Schnee hält Region weiter im Griff

Neues Schneechaos erwartet: Feuerwehr liefert Lebensmittel an Tölzer Gemeinde

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Schneechaos in Österreich: In Ramsau am Dachstein mussten am Dienstag Schneefräsen eingesetzt werden.
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  • Martin Weidner
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Landkreis - Schnee und Glätte halten die Region seit Freitagabend fest im Griff. Vor allem im Chiemgau, dem Berchtesgadener Land und im benachbarten Österreich ist die Lage teilweise immer noch sehr angespannt bis dramatisch.

SERVICE:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE: 

  • Mehrere Unterrichtsausfälle in der Region (Update: 10.55 Uhr)
  • Bahnstrecken sind eingeschränkt, zahlreiche Straßensperrungen (Update: 15.40 Uhr)
  • Erstes Skigebiet in Bayern geschlossen (Update: 14.35 Uhr)
  • O2-Mobilfunknetz stark beschädigt (Update 16.45) 

UPDATE, 20.32 Uhr - Feuerwehr liefert Lebensmittel an

Seit Samstagabend ist die Hauptzufahrtsstraße (St2072) in die Jachenau (Tölzer Land) gesperrt. Wie unser Partnerportal merkur.de berichtet, laufen nun Vorbereitungen für den Fall, dass das Sonnental wegen der vorhergesagten schweren Schneefälle noch weitere Tage von der Außenwelt abgeschnitten ist. Am Mittwochmorgen soll deswegen die Jachenauer Feuerwehr eine große Lebensmittellieferung zum Jachenauer Dorfladen transportieren, sodass die Lebensmittel-Versorgung für die nächsten Tage sichergestellt ist.

UPDATE, 20.10 Uhr - Gebirgsjäger helfen gestrandeten Schülern

Wie Franz Rasp, Bürgermeister von Berchtesgaden, auf seiner Facebook-Seite berichtet, haben die Gebirgsjäger heute schnelle und unbürokratische Hilfe geleistet. Tolle Aktion!

UPDATE, 19.30 Uhr - BOB gibt Strecke wieder frei

Wie die Bayerische Oberlandbahn am Abend auf ihrer Internetseite bekannt gab, konnte die Strecke zwischen Holzkirchen und Schlier wieder freigegeben werden. Auf Grund der am Abend erneut zu erwartenden Schneefälle, verkehren die Züge jedoch lediglich im Stundentakt. Der Umstieg in Holzkirchen bleibt weiterhin bestehen.

Züge aus München Hbf. enden in Holzkirchen auf Gleis 4 und fahren zurück nach München Hbf. Züge aus Bayrischzell enden in Holzkirchen auf Gleis 1 und fahren zurück nach Bayrischzell. Züge aus Lenggries enden in Holzkirchen auf Gleis 2 und fahren zurück nach Lenggries und Tegernsee.

Hier finden Sie eine Zusammenstellung, welche Zugverbindungen auf Grund der Witterung heute im Netz der BOB entfallen.

UPDATE, 19.10 Uhr - Mittwoch Lawinenwarnstufe 4 in den Alpen

Die Lawinensituation spitzt sich am Mittwoch durch die anhaltenden intensiven Schneefälle wieder deutlich zu. Die Hauptgefahr geht laut dem Lawinenwarndienst Bayern von Lockerschnee- und Schneebrettlawinen aus, die sich durch die große Auflast von Neu- und Triebschnee auf die mächtige Altschneedecke von selbst lösen. Tiefliegende Schwachschichten in der Schneedecke können dadurch gestört und Lawinen sehr groß werden.

UPDATE, 18.40 Uhr - „Es könnte in einer Schnee-Katastrophe enden“

Diplom-Meteorologe Dominik Jung erwartet Schnee in Rekordhöhe und warnt: „Das könnte in einer Katastrophe enden.“ Jung weiter: „Bis Montagmorgen werden in den Alpen noch einmal 1,5 bis 2 Meter Neuschnee erwartet. Morgen früh kann es auch im Osten und Süden Deutschlands bis in tiefe Lagen schneien. Selbst im Westen sind Schneeflocken möglich."

Der Deutsche Wetterdienst warnt aktuell noch bis Freitagmorgen bis 6 Uhr am Alpenrand vor unwetterartigen Schneefällen mit Mengen zwischen 30 und 70 Zentimetern. In den Staulagen - vor allem im Allgäu - werden bis zu 90 Zentimeter erwartet. Dazu kommt Wind mit starken bis stürmischen Böen, wodurch starke Schneeverwehungen entstehen können.

