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Ans KZ Mühldorf erinnern

Nach dem Tod der Zeitzeugen - Symposium befasst sich mit der Vermittlung der KZ-Geschichte in Mühldorf

Jugendliche mit dem Geschehen im KZ-Mühldorf vertraut zu machen, ist eines der Ziele des Gedenkstättenvereins. Im vergangenen Jahr gestalteten Schülerinnen aus Waldkraiburg wie Melissa Pöschmann die Gedenkstätte mit Erinnerungssteinen. Ein Symposium soll nun der Frage nachgehen, wie die Erinnerung wachgehalten werden kann.
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Jugendliche mit dem Geschehen im KZ-Mühldorf vertraut zu machen, ist eines der Ziele des Gedenkstättenvereins. Im vergangenen Jahr gestalteten Schülerinnen aus Waldkraiburg wie Melissa Pöschmann die Gedenkstätte mit Erinnerungssteinen. Ein Symposium soll nun der Frage nachgehen, wie die Erinnerung wachgehalten werden kann.

Mühldorf – Der 75. Gedenktag der Auflösung des KZs im Mühldorfer Hart kurz vor Kriegsende konnte nur i kleinem Rahmen begangen werden. Zwei Jahre danach will der Verein „Für das Erinnern“ das damals geplante Symposium nachholen. Es heißt „Erinnerung wachhalten“. Fragen an Franz Langstein und Edwin Hamberger, die beiden Vorsitzenden des Vereins.

Warum stellen Sie sich jetzt dieses Themas?

Franz Langstein: Wir machen die Erfahrung, dass die wichtigsten Träger der Erinnerung, die Überlebenden, nicht mehr zur Verfügung stehen. Und damit stellt sich die Frage: Wie lässt sich die Authentizität ihrer Aussage in die Zukunft tragen. Vor allem mit Blick auf die Jugend.

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Edwin Hamberger: Nehmen wir den KZ-Überlebenden Max Mannheimer. Er hat sehr stark mit seiner Person gewirkt und zum Beispiel Jugendliche sehr beeindruckt. Dieser Verlust muss jetzt kompensiert werden. Wie wichtig das ist, zeigt die gesellschaftliche Entwicklung, die die Notwendigkeit der Erinnerung in Frage stellt. Wir können wir also junge Leute dazu bringen, dass sie Verantwortung übernehmen.

Langstein: Das Thema ist: Was brauchen wir, damit sich Erinnerung nach 75 Jahren nicht einfach so verläuft?

Edwin Hamberger (links), Franz Langstein (rechts)

Der Mord an den Juden ist Thema im Schullehrplan. Reicht das nicht?

Langstein: Es reicht nicht, diese Aufgabe an die Schulen zu delegieren. Wir brauchen stattdessen das konzertierte Zusammengehen verschiedener Jugendbildungseinrichtungen. Derzeit haben viele Jugendbildungseinrichtungen bei uns in der Region damit nicht viel zu tun.

Hamberger: Ich erwarte, dass sie sich die Erinnerungsarbeit auf die Fahnen schreiben.

Wie könnte das aussehen?

Langstein: Zum Beispiel für die Arbeit mit Firm- oder Konfirmantengruppen kann man auf Pfarreien zu gehen. Es muss gar nichts Großes sein: Eine Besinnungsstunde am Bunkerbogen: Was ist Leben? Was bedeutet Leben? Oder ein einfaches Konzert mit Gitarre und ein paar Liedern. Der Verein hat mit der Aktion „30 Stühle“ dafür Sitzgelegenheiten angeschafft, die bislang leider nicht genutzt werden. Bisher ist noch kein Jugendverband gekommen, der gesagt hätte, dass er sich über eine Zusammenarbeit mit uns informieren will.

Hamberger: Mit dem Symposium wollen wir als Verein die Chance nutzen, bürgerschaftliches Engagement zu bündeln und alle Gruppierungen und Institutionen einzuladen.

Symposium auf dem Campus

Das Symposium findet statt am Samstag, 26. März, am Hochschulcampus Mühldorf, am Industriepark 33. Es geht von 9.30 bis 13 Uhr. Die Kurzreferate halten Marti Kranzl-Greinecker, Vorstandsmitglied im Mauthausenkomitee Österreich und im Verein Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim, wo zahlreiche Bewohner der Stiftung Ecksberg ermordet wurden; Hannes Schwanker, Jugendpfleger der Stadt Burghausen; Dr. Bernhard Schoßig, Leiter des Jugendgästehauses Dachau und Lehrbeauftragter an der Uni München.

Anmeldung erbeten unter fuerdaserinnern@gmx.de

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