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24-Stunden-Container für 30 Minuten Kontrolle

Container blockiert seit einem Jahr Fahrspur – Polizei: „Keine Beschwerden“ – Oberndorf erfolgreich beim Abbau  

Seit über einem Jahr heißt es bei der Saalbrücke „Achtung Kontrolle“, obwohl gefühlt nur 30 Minuten am Tag „kontrolliert“ wird.
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Seit über einem Jahr heißt es bei der Saalbrücke „Achtung Kontrolle“, obwohl gefühlt nur 30 Minuten am Tag „kontrolliert“ wird.

Seit einem Jahr blockiert ein 24-Stunden-Container eine Fahrspur für 30 Minuten Kontrolle. Die Polizei weiß nichts von Beschwerden. Oberndorf geht mit erfolgreichem Beispiel voran. 

Freilassing/Salzburg – Vor einem Monat feierte der blaue Kontroll-Container an der Saalbrücke seinen ersten Geburtstag. Im Dezember 2020 für die damals angeordneten 24-Stunden-Kontrollen aufgestellt, wird seit Monaten hier gefühlt nur mehr 30 Minuten am Tag kontrolliert, am Rande des Containers oder gegenüber. Im Inneren fristen Stühle und ein Schreibtisch ihr Dasein. Trotzdem blockiert der Container weiterhin die linke Fahrspur, ein Abbau oder zumindest ein Zur-Seite-Stellen ist nach wie vor nicht angedacht, es würden aktuell noch Einreiseregeln gelten, die auch stichprobenartig kontrolliert werden, so die Polizei. Andere Gemeinden wie zum Beispiel Oberndorf oder Großgmain sind ihren Container losgeworden, aber wie? 

Die Omikron-Welle bringt vieles ins Wanken, die Zahlen schießen in die Höhe, Wintersportorte im Salzburger Land haben bis zu 10.000 Neuinfektionen pro Woche auf 100.000 Einwohner hochgerechnet und trotzdem gibt es weit und breit keinen Lockdown, keine Ausreisekontrollen, nichts. Nur der Lockdown für Ungeimpfte ist nach wie vor aufrecht und wurde zuletzt auch verschärft, indem er nun auch im Handel tatsächlich kontrolliert werden muss.

Auch die Corona-Regeln für die Einreise nach Österreich gelten nach wie vor. Nur Zeit zur Kontrolle hat an Salzburgs Grenzen zu Bayern offensichtlich niemand. Nur vereinzelt ist ein Streifenwagen und zwei Beamte an Grenzübergängen zu sehen, die im Rahmen von „normalen Verkehrskontrollen“ dann halt auch die Einreiseregeln checken. 


Die Polizei sieht allerdings nach wie vor keinen Grund, den Container an der Saalbrücke abzubauen oder zumindest zehn Meter weiter auf die Verkehrsinsel zu stellen, auf der schon vor Jahren ein eigener Platz für einen Container gepflastert wurde. Es gebe keine Beschwerden über den Standort und damit die Engstelle, das Abholen des Containers und möglicherweise spätere Wiederaufstellen müssen würde Kosten verursachen und damit Steuergeld verschwenden. 

Oberndorf zeigt wie’s geht

Andere Orte haben es sehr wohl geschafft, ihren Container an der Grenze wieder loszuwerden, zum Beispiel Oberndorf. Hier hat Bürgermeister Georg Djundja schon sehr früh für den Abbau gekämpft, „zum einen war die Verkehrssicherheit durch den Container direkt an der Länderbrücke beeinträchtigt, so musste eine Gehsteigseite gesperrt werden und die Sicht im Kreuzungsbereich war behindert“. Außerdem hätte der blaue Container „die Sichtachse Oberndorf-Laufen gestört“ und überhaupt habe das Ungetüm die Ländertrennung suggeriert, die in den zusammengewachsenen Städten Laufen und Oberndorf bekanntlich sehr schlecht ankommt.

Djundja hatte Erfolg, schon vor dem Sommer 2021 wurde der Container wieder abgeholt, auch zwischen Großgmain und Bayrisch Gmain wurde der Kasten mitten auf der Fahrbahn entfernt, selbst am Autobahngrenzübergang Walserberg wurde der Container zur Seite geschoben, hier war die Engstelle in Richtung Salzburg, aber auch die Engstelle in Richtung Bayern – wegen der Zufahrt zum Container – offensichtlich doch zu verkehrsbehindernd, vielleicht hat er aber auch eine Sichtachse beeinträchtigt. Das alles ist scheinbar an der Saalbrücke nicht der Fall, hier stört sich offensichtlich keiner der beiden Bürgermeister an einer verengten Einreise.

hud

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