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Aus dem Bauausschuss

Klimaschutz mischt beim Bauen in Haag mit

Zwischen der Mühldorfer und der Ramsauer Straße ist das Baugebiet „Haag Nord-Ost“ geplant.
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Zwischen der Mühldorfer und der Ramsauer Straße ist das Baugebiet „Haag Nord-Ost“ geplant.

Lange Diskussionen über das geplante Baugebiet „Haag Nord-Ost“. Das stellt sich die Marktgemeinde vor.

Haag – Ein neues Baugebiet in Haag ist in Planung: Zwischen der Mühldorfer Straße und der Ramsauer Straße soll eine Mischung aus Doppelhaushälften, Einfamilien-, Mehrfamilien- und Reihenhäusern entstehen. Der Bauausschuss war sich einig, dass er dem Bauträger Bernd Furch in diesem Punkt freie Hand lassen will. Ansonsten gab es viele Diskussionen rund um das mögliche Baugebiet. Ein großer Streitpunkt: Wieweit soll der Klimaschutz mitmischen?

Leitfaden als Anregung oder Orientierung

Die Gemeinde hatte vergangenes Jahr einen Kriterienkatalog herausgegeben, in dem die Klimaschutzziele der Marktgemeinde aufgeführt waren. Allerdings hatte der Leitfaden zu langen Diskussionen im Gemeinderat geführt und wurde letztendlich vom Gremium abgelehnt (wir berichteten).

Für die Bauleitplanung von „Haag Nord-Ost“ stand nun der Antrag zur Debatte, ob die Gemeinde dem Bauträger den Klimaschutzfahrplan als unverbindliche Anregung mitgeben solle, damit er sich daran orientieren könne.

Eva Rehbein (SPD) war unbedingt dafür, dem Investor den Leitfaden an die Hand zu geben, genauso wie Bürgermeisterin Sissi Schätz (SPD). Herbert Zeilinger (WFH) sprach sich dafür aus, dass sich der Bauherr am Kriterienkatalog orientieren könne, die Gemeinde dies aber nicht einfordern sollte. Bernhard Grabmeyer (FWG) führte an, dass er sich „möglichst ökologische Zielsetzungen“ wünsche, dies sei dem Bauträger auch vorzutragen.

Christine Sax (Grüne) meinte, der Ausschuss solle mindestens fünf konkrete Ziele an Furch formulieren, an die er sich zu halten habe, darunter die Verwendung von Solar- oder Photovoltaikanlagen auf den Dächern, CO2-neutrale Heizungen, die Stellplätze nicht zu versiegeln und dass keine Schottergärten erlaubt seien. Dafür plädierte auch Andreas Sax (CSU). Der Bauträger müsse Solaranlagen installieren und dürfe keine fossilen Energieträger benutzen: „Das sollten wir als Minimum vorgeben. Alles Weitere, was der Bauträger an Klimaschutz mit einbringt, begrüßen wir – aber diese beiden Punkte sind zentral“, fand er.

Den entsprechenden Antrag von Andreas Sax bewilligte der Ausschuss mit 7:3 Stimmen. Der Antrag, dem Bauherrn den unverbindlichen Klimaschutzfahrplan als Planungsanregung mitzugeben, wurde mit 5:5 Stimmen abgelehnt.

Bei dem Punkt Entwässerung beschloss der Bauausschuss: Das Ziel sei die Versickerung vor Ort beziehungsweise eine „ortsnahe Vorflut“. Hier war sich das Gremium schnell einig – zumal sich ein wesentlicher Punkt des vorher lange diskutierten Baugebiets „Südlich der Lerchenberger Straße II“ – das erst kürzlich zum Stillstand gekommen war – um die Entwässerung des Gebiets drehte (wir berichteten).

Insektenfreundliche Beleuchtung verpflichtend

Einstimmig entschieden wurde außerdem, dass das neue Baugebiet begrünt werden müsse, zudem sollen Versiegelungen vermieden und wasserdurchlässige Beläge verwendet werden. Weiter war der Ausschuss sich einig, dass die unbebauten Flächen gartenbaulich gestaltet werden müssen, etwa mit Baum- und Strauchpflanzen. Auch eine insektenfreundliche Beleuchtung sei verpflichtend und es dürften keine Schottergärten angelegt werden.

Die Vorgaben werden im nächsten Schritt vom Planer konkretisiert und – falls erforderlich – durch fachliche Gutachten nachgewiesen.

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