Speaker Slam: Vier-Minuten-Chance genutzt

Thorsten Jost aus Bad Reichenhall Teil des Weltrekords - Großes Lob vom Initiator

Weltrekord mit Thorsten Jost
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Thorsten Jost, 39 Jahre, beim Speaker Slam in Mastershausen: Der Reichenhaller war und ist nun Teil eines Weltrekords – 77 Redner nahmen teil.

Mastershausen/Bad Reichenhall - Kurz, knackig, prägnant, direkt auf den Punkt: Beim Internationalen Speaker Slam in Mastershausen stellte Thorsten Jost aus Bad Reichenhall mit 76 weiteren Rednern einen neuen Weltrekord auf.

Nach New York, Wien, Frankfurt, Hamburg, Stuttgart, Wiesbaden und München fand der Bewerb nun in Rheinland-Pfalz statt. Thorsten Jost nahm mit dem Thema „Macht eure Mitarbeiter zu Stars“ teil. Ein Vortrag über die Erfahrungen des Reichenhallers, der sechs Jahre als Moderator und Entertainment-Manager auf den Schiffen der Aida Cruises laut eigener Worte „unzählig viele, schöne und beeindruckende Momente und Erlebnisse“ erlebte, bei denen „sich zeigte, wie wichtig es ist, wenn ein Leitbild wirklich gelebt wird.“


60 bis 80 Teilnehmers sollten im Vorlauf den „Hermann Scheerer Speaker Slam“ in Mastershausen bereichern. Bei 77 wäre der angesteuerte Weltrekord erreicht. Diese Teilnehmerzahl wurde exakt erreicht und somit der Weltrekord geknackt. Die Damen und Herren, die sich angemeldet haben, redeten je vier Minuten vor Publikum, den Konkurrenten und einer professionellen Jury aus Speakern, Verbandsvorsitzenden, Unternehmern oder Rechtsanwälten. Die Themen waren frei wählbar. Das Ziel: Möglicherweise von Unternehmen oder Verbänden als Tages-Sprecher für 20 bis 60 Minuten gebucht zu werden, um einen Impulsvortrag zu halten.

Jost war die Stimme und das Gesicht des jeweiligen Schiffes, auf dem er im Einsatz war. Seine größte Aufgabe war dabei, die Kollegen zu motivieren – damit diese täglich ihr Potenzial ausschöpfen konnten, um letztlich den Gästen eine unvergessliche Zeit auf dem Schiff zu bescheren. Der einmal pro Reise verliehene „Smiling Star Award“ half dabei ungemein, den Crew-Mitgliedern den nötigen Respekt, das Vertrauen und die Wertschätzung entgegenzubringen. „Am Ende einer Passage haben wir die Mitarbeiter sozusagen in die Mitte gestellt und nochmal hochleben lassen. Das sorgt für eine zufriedene Crew und wirkt sich wiederum positiv auf die Gäste aus, die in lächelnde Gesichter blicken und sich wohl fühlen“, weiß Jost aus Erfahrung.


Eine schöne Geschichte wunderbar zelebriert

In Mastershausen konnte der Reichenhaller mit seiner Bühnenpräsenz nicht nur das Publikum begeistern, sondern auch die Jury. Organisator und Top-Speaker Hermann Scherer meinte höchst persönlich über die Vier-Minuten-Performance des 39-Jährigen: „Wenn man es schafft, eine schöne Geschichte so schön zu erzählen, so schön zu performen, so schön deutlich zu machen und zu zelebrieren und so eine wunderbare Heldenreise und ein Fazit daraus zu ziehen, dann ist das großartiges, rhetorisches und speakerisches Handwerkszeug. Thorsten Jost beherrscht dieses Handwerkszeug. Ich gratuliere ihm zu seiner Performance beim Speaker-Slam in Mastershausen.“ Einen der Spezial-Preise gewann Jost nicht, doch damit hadert er nicht: „Das ist kein Problem. Mir ist das Urteil von Hermann Scherer viel wichtiger.“

Die Teilnehmer wurden auch ohne Preis dreifach belohnt: Zum einen durch den Award und die besondere Auszeichnung, Teil eines Weltrekords zu sein. Zum anderen profitieren sie von einem höheren Bekanntheitsgrad, der mehr Aufträge generiert. Thorsten Jost war mit seinem Vortrag erst spät dran, im Gegensatz zu seinem Wunsch, recht früh reden zu dürfen. „Der späte Zeitpunkt brachte mich jedoch nicht aus der Ruhe.“ Auf der Bühne, vor allen „Konkurrenten“, war der im Landkreis als Bayernwelle-Moderator bekannte Sprecher dann aber durchaus „mittel-nervös“, wie er im Anschluss zugab. Ein kurzer Versprecher gleich zu Beginn schärfte nochmal die Konzentration. Schließlich zog Thorsten Jost seine Vier-Minuten-Chance zügig, aber nicht zu hastig, eloquent und mit ruhiger Stimme sehr sympathisch durch.

Die Themenwahl lag bei den „Slammern“ selbst: Sie schrieben ihre Texte eigenständig und mussten sich entscheiden, ob sie auf allgemeine gesellschaftliche Themen oder konkrete Fälle eingehen. Die Herausforderung für jeden Einzelnen bestand darin, das Publikum und die fachkundige Jury, welche aus Autoren, Speakern und Unternehmern bestand, genau dort abzuholen, wo sie sind – sie zu überzeugen und für das Thema zu begeistern, und all das in nur vier Minuten.

bit

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