UPDATE, 18.05 Uhr - Katastrophenalarm im Kreis Miesbach bleibt bestehen

Im Landkreis Miesbach bleibt der Katastrophenalarm bis auf weiteres bestehen. „Die Lage ist nach wie vor angespannt“, sagte am Dienstag eine Sprecherin des Landratsamts Miesbach gegenüber unserem Partnerportal tz.de. Die Behörde in Miesbach rechne damit, dass weitere Bäume umstürzen werden. „Es sind nach wie vor zahlreiche Straßen gesperrt, und wir gehen davon aus, dass weitere dazu kommen werden.“

UPDATE, 16.45 Uhr - O2-Mobilfunknetz stark beschädigt

Im Gebiet Reichenhall und Inzell wurde das Mobilfunknetz des Anbieters O2 stark beschädigt. "Es kommt zu Fehlern in der Datenübertragung", bestätigte ein Sprecher des Unternehmens gegenüber heimatzeitung.de.
Aufgrund der Schneemassen können betroffene Mobilfunkkunden derzeit auf kein schnelles Internet zugreifen. Telefonieren sollte allerdings möglich sein. Derzeit ist noch unklar, wann das Mobilfunknetz wieder vollständig hergestellt werden kann. 

UPDATE, 16.30 Uhr - Forstministerium warnt vor Schneebruchgefahr

Das bayerische Forstministerium, in Person von Forstministerin Michaela Kaniber (CSU), warnt am Dienstag vor hoher Schneebruchgefahr in den Wäldern des Freistaats. „Viele Bäume können im Moment unter der hohen Schneelast jederzeit umkippen oder zusammenbrechen“. Deshalb werden Menschen gebeten, Wälder und Bäume tunlichst zu vermeiden. 

Die Lage ist weiterhin extrem angespannt. Die Wendelsteinbahn veröffentlichte auf ihrer Facebook-Seite mehrere Bilder, die das Ausmaß der Schneemassen verdeutlichen. Dort stehen auch alle Bahnen und Lifte still. 

Das öffentliche Leben ist bis auf Weiteres stark eingeschränkt. Euronews zieht eine erste Bilanz. 

UPDATE, 15.55 Uhr - Gefahrgut-Lkw blockiert Hotelzufahrt

Bereits am Montag versperrte ein Gefahrgut-Sattelzug die Zufahrt zu einem Hotel in der Ramsau. Erst am darauffolgenden Dienstag konnte nun der 20-Tonner geborgen werden. Der mit Flüssiggas beladenen Lkw geriet auf der schmalen Straßenzufahrt zu einem Hotel (circa 200 Gäste) ins Rutschen und kam nach links von der Fahrbahn ab. 

Festsitzend im Straßengraben blockierte der Lkw die Zufahrt zum Hotel über 24 Stunden lang. Wegen des Lkw konnten jedoch etliche Urlauber ihre Heimreise nicht antreten und so mussten diese zusätzlich eine Nacht im Hotel verbringen.

Vier Stunden lang dauerte die Bergung am Dienstag an. 

UPDATE, 15.40 Uhr - Zahlreiche Straßensperrungen

Aufgrund der aktuellen Wettersituation sind im Landkreis Berchtesgadener Land zahlreiche Verkehrswege gesperrt. Das Landratsamt Berchtesgadener Land informiert über den aktuellen Stand.

Folgende Verkehrswege im Berchtesgadener Land sind aktuell gesperrt (Stand: 8. Januar, 14 Uhr):

Bundes-, Staats- und Kreisstraßen: 

B305: in beiden Richtungen zwischen der B21 und der B305 bei Schneizlreuth (Lawinengefahr)  Staatsstraße 2102: in beiden Richtungen zwischen Oberteisendorf und Neukirchen

Gemeinde- bzw. Forststraßen, Rad-/Wander- bzw. Gehwege: 

  • Bad Reichenhall: Strailachweg zwischen Campingplatz und Gablerhof 
  •  Berchtesgaden: Ortsteil Buchenhöhe Straße von der Klaushöhe zur Buchenhöhe, der Mühlgrabenstraße, Lärcheckerstraße und Obergerner Weg 
  • Bischofswiesen: Klinggraben (Ortsteil Engedey) ab Abzweigung Söldenweg (= Zufahrt Gastwirtschaft), Wanderweg Soleleitungsweg (Bischofswiesen – Ramsau b. Berchtesgaden) 
  • Marktschellenberg: Ettenbergerstraße 
  • Schneizlreuth: Forststraße bzw. Rad-/Wanderweg Kiblinger Straße zwischen Fronau und Kibling (Lawinengefahr) 
  • Schönau a. Königssee: Forststraße bzw. Rad-/Wanderwege Gotzentalforststraße und Königsweg, beide von Hinterbrand Richtung Mittelstation-Jennerbahn 
  •  Teisendorf: Dorfstraße in Neukirchen nur einspurig bzw. eingeschränkt befahrbar, Zufahrten nach Wetzelsberg, Mauerreuten und Wildberg (zu einzelnen Gehöften) gesperrt

Schienenverkehr: 

Bahnlinie zwischen Bad Reichenhall und Berchtesgaden: Oberleitungsschaden durch umgestürzte Bäume, ein Schienenersatzverkehr ist eingerichtet.

