Opfer und Täterin kennen sich angeblich

Lebensbedrohliche Messerattacke aus Eifersucht? Frau in Waldkraiburg schwerst verletzt

Rettungshubschrauber-Einsatz in Waldkraiburg am 24. Februar
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Bei einer Messerattacke in Waldkraiburg wurde eine Frau so schwer verletzt, dass sie mit einem Rettungshubschrauber abtransportiert werden musste.

Ein Streit zwischen zwei Frauen ist am frühen Mittwochabend eskaliert. Eine 37-Jährige fügte einer 33-Jährigen lebensbedrohliche Verletzungen zu, sodass sie mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik transportiert werden musste. Die Kripo Mühldorf sucht nun nach Zeugen.

Waldkraiburg – Nur noch gelbe Markierungen der Polizei am Gehweg erinnern an die Messerattacke am Abend zuvor. In der Graslitzer Straße an der Zufahrt zu einem Firmengelände waren am Mittwochabend gegen 17.30 Uhr zwei Frauen in Streit geraten.

Polizei verhaftet mutmaßliche Täterin in der Nähe der Graslitzer Straße

Bei der Auseinandersetzung versetzte die 37-jährige Frau der 33-Jährigen lebensbedrohliche Stichverletzungen mit einem Messer. Die Frau musste mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden. Zwischenzeitlich befindet sich die Deutsche außer Lebensgefahr. Ob die Kinder des Opfers die Attacke auf ihre Mutter mitansehen mussten, darüber gibt es vor Ort unterschiedliche Aussagen.

Die mutmaßliche Täterin, eine 37-jährige Deutsche, konnten die Einsatzkräfte der Polizei in unmittelbarer Nähe vorläufig festnehmen. Gestern wurde sie bereits von der Polizei zu der Auseinandersetzung vernommen. Bis zum späten Abend war die Polizei am Mittwoch vor Ort und hat Spuren am Tatort gesichert. Ein Anwohner hatte sich über das große Polizeiaufgebot gewundert, von dem Streit selbst hat er nichts mitbekommen, wie vor Ort zu erfahren war.

In Waldkraiburg wird über Eifersucht als Motiv spekuliert

Zu den Hintergründen für die Tat machte die Polizei keine Auskunft. „Das ist Gegenstand der Ermittlungen“, sagt Alexander Huber, Pressesprecher vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd. Und die befinden sich noch ganz am Anfang.

Über die möglichen Gründe für die Tat wird allerdings in der Stadt bereits spekuliert. Eifersucht könnte dabei eine große Rolle gespielt haben. Die beiden Frauen sollen einen Migrationshintergrund haben und sich schon länger kennen. Auslöser für den Streit soll die Bekanntschaft zu einem Mann gewesen sein, wie ein Informant gegenüber der Heimatzeitung sagte. Namentlich genannt werden will er nicht. Zu den Spekulationen und dem persönlichen Hintergrund der Frauen wollte die Polizei keine Aussage machen.

Ermittlungen wegen versuchter Tötung und gefährlicher Körperverletzung

Die Kripo Mühldorf hat unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein die weiteren Ermittlungen übernommen. Gegen die Frau wird wegen eines versuchten Tötungsdelikts und gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Die Staatsanwaltschaft Traunstein stellte Haftantrag gegen die Tatverdächtige, dem der zuständige Ermittlungsrichter erließ. Mittlerweile ist er gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt.

Die Kripo sucht nun nach Zeugen. Wer kann zur Tat am Mittwochabend Hinweise geben? Hat jemand Fotos oder Videos von der Tat gefertigt? Zeugen sollen sich unter Telefon 08631/36730 bei der Kriminalpolizeistation Mühldorf zu melden.

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