"das Problem wird sich sicherlich noch steigern"

Rekord-Hitze Problem für Stadtbäume? - Nachgefragt im Kreis Mühldorf

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Die Hitze setzt auch Bäumen zu. Daher ruft der Bund deutscher Baumschulen (BdB) mancherorts auch Privatleute dazu auf, diese zu gießen. 
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Landkreis Mühldorf am Inn - Aktuell wird vermehrt über die Probleme von Stadtbäumen mit der aktuellen Rekord-Hitze berichtet. Wir haben uns erkundigt, wie es damit im Landkreis ausschaut.

Für die Bäume an den Straßen bedeuten Hitze und Trockenheit extremen Stress, berichtete die Deutsche Presseagentur (dpa) kürzlich unter Berufung auf den Bund deutscher Baumschulen (BdB). Neun bis 14 Liter Wasser benötige ein Straßenbaum je nach Größe pro Tag. Längere Hitze und Trockenheit belastet besonders junge Bäume, weil sie weniger Wasserreserven haben. Auch der Standort spiele eine Rolle. Hitzewellen machten gerade Stadtbäumen zu schaffen. "Die Gebäude und Straßen heizen schneller auf als im ländlichen Raum", erklärt BdB-Hauptgeschäftsführer Markus Guhl gegenüber der dpa. "Straßenbäume und Bäume in Parks und Grünanlagen puffern dabei einen Teil der entstandenen Wärmestrahlung der Gebäude ab."Daher ruft der BdB mancherorts dazu auf, dass auch Privatleute beim Gießen helfen sollten.

"Problem wird sich sicher noch steigern"

"Die Kreisstadt Mühldorf reagiert vorsorglich auf zu erwartende, sowie erkennbare Probleme durch langanhaltende Trockenheit und Hitze bei den städtischen Straßenbäumen", teilt die dortige Stadtverwaltung mit. "Neu gepflanzte Bäume werden schon seit einigen Jahren, wie von Fachkreisen empfohlen, bis zu fünf Jahre lang regelmäßig, aber auch witterungsabhängig gegossen." Nach Bedarf würden zudem einige ältere Bäume an "Problemstandorten" mit wenig Wurzelraum und in stark versiegelten Flächen, sowie ein paar besonders trockenheitsempfindliche Baumarten mit Wasser versorgt. "Bei der Planung von Neu- und Erstpflanzungen werden bewährte, robuste Baumarten bevorzugt und gelegentlich werden auch Arten ausprobiert, die in der Fachliteratur über Klimawandel empfohlen werden."

"Wir können hier keine vermehrten Schäden an unseren Bäumen feststellen!", berichtet Neumarkts Bürgermeister Erwin Baumgartner (UWG) gegenüber unserer Redaktion. "Gerade am Stadtplatz sind die Bäume natürlich gefährdet. Aber dort werden die Baumscheiben gegossen, da auch Blumen gepflanzt sind." Bei Jungbäumen würden Drainagen um den Stamm verlegt, damit diese in der Anfangsentwicklung regelmäßig und auch tiefer gegossen werden. Im späteren Alter versorgten sich die Bäume selbst, wenn diese in Grünbereichen stehen. "Aber man muss zugeben, das Problem wird sich sicherlich noch steigern."

"In Waldkraiburg gibt es aktuell keine Schädigungen durch die starke Hitze, da es im Mai sehr viel geregnet hat", berichtet Pressesprecherin Johanna Spirkl. "Im Vergleich zum letzten Jahr war der Sommer bisher nicht allzu schlimm für die Bäume, da es auch zwischendurch immer wieder geregnet hat." Das einzige Problem, welches in Waldkraiburg aktuell teilweise bestehe, Sei der Borkenkäferbefall, der aber anderenorts deutlich drastischer wäre. "Dies ist vermutlich eine Folge der großen Hitze aus dem vergangenem Jahr."

Quelle: innsalzach24.de

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