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Bauausschuss: „Ihr bekommt Tempo 30“ 

Schüler der Freilassinger Knabenrealschule: „Wir wünschen uns einen Zebrastreifen“ 

Hunderte Schüler queren täglich die Bahnhofstraße vom Bahnhof kommend in Richtung Schulen, bisher machen sie das wo sie wollen.
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Hunderte Schüler queren täglich die Bahnhofstraße vom Bahnhof kommend in Richtung Schulen, bisher machen sie das wo sie wollen.

Die Schüler der 8c der Knabenrealschule wünschten sich an ihrem Schulweg in der Bahnhofstraße einen Zebrastreifen und, siehe da, zumindest Tempo 30 kommt, einem Zebrastreifen standen doch zu viele Bedenken im Weg. 

Freilassing – In einer umfangreichen Stellungnahme führte Peter Egger von der Stadtverwaltung aus, dass die Voraussetzungen für einen Zebrastreifen in der Bahnhofstraße eigentlich gegeben sind, auch die Polizei sei dafür. Allerdings genügt es nicht, einfach weiße Streifen auf die Fahrbahn zu malen, sondern er muss auch extra beleuchtet sein und barrierefrei sollte er bei der Gelegenheit am besten auch noch sein, also abgesenkte Bordsteinkanten. Die Kosten dafür könnten bis zu 80.000 Euro betragen. Dabei waren sich die Mitglieder des Bauausschusses nicht einmal einig darüber, wo genau der gewünschte Zebrastreifen Sinn ergibt, denn die Schüler queren die Bahnhofstraße an unterschiedlichsten Stellen.

CSU-Neo-Stadtrat Michael Helminger, im Zivilberuf Bautechniker, bewies gleich in seiner ersten Sitzung, dass er im Bauausschuss bestens aufgehoben ist. „Da draußen tut sich was, jetzt Geld für einen Zebrastreifen ausgeben ist nicht sinnvoll“, gemeint ist, dass zum einen die Deutsche Bahn die Barrierefreiheit des Bahnhofs in Angriff nehmen will und die Stadt im Bereich Bahnhofstraße das Bildungszentrum des Landkreises plant.

Never ending story

Für Wolfgang Hartmann von den Grünen ist der Wunsch nach einem Zebrastreifen am Bahnhof schon eine „unendliche Geschichte, das zieht sich schon seit dem letzten Jahrhundert“, er zeigte sich überrascht, dass plötzlich auch die Polizei für den Zebrastreifen ist, „früher hieß es immer ‚das brauchen wir nicht‘“. Die Schüler aus der Realschule und der Berufsschule würden derzeit irgendwo die Straße überqueren, „wie auch Erwachsene in der Reichenhallerstraße ja nicht den vorgegebenen Zebrastreifen an der Kreuzung mit der Bahnhofstraße nutzen“.

Hartmann hatte aber vor Ort schon eine Stelle ausgemacht, wo der Gehsteig schon abgesenkt ist und daher seiner Meinung nach der richtige Platz für das Aufmalen der Streifen wäre: an der Kreuzung Bahnhofstraße mit der Hermann-Löhns-Straße (zwischen der ehemaligen Waschanlage und dem ehemaligen Schmuggler). „Ob die Schüler dann tatsächlich da drüber gehen ist eine andere Frage, aber es zumindest ein Zeichen an die Autofahrer nach dem Motto ‚Vorsicht, hier ist viel Fußgängerverkehr“.

CSU-Helminger konnte sich auch für diesen Vorschlag nicht erwärmen, „auch wenn ich das pragmatisch sehe, aber Geld verbrennen für Umbauten und die Beleuchtung für einen Zebrastreifen, der am Ende nicht genutzt wird, kann ich nicht befürworten“. Für ihn sei das ebenfalls gewünschte Tempo 30 in diesem Bereich der Bahnhofstraße wichtiger und machbar

Am Ende stimmten die zehn Mitglieder des Bauausschusses einstimmig für Tempo 30 in der Bahnhofstraße (beginnend „irgendwo bei den Bushaltestellen“ bis zur Festwiese) und ebenso einstimmig dafür, das Aufmalen eines Zebrastreifens zu prüfen und dabei künftige Planungen in diesem Bereich abzuwarten.

hud