Zudem muss das Hallenbad in Inzell am Mittwoch geschlossen bleiben. Die Schneemassen müssen vom Dach des Bades entfernt werden. 

Pressemeldung: Landratsamt Berchtesgadener Land

UPDATE, 14.35 Uhr - Erstes Skigebiet in Bayern geschlossen

Wegen der gewaltigen Schneemassen musste nun ein erstes Skigebiet komplett schließen. Auf der Homepage verkündete das Skigebiet Brauneck (Lenggries): "Wegen der hohen Schneelast auf den Bäumen in den Lifttrassen und an den Skipisten bleiben die Bahnen und Lifte im Skigebiet heute geschlossen. Es sind nur die Tallifte am Streidl-, Draxl- und Jaudenhang in Betrieb." „Auf den Bäumen liegt mittlerweile extrem viel und schwerer Schnee“, sagte eine Sprecherin des Ski-Gebiets Brauneck gegenüber Bild.de. Und weiter: „Da besteht die Gefahr, dass die Bäume umknicken und auf Pisten und Lifttrassen fallen. Wie lange die Anlagen geschlossen bleiben, können wir nicht abschätzen; es soll ja weiter schneien.“ 

Auch in den Skigebieten Spitzingsee und Sudelfeld fahren nur noch vereinzelt kleine Lifte in den unteren Lagen. Neben der Schneelast auf den Bäumen wird der Wind immer mehr zum Problem.

UPDATE, 14.26 Uhr - Unfallbilanz des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd

Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd hat seit Freitagfrüh, 4. Januar, 358 Verkehrsunfälle verzeichnet. "Dabei sind die meisten glimpflich ausgegangen, es entstanden lediglich Blechschäden", berichtet Polizeisprecher Stefan Sonntag. "Leider gab es bei diesen Unfällen aber auch drei Tote und drei Schwerverletzte." 

Kleinere Einsätze wegen Verkehrsbehinderungen durch Autos oder Lkws im Graben konnten aufgrund der Menge nicht gezählt werden. 

Zusätzlich war die Polizei bei der Unterstützung anderer Einsatzkräfte gebunden, als beispielsweise die Autobahn A8 aufgrund von Baumfällarbeiten gesperrt werden musste. "Es war viel Arbeit in den letzten Tagen", so Sonntag. Die noch durch die Blockabfertigung auf der A93 erschwert wurde. "Seit Beginn des Jahres gilt in Tirol ein Nachtfahrverbot für Lkws. Außerdem dürfen Lkws bereits am Samstag nicht mehr einreisen. Sonntag besteht ein generelles Lkw-Fahrverbot." Somit stranden bereits Freitagabend viele Lastwagen an der Grenze zu Tirol und müssen am Montag mittels Blockabfertigung auf die Weiterreise geschickt werden.

UPDATE, 13.55 Uhr - Schulausfall und Straßensperre im Berchtesgadener Land

Wie Markt Marktschellenberg nun mitteilte, entfällt auch am Mittwoch der Unterricht an der Grundschule Marktschellenberg. Die Ettenberger Straße bleibt weiterhin gesperrt. Grund ist die Gefahr von Lawinen und umstürzender Bäume. Die Fällung von gefährdenden Bäumen wurde bereits in die Wege geleitet.

Der Regen im Berchtesgadener Talkessel wird derweil genutzt, um die Straßen mit Fräsen und Radladern von Schnee zu befreien.

UPDATE, 12.55 Uhr - Geht es am Abend wieder los?

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat soeben neue Warnungen vor starkem Schneefall und starken Schneeverwehrungen herausgegeben. 

Die Warnungen vor starkem Schneefall gelten in den Landkreisen Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land ab Dienstag, 16 Uhr, und sind vorerst bis Freitag, 11. Januar, 6 Uhr, gültig.  Es tritt im Warnzeitraum starker Schneefall mit Mengen um 50 Zentimeter auf. In Staulagen werden Mengen bis 90 Zentimeter erreicht. Verbreitet wird es glatt.

