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Hatten Bedenken zu Projekt in Altötting

Mehrgenerationenpark am Hüttenberger Weg: Sorgen von Anwohnern ausgeräumt

Der Bolzplatz am Hüttenberger Weg ist laut Bürgermeister Stephan Antwerpen schon in die Jahre gekommen.
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Der Bolzplatz am Hüttenberger Weg in Altötting müsste für die Errichtung eines Mehrgenerationenparks weichen.

Eigentlich sollte bereits im Herbst diesen Jahres mit den Bauarbeiten für den Mehrgenerationenpark am Hüttenberger Weg in Altötting begonnen werden. Doch nach Verzögerungen wurde nun der Weg für die Umsetzung des Projekts freigemacht und Sorgen von Anwohnern ausgeräumt.

Altötting - Der Stadtrat beschloss in seiner jüngsten Sitzung einstimmig die Aufstellung eines Bebauungsplans und eine entsprechende Änderung des Flächennutzungsplans für den Bereich „Hüttenberger Weg“. Damit ist der Weg frei für die Errichtung eines Mehrgenerationenparks dort. Eigentlich sollte das von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) mit Unterstützung der Stadt geplante Projekt schon im Herbst diesen Jahres zur Fertigstellung kommen. Doch der Prozess für die Aufstellung des Bebauungsplans hatte für Verzögerungen gesorgt. Sorgen und Kritiken von Anwohner konnten, laut Stadtverwaltung, in einem klärenden Gespräch ausgeräumt werden. Eine Änderung der Planungen gab es nicht mehr. Konrad Heuwieser (Freie Wähler) merkte an, er sehe die Parkplatzsituation dort weiter kritisch. Erster Bürgermeister Stephan Antwerpen (CSU) versprach, dass die Verwaltung das Thema im Auge behalten und gegebenenfalls nachbessern würde.

Arbeiterwohlfahrt (AWO) und Stadt planen Mehrgenerationenpark am Hüttenberger Weg in Altötting - Bedenken von Anwohnern bei Treffen ausgeräumt

„Wir würden uns freuen, wenn wir mal persönlich dazu sprechen könnten, beziehungsweise für eine Aussprache und Klärung eingeladen werden, um als Bürger der Stadt auf Augenhöhe diskutieren zu können“, hatte eine Reihe von Anliegern in einem Schreiben Anfang August gefordert. In der Folge habe es Anfang September ein Treffen, bei dem seitens der Stadt Dritter Bürgermeister Hubert Rothmayer (SPD), Stadträtin und Spielplatzreferentin Angelika Tupy (CSU) und Vertreter des Bauamts teilnahmen. „Dabei betonten die Anwohner, dass sie nicht grundsätzlich gegen den Spielplatz seien, aber gewisse Bedenken hätten und die Wohnqualität nicht beeinträchtigt werden dürfe.“

Es sei mit den Anliegern vereinbart und ihnen ausdrücklich zugesichert worden, dass sie sich auch nach Errichtung des Spielplatzes jederzeit an die Stadtverwaltung wenden könnten, um eine Lösung für etwaige Probleme zu finden. Im Gespräch sei auf eine ganze Reihe von Bedenken eingegangen worden. „Der Spielplatz soll zum Schutz vor Vandalismus und Einhaltung der Regelungen außerhalb der Betriebszeiten videoüberwacht und über Bewegungsmelder beleuchtet werden“, so die Stadtverwaltung. Spielgeräte seien erfahrungsgemäß weniger Ziel von Vandalismus als Toilettenanlagen. „Sollte sich im Betrieb herausstellen, dass tatsächlich ein Bedarf nach Toiletten besteht, könnte beispielsweise mit mobilen Anlagen reagiert werden.“ Die Öffnungszeiten seien geregelt und festgelegt, notfalls müssten sie durch städtisches Personal, Sicherheitsdienst oder Polizei durchgesetzt werden.

Geplanter Mehrgenerationenpark immer wieder diskutiert

Die AWO plant einen Mehrgenerationenpark am Hüttenberger Weg. Die Idee fand in der Stadtratssitzung Anfang März grundsätzlich Zustimmung. „Das wird eine Bereicherung für die Stadt“, versprach Bürgermeister Stephan Antwerpen (CSU). Doch es gab auch Bedenken bezüglich des Standortes. Denn der bestehende Kinderspielplatz am Hüttenberger Weg soll dafür erweitert werden, wofür der dortige Fußballplatz aufgelöst werden müsste. „Der Bolzplatz war die letzte Möglichkeit für viele Jugendliche, außerhalb eines Vereins Fußball zu spielen“, gab Marcel Seehuber (Die Liste) zu bedenken. „In Altötting Süd gibt es bereits viele Angebote. Schade, dass die tollen Projekte immer am Stadtrand gebaut werden“, bemerkte wiederum Seehubers Fraktionskollege David Pietzka. „Wir leben nicht in München und haben keine großen Entfernungen. Der Standort ist von der Größe und vom Platz her geeignet“, konterte Bürgermeister Antwerpen. Zudem sei der Bolzplatz inzwischen auch in die Jahre gekommen.

Der Spielplatz am Hüttenberger Weg in Altötting soll erweitert und barrierefrei werden.

Doch damit endeten die Diskussionen nicht. Im Zuge der Beteiligung der Öffentlichkeit meldeten sich Anfang Juni einige Anwohner zu Wort die, aus ihrer Sicht, kritische Punkte und Verbesserungspotenzial aufzeigten. Unter anderem bemängelten sie eine mögliche Lärmbelastung. Bereits jetzt würde es am Bolzplatz Lärmbelästigung durch Jugendliche geben, die das Gelände für ihren abendlichen Umtrunk nutzten. Der Schall würde vom Mehrgenerationenpark ungehindert zu ihnen durchdringen. Die Planungen seien sehr idealistisch und sehr einseitig. Auch ob der Standort wirklich der ideale Platz für den Mehrgenerationenpark sei, stellten sie in Frage. Am Hüttenberger Weg könnte mit den richtigen Maßnahmen ein gutes Projekt entstehen, bei dem die Anwohner, die Nutzer, die Stadt und alle anderen profitieren könnten.

Die Stadtverwaltung konterte in einer ersten Stellungnahme, sie habe „grundsätzlich Verständnis“ für den Wunsch und das Bedürfnis nach Ruhe der Anlieger im Wohngebiet. „Kinderlärm steht jedoch unter einem besonderen Toleranzgebot der Gesellschaft.“ Dies sei vom Gesetzgeber so festgesetzt worden. Geräuscheinwirkungen von Kinderspielplätzen seien grundsätzlich keine schädliche Umwelteinwirkung. Im Wohngebiet gehöre es vielmehr zum sozialen Leben. Auch der Stadtrat stehe hinter dieser Aussage. Dennoch habe die Stadt ein Schallschutzgutachten in Auftrag gegeben. Dort heißt es: „Gegen den beschriebenen Betrieb des Spielplatzes mit Sportanlagen bestehen aus schalltechnischer Sicht keine Bedenken.

hs

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