Organisatorinnen: „Unsere Kinder leiden!“

Demo am Freitag an Grund- und Mittelschule Berchtesgaden

Weil die 7-Tages-Inzidenz wieder über 100 stieg, mussten Schulen und Kinderkrippen im Berchtesgadener Land nach nur einer Woche wieder schließen. In zwei Demos drücken Eltern jetzt ihren Protest aus: Am Donnerstag, 4. März, um 17 Uhr am Reichenhaller Rathausplatz und am Freitag um 18 Uhr an der Grund- und Mittelschule in Berchtesgaden.

Bad Reichenhall/Berchtesgaden - Gleich zwei Kundgebungen gegen die Schließung von Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen sind im Berchtesgadener Land geplant. Am Donnerstag, 4. März, um 17 Uhr am Rathausplatz in Bad Reichenhall und am Freitag, 5. März, um 18 Uhr an der Grund- und Mittelschule in Berchtesgaden. „Wir Familien sind nach wie vor ein Spielball der Politik“, schreiben die Organisatorinnen der Reichenhaller Demonstration in einer Pressemitteilung.

Schulschließungen: Zwei Demos im Berchtesgadener Land

Schlafstörungen, Wutausbrüche, Tränen - so beschreiben die Organisatorinnen die Realität von Familien. „Unsere Kinder verändern sich und wir müssen dabei zusehen“, so Julia Schmied, Mutter von drei Töchtern, die die Demonstration in Bad Reichenhall mit veranstaltet. „Alle sind mittlerweile angespannt und am Limit, wo vielleicht sogar die einen oder anderen Tränen laufen und ein rauer Ton herrscht den eigentlich keiner will. Vor allem jetzt! Wo alle gleichermaßen so glücklich waren nach der längst überfälligen Öffnung von Schulen und Kindergärten.“

Seit Montag, 22. Februar, wird an Grundschulen, Förderschulen und in Abschlussklassen eigentlich wieder unterrichtet - aber eben nur dann, wenn die Sieben-Tages-Inzidenz im Landkreis unter 100 liegt. Im Berchtesgadener Land wurde diese Schwelle am 1. März wieder überschritten. Baumärkte oder Friseure haben offen, Schulen und Kitas werden wieder geschlossen. „Ich persönlich kann hier keine Verhältnismäßigkeit mehr feststellen! Ebenso wenig können dies die Bürgerinnen und Bürger in unserem Landkreis verstehen, wie die vielen Reaktionen beweisen, die mich täglich erreichen“, schrieb auch Landrat Bernhard Kern in einem offenen Brief an Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek.

„Unsere Kinder leiden“

„Kinder und Jugendliche sind, trotz aller Beteuerungen der Regierung längst zu den am stärksten Betroffenen von Corona und den Maßnahmen dagegen bundesweit bzw. weltweit geworden. Unsere Kinder leiden!“, formulieren es die Organisatoren der Kundgebungen in Bad Reichenhall und Berchtesgaden.
BGLand24.de wird am Freitag von der Kundgebung in Bad Reichenhall nachberichten.

xe

Rubriklistenbild: © Christoph Soeder

Kommentare