Hinweis auf mögliche Gefahren: Straßen können stellenweise unpassierbar sein. Unter anderem können Bäume unter der Schneelast zusammenbrechen. Vermeiden Sie alle Autofahrten! Fahren Sie nur mit Winterausrüstung!

Zudem wird in den Landkreisen Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land auch vor starken Schneeverwehungen gewarnt. Diese Warnung gilt ab Dienstag, 20 Uhr, bis Mittwoch, 10 Uhr.

Aufgrund von Neuschneemengen oder lockerer Schneedecken über 10 Zentimetern und wiederholten Sturmböen über 65 km/h (18m/s, 35kn, Bft 8) treten starke Schneeverwehungen auf. Verbreitet wird es glatt. Hinweis auf mögliche Gefahren: Straßen und Schienenwege können unpassierbar sein. Vermeiden Sie alle Autofahrten!

UPDATE, 12.40 Uhr - Straßen in Berchtesgaden gesperrt

Derzeit herrscht oberhalb 800 Metern massive Schneebruchgefahr. Deshalb werden im Markt Berchtesgaden nachfolgende Straßen bis auf weiteres gesperrt: 

  • Straße von der Klaushöhe zur Buchenhöhe 
  • Mühlgrabenstraße 
  • Lärcheckerstraße
  • Obergerner Weg

Sobald sich die Gefahrensituation verbessert, werden die genannten Straßensperrungen aufgehoben. Dies teilte die Marktgemeinde mit.

UPDATE, 11.50 Uhr - Tragischer Unfall zwischen Glonn und Grafing

Pressemitteilung der Polizei:

Am frühen Vormittag des 8. Januar kam es gegen 7.30 Uhr auf der Kreisstraße EBE13 zwischen Bruck und Glonn zu einem Verkehrsunfall, bei welchem ein 22-jähriger aus dem Landkreis Ebersberg noch an der Unfallörtlichkeit seinen Verletzungen erlag. 

Der junge Fahrer geriet mit seinem Toyota aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit bei winterlichen Straßenverhältnissen beim Wiedereinscheren nach einem Überholmanöver ins Schleudern und rutschte um 90 Grad gedreht auf die Gegenfahrbahn. Ein entgegenkommender VW, welcher von einer 54-jährigen Frau, ebenfalls aus dem Landkreis Ebersberg, gesteuert wurde, konnte nicht mehr ausweichen und es kam zum Zusammenstoß beider Fahrzeuge. Durch diesen wurde die Beifahrerseite des Toyota bis zur Fahrzeugmitte eingedrückt, der VW wurde stark an der Front deformiert. 

Durch die Wucht des Aufpralls erlitt der Fahrer des Toyota schwere Verletzungen und erlag diesen noch an der Unfallörtlichkeit. Die Fahrerin des VW wurde mit schweren Verletzungen durch den Rettungsdienst ins Krankenhaus Ebersberg verbracht. 

Im VW befanden sich 10 Hunde, einige von ihnen wurden durch den Verkehrsunfall ebenfalls leicht verletzt. Die Kreisstraße EBE13 war für die Dauer der Unfallaufnahme komplett gesperrt. Der Toyota war so stark deformiert, dass der Fahrer durch Angehörige der Feuerwehren Bruck, Glonn und Grafing aus diesem geborgen werden musste.

Erstmeldung:

Am Dienstagmorgen kam es auf der Kreisstraße EBE13 zwischen Glonn und Grafing bei Bruck zu einem tragischen Unfall. Bei Schneeregen war ein Toyota Corolla im Bereich einer S-Kurve außer Kontrolle geraten und breitseitig von einem entgegenkommenden VW-Bus gerammt worden. Der Toyota-Fahrer verstarb nach der Rettung aus dem Wrack trotz Reanimationsversuchen noch an der Unfallstelle. 

Der VW-Fahrer erlitt minderschwere Verletzungen. Die im Kleinbus transportierten Tiere blieben nach örtlichen Infos unverletzt. Die Kreisstraße musste für die Unfallaufnahme mehrere Stunden gesperrt werden. 

