Stadt Laufen mit Zwischenstand zur Trinkwasserverkeimung

Chlorung des Trinkwassers voraussichtlich noch bis Mitte November 2020

Laufen - Bei den verschärften Kontrollen und Beprobungen des Trinkwassers der Stadt Laufen auf Grund der im August 2020 voran gegangenen Verkeimung, wurde im Ortsteil Röderberg erneut eine Verkeimung festgestellt, die am Freitag, 2. Oktober um 7 Uhr dem Wasserwerk bekannt wurde. Es handelt sich dabei erneut um einen einzigen Keim (Enterokokke).

Vorsichtshalber wurde in Abstimmung mit dem Staatlichen Gesundheitsamt Berchtesgadener Land seit Freitag, 2. Oktober erneut das gesamte Wassernetz der Stadt Laufen desinfiziert. Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Laufen wurden ohne Zeitverzögerung noch am 2. Oktober über alle zur Verfügung stehenden Wege und Möglichkeiten darüber informiert.


Im Rahmen der Vorsichtsmaßnahmen wurde auch ein Abkochgebot verfügt, welches auf Grund der erfolgreichen Desinfektionsmaßnahmen am 7. Oktober wieder aufgehoben wurde. Der Verzehr des Trinkwassers ist trotz eines vorhandenen Chlorgeschmackes gesundheitlich sowohl für ältere Menschen als auch für Kleinkinder völlig unbedenklich.

In Abstimmung mit dem Staatlichen Gesundheitsamt Berchtesgadener Land kann nunmehr mitgeteilt werden, dass die Chlorung voraussichtlich insgesamt sechs Wochen und damit wahrscheinlich noch bis Mitte November 2020 erforderlich ist – die Stadt Laufen gibt selbstverständlich das Ende der Desinfektionsmaßnahmen bekannt.


Die Chlorungszeit wird von den Mitarbeitern des Städtischen Wasserwerks und Bauhofs intensiv genutzt, um mögliche Ursachen für derartige Verkeimungen auszuschließen. So werden zum Beispiel insbesondere am Ursprung der Wasserversorgung verschärfte Beprobungen vorgenommen, um eine Herkunft der Verkeimung aus der Quelle sicher ausschließen zu können; alle bisherigen Proben waren zu 100 % Keimfrei. Gleichzeitig wird das Leitungsnetz auf bis dato unbekannte Schäden untersucht und so viele Häuser wie möglich auf eine DIN-gerechte Installation überprüft. All diese Maßnahmen sind sehr zeitaufwändig.

An dieser Stelle weist die Stadt Laufen darauf hin, dass die beiden Verkeimungsvorfälle überhaupt nichts mit der einwandfreien Trinkwasserversorgungsqualität zu tun haben. Auch wenn die Stadt Laufen ihr Wasser nicht aus dem eigenen Brunnen bzw. in Ergänzung von der Surgruppe beziehen würde, sondern von einem anderen Wasserversorger, könnten derartige Verkeimungen auftreten.

Pressemitteilung der Stadt Laufen

Rubriklistenbild: © Lukas Schulze

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