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Auszeit auf der Alm in den Chiemgauer Alpen

Caritas Kinderdorf Irschenberg mit Kindern auf Kurzurlaub bei Ruhpolding

Sicht bis zum Chiemsee vom Hausberg der Rabenmoosalm aus.
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Sicht bis zum Chiemsee vom Hausberg der Rabenmoosalm aus.

Ein Kurzurlaub in der Region steht von jeher bei den Wohngruppen im Caritas Kinderdorf Irschenberg hoch im Kurs. Pfingsten besuchte die Kinderdorffamilie „Anian“ die Rabenmoos Alm in den Chiemgauer Alpen bei Ruhpolding.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Ruhpolding - Mit im Gepäck hatten sie ein Entdeckerheft, das von Andreas Wöhl konzipiert wurde. Der Förster und Waldpädagoge kümmerte sich viele Jahre für das Caritas Kinderdorf darum, dass die Kinder und Jugendlichen auf der Hütte und im Wald die Erfahrungen machen können, die das Verständnis für Umwelt, Natur und Gemeinschaft fördern.

Das Heft, das auch anderen Eltern mit Kindern als Anregung für den nächsten Waldspaziergang dienen kann, kann kostenlos auf der Website des Kinderdorfs heruntergeladen werden: https://kinderdorf.de/pdf/downloads/Rabenmoosalm-Entdeckerheft.pdf

Gemeinsam die Spuren der Waldtiere suchen, wilde Wiesenkräuter sammeln, Bäume und deren Alter bestimmen, sorgen für einen spannenden Familienausflug im nächstgelegenen Wald.

Kurzurlaub im Einklang mit der Natur für die Kids im Caritas Kinderdorf Irschenberg

Bei dem Kurzurlaub in Ruhpolding verbringen die Kinder des Caritas Kinderdorfs Irschenberg fast den ganzen Tag draußen in der Natur.
Bei dem Kurzurlaub in Ruhpolding verbringen die Kinder des Caritas Kinderdorfs Irschenberg fast den ganzen Tag draußen in der Natur. © Caritas Kinderdorf Irschenberg / Florian Lintz
Bei dem Kurzurlaub in Ruhpolding verbringen die Kinder des Caritas Kinderdorfs Irschenberg fast den ganzen Tag draußen in der Natur.
Bei dem Kurzurlaub in Ruhpolding verbringen die Kinder des Caritas Kinderdorfs Irschenberg fast den ganzen Tag draußen in der Natur. © Caritas Kinderdorf Irschenberg / Florian Lintz
Bei dem Kurzurlaub in Ruhpolding verbringen die Kinder des Caritas Kinderdorfs Irschenberg fast den ganzen Tag draußen in der Natur.
Bei dem Kurzurlaub in Ruhpolding verbringen die Kinder des Caritas Kinderdorfs Irschenberg fast den ganzen Tag draußen in der Natur. © Caritas Kinderdorf Irschenberg / Florian Lintz
Bei dem Kurzurlaub in Ruhpolding verbringen die Kinder des Caritas Kinderdorfs Irschenberg fast den ganzen Tag draußen in der Natur.
Bei dem Kurzurlaub in Ruhpolding verbringen die Kinder des Caritas Kinderdorfs Irschenberg fast den ganzen Tag draußen in der Natur. © Caritas Kinderdorf Irschenberg / Florian Lintz

Seit rund 10 Jahren besucht Hausvater Frank Wiendieck mit den Mädchen und Jungen aus der Wohngruppe mindestens einmal im Jahr die Selbstversorgerhütte auf 960 m in den Chiemgauer Alpen - meistens mit einer anderen Kinderdorffamilie oder Freunden. Damit seine drei Betreuten im Alter zwischen 11 und 17 Jahren in den Pfingstferien mit anderen Gleichaltrigen zusammen sein konnten, kam dieses Jahr eine befreundete Familie mit.

Der staatlich geprüfte Erzieher genießt die Einsamkeit in den Bergen und die Annehmlichkeiten der Hütte: „Den Kids tut es gut, ein paar Tage weg zu sein, draußen in der Natur mit wenigen Reizen und anderen Eindrücken. Wir sind eigentlich immer unterwegs, entweder beim Wandern, im Freibad oder wir nutzen eines der waldpädagogischen Angebote, wie den Pirschpfad mit Tiersilhouetten oder den Blindenpfad mit Seil.“

Am Abend wird gemeinsam gekocht oder gegrillt und im Freien gegessen. Spannend finden alle das anschließende Lagerfeuer, für das der elfjährige A, der im Alter von zwei Jahren ins Caritas Kinderdorf kam, mit Begeisterung immer wieder aufs Neue Holz hackt. Danach gehen die Kinder ins Matratzenlager. Oder man schläft eine Nacht im Tipi oder gleich unter dem - laut dem 17-jährigen D. - „schönsten Sternenhimmel Deutschlands, auf dem man schon einmal die ISS ihre Bahnen ziehen sieht.“

So hat jeder seine vertrauten Vorlieben, aber es gibt auch nach Jahren immer noch etwas Neues zu entdecken und zu erleben. Die 14-jährige J. liebt beispielsweise die Himmelsschaukel und hat vor ein paar Sommern auch schon einmal alleine im Baumhaus geschlafen. Dieses Mal machte sich der Älteste der drei aus dem Kinderdorf um vier Uhr früh mit anderen Jugendlichen auf, den Zinnkopf zu besteigen. Zum Frühstück zurück berichtete er von acht Feuersalamandern, die seiner Meinung nach nachaktive Tiere sein müssen, denn so viele hätte er tagsüber noch nie gesehen.

Erzieher Wiendieck weiß: „In der Natur lernen die Kinder Tiere, Pflanzen und ökologische Zusammenhänge kennen. Sie lernen, ohne dass sie es merken. Außerdem hat der Wald eine beruhigende Wirkung. Studien haben bewiesen, dass ein Aufenthalt im Grünen entspannt, die Aggression wird gesenkt und die Aufmerksamkeit erhöht.“

Kinderdorfmutter Monika Schiller-Wiendieck, die mit ihrem Mann seit 2008 in der Jugendhilfeeinrichtung lebt, blieb dieses Mal zuhause. Sie nahm sich ihre persönliche Auszeit in Irschenberg. Fünf Tage ohne Familie hatten für sie sicher ebenfalls eine beruhigende Wirkung.

Das ehemalige Forsthaus in Trägerschaft des Münchner Caritasverbandes ist für das Kinderdorf eine sozialpädagogische Bildungsstätte zur Förderung und Integration von benachteiligten Kindern, Jugendlichen und Familien. Bei freien Kapazitäten steht sie daher auch anderen Institutionen offen. Der Förderverein Caritas Kinderdorf Irschenberg e.V. trägt seit 2008 zum Erhalt der Rabenmoos Alm bei, derzeit mit einer jährlichen Summe in Höhe von 10.000 Euro.

Pressemitteilung des Caritas Kinderdorfs Irschenberg

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