Tödlicher Unfall bei Bruck - Mann verstirbt am Unfallort

UPDATE, 10.55 Uhr -  Schulausfälle im Lkr. Traunstein bis Freitag

Der Deutsche Wetterdienst warnt für die kommenden Tage vor starkem Schneefall im Landkreis Traunstein mit bis zu 90 Zentimetern Neuschnee. Es besteht die Gefahr von starken Schneeverwehungen und Schneebruch. Besonders betroffen ist der südliche Landkreis. Angesichts dieser Vorhersagen kann der sichere Schulweg nicht gewährleistet werden. Deshalb entfällt der Unterricht bis einschließlich Freitag, 11. Januar 2019 an folgenden Schulen: 

  • Grundschule Surberg 
  • Grundschule Vachendorf 
  • Grundschule Bergen 
  • Grundschule Inzell 
  • Musikschule Inzell 
  • Grund- und Mittelschule Siegsdorf 
  • Grund- und Mittelschule Ruhpolding 
  • St.-Valentins-Schule Ruhpolding 
  • Grund- und Mittelschule Grassau 
  • Montessorischule Grassau 
  • Grundschule Marquartstein 
  • Volksschule Niederfels Marquartstein 
  • Achentalrealschule Marquartstein 
  • Landschulheim Marquartstein 
  • Grundschule Schleching 
  • Grund- und Mittelschule Unterwössen 
  • Grundschule Reit im Winkl 
  • Grundschule Übersee 
  • Grund- und Mittelschule Schnaitsee 
  • Alle Schulen im Stadtgebiet Traunstein, einschließlich Berufsschule I, II und III, Landwirtschaftsschule Traunstein, FOS / BOS, Sonderpädagogisches Förderzentrum Traunstein (Schule an der Traun), Wirtschaftsschule Dr. Kalscheuer, Mädchenrealschule Sparz, Montessorischule Traunstein 

Nicht betroffen(!) im Stadtgebiet Traunstein sind: Hochschule der Bayerischen Wirtschaft, Campus Traunstein Berufsbildungszentrum der Handwerkskammer für München und Oberbayern.

Über den Schulausfall haben das Staatliche Schulamt und das Landratsamt Traunstein in enger Abstimmung mit sämtlichen Blaulichtorganisationen und den Bürgermeistern der betroffenen Gemeinden entschieden.

Pressemeldung Landratsamt Traunstein

UPDATE, 10.45 Uhr - Situation in Österreich weiterhin angespannt

Die Wetterlage bleibt vor allem in Österreich sehr angespannt. Zum zweiten Mal innerhalb von vier Tagen hat die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) die höchste Warnstufe ausgegeben (rote Warnung). „Von Dienstag bis Donnerstag sind an der Nordseite der Alpen verbreitet 20 bis 60 Zentimeter Neuschnee zu erwarten, auf den Bergen auch mehr als 100 Zentimeter", sagt ZAMG-Meteorologe Alexander Ohms, gegenüber salzburg24.at. Hinzukommt, dass Böen mit einer Geschwindigkeit von 80 bis 100 Kilometern pro Stunde erwartet werden. Dies verschärft die Lawinensituation im Nachbarland. 

UPDATE, 10.25 Uhr - Sperrung der Standortübungsplätze Silberg, Kirchholz und Kammer

Die Standortübungsplätze Silberg bei Bischofswiesen, Kirchholz in Bad Reichenhall sowie Kammer bei Traunstein sind mit sofortiger Wirkung aufgrund der Gefahr von Schnee- und Windbruch für jegliche Begehung und Nutzung bis auf Weiteres gesperrt. „Es besteht ein erhöhtes Risiko, dass Wanderer durch umstürzende Bäume zu Schaden kommen“, begründet Oberst Stefan Leonhard, der stellvertretende Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23 und Standortälteste, die Sperrung. Die Öffentlichkeit wird um Verständnis für diese Maßnahme gebeten.

Pressemeldung Gebirgsjägerbirgade 23

UPDATE, 9.45 Uhr - Das könnte in einer Schneekatastrophe enden

Die Extremwetterlage nimmt sich am Dienstag tagsüber eine kleine Auszeit. Doch dann drohen der Region die nächsten Schneemassen. 

Ab Dienstagabend sinkt die Schneefallgrenze deutlich bis in tiefe Lagen und der DWD erwartet aufkommende, andauernde Schneefälle, die bis voraussichtlich mindestens Donnerstagabend anhalten. Dabei werden innerhalb von 48 Stunden Neuschneemengen von 40 bis 70 Zentimeter, in Staulagen teils um 90 Zentimeter erwartet. Außerdem besteht zeitweise die Gefahr von Schneeverwehungen und Schneebruch.

Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net beschreibt die Lage noch bedrohlicher: „Die Wettertrends sehen bis in das letzte Monatsdrittel hinein keine grundlegende Änderung der Wetterlage in den Alpen. Es schneit am laufenden Band. Wir erwarten für die Alpen Rekordschneehöhen wie es sie noch nie zuvor seit Beginn der regelmäßigen Messungen gegeben hat. Das könnte in einer Schneekatastrophe enden. Die Lawinengefahr erreicht regional bereits jetzt schon die höchste Warnstufe. Jederzeit muss man damit rechnen, dass Lawinen abgehen, Menschen verschüttet oder ganze Dörfer begraben werden. Die Gefahr ist extrem."

