auf dem Traunsteiner Stadtplatz

Traunstein - Dem Aufruf zur Kundgebung am Traunsteiner Stadtplatz durch das Netzwerk „Chiemgau und Rupertiwinkl steht auf“ folgten rund 150 Demonstranten. Mehrere Redner zielten darauf ab, die Regionalität zu stärken und lieferten Beispiele, wie dies gelingen kann. Aber auch an diesem Tag hinterließ das Coronavirus ihre Spuren.

Im Gespräch mit chiemgau24.de sagte die Veranstalterin Burghilde Lankes aus Inzell „unsere Demos zeigen offensichtlich nicht den gewünschten Erfolg, deshalb wollen wir nun verstärkt nach Lösungsmöglichkeiten suchen. Wir setzten aber weiterhin auf Regionalität und sehen die Globalisierung kritisch“. In Ihrer Ansprache sagte sie „wir alle sitzen in einem Boot, das auf einen Wasserfall zusteuert und es bleibt jedem selbst überlassen, ob er sitzen bleibt oder aussteigen möchte“.

Regionalität und Abbau der Digitalisierung: 150 Menschen bei Demo in Traunstein

Etwa 150 Demonstranten versammelten sich auf dem Traunsteiner Stadtplatz
Mehre Teilnehmer mit Plakaten - Ordner achteten auf Abstände.jpg © hob
Etwa 150 Demonstranten versammelten sich auf dem Traunsteiner Stadtplatz
Mehre Teilnehmer mit Plakaten - Ordner achteten auf Abstände.jpg © hob
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Mehre Teilnehmer mit Plakaten - Ordner achteten auf Abstände.jpg © hob
Etwa 150 Demonstranten versammelten sich auf dem Traunsteiner Stadtplatz
Mehre Teilnehmer mit Plakaten - Ordner achteten auf Abstände.jpg © hob
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Mehre Teilnehmer mit Plakaten - Ordner achteten auf Abstände.jpg © hob
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Mehre Teilnehmer mit Plakaten - Ordner achteten auf Abstände.jpg © hob
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Mehre Teilnehmer mit Plakaten - Ordner achteten auf Abstände.jpg © hob

„Digitalisierung: Überwachung jedes Einzelnen“

Darüber hinaus kritisierte sie den geplanten „großen Wiederbeginn“, der derzeit von den „Mächtigen und Reichen vorbereitet werde und zu einer Weltregierung führe, der Dank der Digitalisierung alle zu einer völligen Überwachung jedes Einzelnen führe“, so Burghilde Lankes. Zudem kritisierte sie die Maßnahmen der Staatsregierung und bezeichnete deren Rechtseinschränkungen als rechtswidrig. „Was ist nur aus der bayerischen Sturheit geworden? Wir haben uns doch früher auch nicht alles gefallen lassen“, rief sie in die Runde.

Für Herbert Buchner aus Siegsdorf „ist die Politik auf einem Auge blind“. Seinen Worten nach „bringe diese Krise am Ende nur wenige Gewinner und zahlreiche Verlierer hervor“. Er sehe es als seine christliche Verantwortung, „aufzustehen und aktiv zu werden und sich durch die Maßnahmen nicht weiter runter gedrückt zu fühlen. Es gehe ihm um die Freiheit jedes Einzelnen und darum, dass das weitere Aussterben vieler gewachsener Strukturen aufhört, so Herbert Buchner.

„Können viel bewirken“

Als weitere Rednerin trat Irmengard Wallner ans Rednerpult. Sie thematisierte die stetig zunehmende mediale Einflussnahme auf die Jugendlichen. „Bedingt durch das Homeschooling sitzt unser Nachwuchs nochmals rund fünf Stunden mehr vor dem Computer und muss sich der Medienmanipulation aussetzen“, so die Rednerin. Zudem werden Mütter von der Gesellschaft nur dann geachtet, wenn sie Beruf und Kindererziehung gemeinsam meistern obwohl die Kindererziehung an und für sich bereits ein 24 Stundenjob sei.

Für Gesa Hedkte aus Chieming liegt ein Schlüssel zum Erfolg in der Regionalität. „Wenn wir in allen Orten in der Region zu kleinen Demos zusammenkommen, dann können wir viel bewirken“, so ihre Worte. Zudem wäre Gesa Hetkes Meinung nach, das lokale Handeln und die regionale Wertschöpfung ohne große digitale Überwachung möglich. In weiteren Vorträgen folgten unter anderem Informationen über einen umweltgerechten und nachhaltigen Lebensstil sowie alternativen Möglichkeiten regionaler Wertschöpfung.

Zweistündige Demo

Ans offene Mikrofon trat am Ende der rund zweistündigen Demo als einziger Redner Herbert Müller aus Mühldorf. Er kritisierte die Landespolitik scharf. Insbesondere monierte er, die seiner Meinung nach, sinnlose Maskenpflicht, die „nur einen psychologischen Effekt habe und zudem als gesundheitsgefährdend anzusehen ist“. Kritik übte er unter anderem auch an der durchgeführten Landtagswahl im vergangenen Jahr, „hier haben sich sicherlich tausende Menschen mit dem Virus angesteckt“, so Herbert Müller.

Darüber hinaus sei „der Pflegenotstand in den Krankenhäusern insbesondere darauf zurück zu führen, dass billige Arbeitskräfte aus Osteuropa ins Land geholt werden und die eigenen Leute da nicht mithalten können, so die Worte Müllers. Die Traunsteiner Polizei wurde erneut durch überörtliche Kräfte unterstützt. Sie zeigten sich am Ende mit der Durchführung der Demonstration zufrieden.

hob

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