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Spannende Vorträge

Kann Cannabis bei der Schmerzbehandlung helfen? Ärzte aus der Region informieren sich

Die Referenten der Fortbildung: Professor Dr. Rambold, leitender Oberarzt der Neurologie am InnKlinikum Altötting (links) und Dr. Hans-Helmut Gockel, Chefarzt der Zentren für Schmerztherapie am InnKlinikum.
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Die Referenten der Fortbildung: Professor Dr. Rambold, leitender Oberarzt der Neurologie am InnKlinikum Altötting (links) und Dr. Hans-Helmut Gockel, Chefarzt der Zentren für Schmerztherapie am InnKlinikum.

Bei einer Fortbildung der Zentren für Schmerztherapie des InnKlinikums, hielt Chefarzt Dr Hans-Helmut Gockel mit dem Oberarzt der Neurologie am InnKlinikum Altötting, Professor Dr. Rambold, Vorträge über die „3C der Schmerztherapie“.

Mühldorf – Über die „3C der Schmerztherapie“, CGRP-Antikörper, Capsaicin und Cannabis, informierten sich niedergelassene Ärzte kürzlich bei einer Fortbildung der Zentren für Schmerztherapie des InnKlinikum. Chefarzt Dr. Hans-Helmut Gockel begrüßte mit dem Klinikvorsitzenden Thomas Ewald zahlreiche Teilnehmer in den Räumlichkeiten des „alten Wasserschlössl“ in Mühldorf.

Medikamente und Bewegung

„Der Mensch hält Schmerz gut aus, wenn die Aussicht auf eine möglichst dauerhafte Besserung besteht“, so Dr. Gockel einleitend. „Daher arbeitet die Schmerztherapie am InnKlinikum nicht nur mit Medikamenten zur Schmerzbehandlung, sondern bezieht beispielsweise auch Bewegungstherapie in die Behandlung mit ein.“

Volkskrankheit Migräne

Im ersten Vortrag des Abends vermittelte Professor Dr. Rambold, leitender Oberarzt der Neurologie am InnKlinikum Altötting und Spezialist für Kopfschmerzerkrankungen am Medizinischen Versorungszentrum (MVZ) Mühldorf, den interessierten Zuhörern wie CGRP-Antikörper zur Migräneprophylaxe verwendet werden können. „Migräne ist eine Volkskrankheit, die gut behandelt werden kann“, erklärt Prof. Dr. Rambold.

Chefarzt Dr. Hans-Helmut Gockel und Klinik-Vorstandsvorsitzender Thomas Ewald begrüßten zahlreiche niedergelassene Ärztinnen und Ärzte zur Fortbildungsveranstaltung.

Schmerzlinderung durch Überstimulierung

Auch anwesende niedergelassene Kollegen berichteten im Gespräch über positive Erfahrungen mit der Behandlungsmethode. Das zweite „C“ der Schmerztherapie, Capsaicin, welches für die Schärfe der Chili verantwortlich ist, wird zu Behandlung neurophatischer Schmerzen verwendet, erläuterte Dr. Gockel im zweiten Vortrag. In Form eines Pflasters werde dieses auf das schmerzende Areal angebracht, wodurch die Rezeptoren an den Nervenenden überstimuliert und so Schmerzen an der betreffenden Stelle für drei bis sechs Monate stark gelindert würden.

Therapie mit Cannabis

Im dritten Vortrag befasste sich Dr. Gockel mit der Schmerztherapie mit Cannabis. Dabei unterschied er klar zwischen der „Freizeitnutzung“ und der Verwendung zur medizinischen Therapie.

Erfolge mit Cannabis

In seiner langjährigen Erfahrung habe er bei vielen Schmerzpatienten sehr gute Erfolge mit einer Cannabisbehandlung erzielen können, so Dr. Gockel. Alle drei Behandlungstherapien wurden den niedergelassenen Ärzten sehr praxisnah mit zahlreichen Fallbeispielen vermittelt.

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Im Anschluss an die Vorträge konnten sich die Teilnehmer austauschen und die gelungene Fortbildung ausklingen lassen. re/MG

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