Während die Menschen im Süden Deutschland gegen die Schneemassen ankämpfen, droht an der Nordsee wegen des Sturms eine Sturmflut. Das Wasser soll auf 1,5 bis 2 Meter über normal steigen. 

Auf dem Königssee wird es aufgrund der Wetterverhältnisse bis einschließlich Freitag keinen Fahrbetrieb geben, dies teilte die Bayerische Seeschiffahrt mit. 

Winter am Königssee

UPDATE, 9. 10 Uhr - Elf Münchner von Alm gerettet

Am Montagnachmittag wurden elf Personen von einer Alm in Sankt Koloman, nördlich vom Scheffau, gerettet. Die Urlauber hatten seit mehreren Tagen keinen Strom mehr und auch ihre Vorräte neigten sich dem Ende. Die Straße war komplett verschüttet und die Hütte unmöglich zu erreichen. Am Montagnachmittag machten sich dann zehn Bergretter auf den Weg zur Alm, wie salzburg24.de berichtet. 

Der Aufstieg war allerdings sehr gefährlich. Bäume drohten unter der Schneelast bei den leichtesten Windstößen zu brechen. 
Die Urlauber wurden mit Lawinenverschüttetensuchgeräten und Stirnlampen ausgestattet und dann zu ihren Autos begleitet. Sie kamen mit dem Schock davon. 

UPDATE, 8.55 Uhr - Straße bei Sachrang wegen Lawine gesperrt

Soeben meldeten mehrere User gegenüber rosenheim24.de übereinstimmend, dass auf der Staatsstraße 2093 bzw. der Wildbichler Bundesstraße (B175) zwischen Sachrang und Niederndorf in Tirol eine Lawine abgegangen sein soll. Deswegen wurde die Straße gesperrt.

UPDATE, 8.10 Uhr - Sperre ignoriert und im Schnee steckengeblieben

Bei Lofer im Pinzgau haben drei junge Slowaken andere Autofahrer und die Polizei in Atem gehalten, als sie trotz hoher Lawinengefahr auf der gesperrten Pinzgauer Straße illegal weiterfahren wollten. Dabei wollte das Trio die Sperrschranken einfach umfahren, um schneller an ihren Urlaubsort zu gelangen.

Dies ging aber nicht lange gut. Trotz Allrad-Antrieb blieb der Wagen gleich neben der Schranke im Tiefschnee hängen. Andere Autofahrer halfen, das Auto auf die Straße zurückzubefördern. Die Slowaken müssen nun mit einer Anzeige rechnen.

UPDATE, 7.45 Uhr - Tolle Aktion von Rewe-Markt in Hausham

Tolle Aktion eines lokalen Supermarktes in Hausham (Landkreis Miesbach): Bis einschließlich Samstag gibt es für alle "Schnee- und Gehwegräumer" morgens ab 5.15 Uhr frischen Kaffee - und das kostenlos. "Den habt ihr euch verdient. Und wir möchten auf diesem Wege 'Vergelt's Gott' sagen", schrieb das Unternehmen auf Facebook.

UPDATE, 7.35 Uhr - Albachingerin fährt bei Maitenbeth gegen Baum

Bereits am Samstagabend war eine 50-Jährige aus Albaching auf der Kreisstraße zwischen Tiefenmoos und Brandstätt (Gemeinde Maitenbeth) unterwegs. Kurz nach der Abzweigung nach Albaching lag ein Baum quer über die Fahrbahn. Die Autofahrerin konnte nicht mehr rechtzeitig abbremsen und fuhr in den umgestürzten Baum, wie die Polizei Waldkraiburg nun mitteilte.

Es entstand bei dem Unfall ein Schaden in Höhe von 8.000 Euro. Die Frau hatte Glück im Unglück und blieb unverletzt.

UPDATE, 7.20 Uhr - Lawine begräbt Straße unter sich

Die Schneefälle scheinen sich am Montag und Dienstag wohl eine kleine Atempause zu nehmen. Nichts desto trotz bleibt die Lage sehr angespannt, vor allem im benachbarten Österreich. In Tirol hatten die Einsatzkräfte gleich zwei schwierige Einsätze zu bewältigen.

Bei Mayrhofen im Zillertal wurde am Montagabend die Feuerwehr Finkenberg zu einem Lawinenabgang im Ortsteil Astegg alarmiert. Das Schneebrett hatte mit seiner Wucht die Gemeindestraße "verlegt". Da zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, ob sich auch Personen unter der Lawine befinden, wurden die Bergwacht sowie Suchhunde aus dem Bezirk Schwaz nachalarmiert.

