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Prozess um zwei Brände in Stammham

Brände gelegt, um an Geld der Versicherung zu kommen? Alle vier geständig

Foto des Brandes im Januar 2019.
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Foto des Brandes im Januar 2019.

Früh vermutete die Polizei Brandstiftung, jetzt steht ein Quartett vor dem Landgericht und muss sich wegen versuchten Versicherungsbetrugs verantworten. Die vier sollen die Bauernhofbrände 2018 und 2019 bei Stammham geplant haben.

Update, 14.22 Uhr - Alle vier geständig

Nach der Anklageverlesung und anschließenden, langen Rechtsgesprächen im Hintergrund melden sich die Anwälte der vier Angeklagten zu Wort: alle sind geständig. Das Ehepaar aus Stammham wollte den Vierseithof niederbrennen lassen, um an eine fünfstellige Summe aus der Brandversicherung zu kommen. Die anderen beiden Angeklagten aus Braunau (41) und Simbach (39) waren behilflich, legten die Brände und sollten dafür jeweils rund 500 Euro bekommen.
 
„Mein Mandant wollte mit der Versicherungssumme das alte Wohnhaus abreißen lassen, um ein neues für seine gehandicapte Frau zu bauen“, so der Verteidiger des 50-jährigen Stammhamers. „Er bereut es und hat den Abriss inzwischen selbst bezahlt.“
 
Das Landgericht Traunstein unter Vorsitz von Erich Fuchs stellte bereits in Aussicht, dass gegen das Ehepaar Bewährungsstrafen in Höhe von 15 bis 24 Monaten verhängt werden könnten. Auch der Braunauer könnte mit einer Bewährungsstrafe in dieser Größenordnung davonkommen. Nur der Simbacher könnte für sechs bis acht Monate ins Gefängnis wandern, weil ein weiteres aktuelles Urteil vom Amtsgericht Eggenfelden gegen ihn vorliegt. Angeklagt sind die vier wegen versuchten Betrugs.

Erstmeldung

Stammham/Traunstein - Es ging ihnen laut Staatsanwaltschaft um eine Versicherungssumme in Höhe von über 800.000 Euro. Vier Angeklagte werden am Donnerstag (24. Juni) vor dem Landgericht Traunstein erscheinen müssen, weil sie für zwei Bauernhof-Brände im September 2018 und Januar 2019 bei Stammham verantwortlich sein sollen. Angeklagt sind ein 50-jähriger Stammhamer, ein 41-jähriger Braunauer, ein 39-jähriger Simbacher sowie eine 46 Jahre alte Frau aus Stammham. Einem der Angeklagten gehört der unbewohnte Vierseithof.

Am 26. September 2018 sei dann mit Hilfe von Benzin der Dachstuhl des Bauernhofes in Brand gesetzt worden. Laut Staatsanwaltschaft wurde danach eine weitere Brandversicherung abgeschlossen. Am 8. Januar 2019 dann der nächste Großeinsatz für die Feuerwehr: diesmal brannte das Wohnhaus des Bauernhofs ab. Die vier Angeklagten sind deshalb wegen versuchten Betrugs angeklagt. Schon kurz nach den beiden Bränden vermutete die Polizei jeweils vorsätzliche Brandstiftung.

Der Prozess am Landgericht Traunstein beginnt am Donnerstag um 9 Uhr. Fortsetzungstermine sind für 5., 8., 22., 23. und 29. Juli vorgesehen, Beginn ebenfalls immer um 9 Uhr.

xe

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