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Krumme Maskendeals für fast 50 Millionen Euro?

Sie ist CSU-Lobbyistin und Altöttinger Geschäftsfrau: Andrea Tandler sitzt in U-Haft

Sitzung Masken-Untersuchungsausschuss im Landtag Andrea Tandler
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Andrea Tandler, Tochter von Ex-CSU-Generalsekretär Gerold Tandler, sitzt in Untersuchungshaft.

München/Altötting – Andrea Tandler, CSU-nahe Lobbyistin, Geschäftsfrau aus Altötting und Tochter des ehemaligen CSU-Generalsekretärs Gerold Tandler, sitzt offenbar wegen dubioser Deals im Zusammenhang mit Corona-Masken in Untersuchungshaft.

Die Staatsanwaltschaft München I bestätigte am Dienstagabend (24. Januar) die Verhaftung der Tandler-Tochter und ihres Geschäftspartners, ohne allerdings explizit den Namen Andrea Tandler zu nennen. Zuerst hatten die Welt und die Süddeutsche Zeitung darüber berichtet, die auch ganz konkret den Namen „Andrea Tandler“ nannten. Die Staatsanwaltschaft sprach hingegen offiziell von den „Beschuldigten T. und N.“, die am späten Vormittag festgenommen und anschließend dem Haftrichter vorgeführt worden seien. Dieser habe den Haftbefehl in Vollzug gesetzt, was bedeutet, dass die beiden Beschuldigten in Untersuchungshaft genommen wurden.

Der Vorwurf gegen die Lobbyistin und ihren Partner: Sie sollen bei krummen Maskendeals insgesamt 48 Millionen Euro an Provisionen kassiert haben. Damit ist die Maskenaffäre nun wieder in den Schlagzeilen und dürfte damit auch wieder die CSU und deren Chef Markus Söder beschäftigen. Die Affäre, in deren Zentrum die Abgeordneten Alfred Sauter und Georg Nüßlein standen, hatte der Partei einen schweren Schaden zugefügt und beschäftigte auch einen Untersuchungsausschuss im Landtag.

Vater war bekannter CSU-Politiker

Andreas Tandlers Vater Gerold (86) war ein bekannter CSU-Politiker. Nach zahlreichen Ämtern im Landkreis Altötting und in Oberbayern wurde Tandler 1970 - nach einer gescheiterten Kandidatur für den Deutschen Bundestag - Abgeordneter im Bayerischen Landtag. Tandler war gleich zwei Mal CSU-Generalsekretär (1971 bis 1978 und 1983 bis 1988), außerdem bayerischer Innen- und Finanzminister sowie Vorsitzender der CSU-Landtagsfraktion. 1991 gab er seine politischen Ämter auf, wechselte in die Wirtschaft und wurde unter anderem Vorstandsmitglied bei der Linde AG.

Tandler, der im Landkreis Altötting beheimatet ist, ist verheiratet und hat vier Töchter und zwei Söhne. Er besaß bzw. besitzt mehrere Hotels, darunter auch das Hotel „Zur Post“ in Altötting, das 2019 für 4,25 Millionen Euro zwangsversteigert wurde. innsalzach24.de hatte damals darüber berichtet. Tochter Andrea ist gemeinsam mit ihrer Mutter Gabriele geschäftsführende Gesellschafterin des „Gänseblümchens“, ein Trachtengeschäft am Kappellplatz in Altötting. Die Familie lebt zu weiten Teilen im Landkreis Altötting.

mw/mh

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