Gemeinsam wurde der Lawinenkegel sondiert und mit den Bergrettungshunden abgesucht. Nach rund zwei Stunden konnten Entwarnung gegeben werden. Auch Finkenbergs Bürgermeister Andreas Kröll machte sich vor Ort ein Bild von der Lage.

Lawinenabgang im Zillertal bei Mayrhofen

Zudem ist in Hall in Tirol eine Traglufthalle der Flüchtlingsgesellschaft Tiroler Soziale Dienste (TSD) unter den Schneemassen zusammengesackt. Die Halle stand glücklicherweise bereits seit zwei Jahren leer. Davor waren darin laut Tiroler Tageszeitung Flüchtlinge untergebracht. Ursache war nach Polizeiangaben ein nicht aufgefülltes Dieselaggregat. Die Halle soll nun schnellstmöglich vollständig demontiert werden.

UPDATE, 7 Uhr - Stromausfälle im Chiemgau und bei Salzburg

Am Montagnachmittag waren Siegsdorf und Ruhpolding im Landkreis Traunstein ohne Strom. Eine Hochspannungsleitung an der B306 war gerissen, weswegen die Bundesstraße gesperrt werden musste. Ruhpolding war - da die eigentliche Umleitung über Inzell wegen Lawinengefahr ebenfalls gesperrt war/ist - kurzzeitig von der Außenwelt abgeschnitten. Im Laufe des Nachmittags konnte die Stromversorgung dann weitgehend wieder hergestellt werden.

Stromleitung gerissen: Siegsdorf und Ruhpolding ohne Strom

Im Salzburger Land erging es den Menschen ähnlich. Wie der Österreichische Rundfunk (ORF) berichtet, waren dort am Abend noch rund 500 Menschen ohne Strom. Am stärksten betroffen waren die Gemeinden Hintersee und Faistenau (Flachgau) sowie St. Koloman, Adnet und das Lammertal (Tennengau). Auch im Bereich Eben (Pongau) kam es zu Netzausfällen. Die Salzburg AG hat deswegen eine Notrufnummer eingerichtet.

Das Video zeigt die Feuerwehr Siegsdorf bei einem Einsatz auf der A8:

UPDATE, 6.50 Uhr - Schulausfälle auch im Salzburger Land

Auch im Salzburger Land wurde entschieden, dass der Schulweg für viele Kinder wegen derzeitigen Schneesituation zu gefährlich ist. Deswegen fällt der Unterricht an folgenden Schulen aus:

  • Volksschule und NMS Faistenau
  • Volksschule und NMS Hof
  • Volksschule Hintersee
  • Volksschule Koppl
  • Volksschule Plainfeld
  • Volksschule Radochsberg
  • Volksschule St. Koloman
  • Volksschule Weißbach bei Lofer 
  • WSH Felbertal

Im Laufe des Tages soll dann endgültig entscheiden, ob die Schließung der entsprechenden Schulen dann auch am Mittwoch, 9. Januar, gültig bleibt.

UPDATE, 6.30 Uhr - Weiterhin zahlreiche Straßen blockiert

Auch auf den Straßenverkehr hat das Schneechaos nach wie vor erhebliche Auswirkungen. Vor allem das Berchtesgadener Land und der Landkreis Traunstein sind betroffen. Alle weiteren Infos gibt es auch auf dem Verkehrsportal bayerninfo.de.

Folgende Straßen sind derzeit gesperrt:

  • B305, Berchtesgaden - Bernau: zwischen Ruhpolding und Reit im Winkl in beiden Richtungen gesperrt, Gefahr durch Lawinen, eine Umleitung ist eingerichtet.
  • B307, Kössen - Marquartstein: zwischen Grenzübergang Schleching und Schleching in beiden Richtungen gesperrt, Lawinengefahr, bis mind. Dienstag, 9 Uhr.
  • B305, Berchtesgaden - Reit im Winkl: zwischen Schneizlreuth und B305 bei Schneizlreuth in beiden Richtungen gesperrt, Lawinengefahr, eine Umleitung ist eingerichtet (bis Dienstag, 13 Uhr).
  • B21, Lofer - Bad Reichenhall: in beiden Richtungen Beschränkungen, zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h, für beide Richtungen nur ein Fahrstreifen abwechselnd frei. Gültig bis 28. Februar 2019.
  • Staatsstraße 2102, Neukirchen - Teisendorf: zwischen A8 in Neukirchen am Teisenberg und Oberteisendorf in beiden Richtungen gesperrt, Schnee- und Eisbruch, umgestürzte Bäume, ortskundige Autofahrer werden gebeten, das Gebiet weiträumig zu umfahren (bis mind. Dienstag, 9 Uhr)
  • Zwischen Knappenfeld und Abzweig nach Traunstein: in beiden Richtungen bis auf weiteres gesperrt, tiefer Schnee, Gefahr durch umgestürzte Bäume.
  • Kreisstraße TS26 zwischen Hammerloh und Thalpoint: in beiden Richtungen gesperrt, Schneebruchgefahr (bis Dienstag, ca. 9 Uhr).
  • Kreisstraße RO52 (Tatzlwurmstraße): von Oberaudorf Richtung Tatzelwurm, Gefahr durch Schneebruch. Die Straße ist mindestens bis Dienstag, 16 Uhr, voll gesperrt.

Zudem sind auch zahlreiche Straßen in den Landkreisen Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen sowie im Werdenfelser Land gesperrt.

UPDATE, 6.20 Uhr - Bahnstrecke Richtung Schliersee weiter gesperrt

Bei der Bayerischen Oberlandbahn (BOB) ist der Zugverkehr im Oberland auch am Dienstag durch den Schnee noch beeinträchtigt. Mindestens bis in die späten Vormittagsstunden bleibt die Strecke Holzkirchen - Schliersee weiterhin gesperrt. Es kommt zu Zugausfällen. Es sind deswegen laut dem Unternehmen insgesamt sechs Pendelbusse im Einsatz.

Züge aus Lenggries/Tegernsee werden in Schaftlach gekuppelt und fahren bis Holzkirchen und enden dort und pendeln wieder zurück nach Lenggries/Tegernsee. In Holzkirchen besteht Anschluss an den Pendelverkehr Holzkirchen – München Hbf der BOB sowie zu Meridian/S-Bahn. Die BOB bittet alle Fahrgäste, sich rechtzeitig vor Fahrtantritt über die aktuelle Betriebslage zu informieren.

Die Strecke nach Tegernsee hatte bereits am Montag wieder freigegeben werden können. Bei der Verbindung nach Bayrischzell wartete das Unternehmen noch auf die Freigabe des Streckennetzbetreibers DB Netz AG (Stand: Montagabend).

Die Erstmeldung:

Der Schnee hält das südliche Oberbayern weiterhin voll auf Trab. Deswegen gibt es am Dienstag und im Rest der Woche zahlreiche Unterrichtsausfälle an den Schulen.

SCHULAUSFÄLLE AM DIENSTAG:

Landkreis Berchtesgadener Land

  • Grundschule Marktschellenberg
  • Grundschule Neukirchen 

Landkreis Traunstein

  • Grundschule Surberg 
  • Grundschule Vachendorf 
  • Grundschule Bergen 
  • Grundschule Inzell 
  • Grund- und Mittelschule Siegsdorf 
  • Grund- und Mittelschule Ruhpolding 
  • St.-Valentins-Schule Ruhpolding 
  • Alle Schulen im Stadtgebiet Traunstein, einschließlich Berufsschulen I, II und II, Landwirtschaftsschule Traunstein, FOS / BOS, Sonderpädagogisches Förderzentrum Traunstein (Schule an der Traun), Wirtschaftsschule Dr. Kalscheuer, Mädchenrealschule Sparz, Montessorischule Traunstein 
  • Nicht betroffen im Stadtgebiet Traunstein sind: Hochschule der Bayerischen Wirtschaft, Campus Traunstein;Berufsbildungszentrum der Handwerkskammer für München und Oberbayern 
  • Grund- und Mittelschule Grassau: Schulausfall für die Klassen 5a, 6b, 7a, 7b, 8a, 8b, 8c; nicht wegen Schnee, sondern wegen eines Wasserschadens!

Sämtliche Schulen in den oberbayerischen Landkreisen Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen sollen bis einschließlich Freitag geschlossen bleiben.

SCHULAUSFÄLLE BIS EINSCHL. FREITAG:

Landkreis Miesbach

  • an allen staatlichen Schulen im Landkreis Miesbach fällt der Unterricht bis einschließlich Freitag 11.01. aus Landkreis Bad Tölz/Wolfratshausen

Landkreis Bad Tölz/Wolfratshausen:

  • an allen staatlichen Schulen im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
  • an der privaten Montessori-Schule Dietramszell
  • an den Erzbischöflichen St.-Ursula-Schulen
  • an der von-Rothmund-Schule und dem Förderzentrum

Weitere Informationen zum Vorgehen bei möglichen Ausfällen gibt es auf der Internet-Seite des Bayerischen Kultusministeriums.

Quelle: rosenheim24.de

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