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Kurz vor Mittag in Rosenheim

Schwerer Unfall auf Umgehungsstraße – Offenbar auch Schwerverletzte

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Landkreise Mühldorf und Altötting

Pandemie wirkt sich auf Ausbildungsstellenmarkt aus: Noch immer viele Lehrstellen unbesetzt

Landkreis Mühldorf/Landkreis Altötting - Die IHK für München und Oberbayern berichtet, dass in beiden Landkreisen im Innsalzachgebiet noch immer viele Lehrstellen unbesetzt sind.

Die Meldung im Wortlaut

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie bekommt auch der Ausbildungsstellenmarkt in den Landkreisen Mühldorf und Altötting weiterhin zu spüren. Vielen Betrieben fehlen laut IHK für München und Oberbayern vor allem Bewerberinnen und Bewerber.

Zahlen der Bundesagentur für Arbeit von Ende Juni zufolge gibt es aktuell im Landkreis Altötting 307 und im Landkreis Mühldorf 256 unbesetzte  Lehrstellen. Diesem Angebot stehen 226 (Landkreis Altötting) und 194 (Landkreis Mühldorf) noch unversorgte Bewerberinnen und Bewerber gegenüber. Rein rechnerisch kommen damit im Landkreis Altötting auf jeden unversorgten Bewerber und jede unversorgte Bewerberin 1,4 Lehrstellen, im Landkreis Mühldorf sind es 1,3 Lehrstellen.

Maßnahmen zur Berufsorientierung mussten ausfallen

„Unsere Ausbildungsbetriebe setzen weiter auf die Ausbildung von eigenem Fachkräftenachwuchs. Sie werden ihrer unternehmerischen und gesellschaftlichen Verantwortung mehr als gerecht und bieten mehr Lehrstellen an als es Bewerber gibt. Die Unternehmerinnen und Unternehmer wissen, dass eine Ausbildung immer eine Investition in die Zukunft des eigenen Betriebs ist. Gerade im Neustart aus der Corona-Krise und in Zeiten eines sich verschärfenden Fachkräftemangels sind die Unternehmen auf top ausgebildete und motivierte sowie engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angewiesen“, sagt Ingrid Obermeier-Osl, Vizepräsidentin der IHK für München und Oberbayern und Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses Altötting-Mühldorf.

Durch die Corona-Pandemie seien heuer wie auch im Vorjahr nahezu alle Maßnahmen zur Berufsorientierung ausgefallen. Schnupperpraktika, Ausbildungsmessen und persönliche Bewerbungsgespräche konnten oftmals gar nicht oder in nur sehr eingeschränkter Form stattfinden. Auch die wichtige Bewerbungsphase im Frühjahr habe unter dem Lockdown gelitten.  

Obermeier-Osl betont aber: „Nichtsdestotrotz setzen wir auf einen Aufholeffekt bis zum  Beginn des Ausbildungsjahres im September. Unversorgte oder unentschlossene Schulabgänger haben noch immer alle Chancen, eine geeignete Ausbildungsstelle zu finden. Durch die Corona-Beschränkungen haben sich viele Abläufe verzögert. Im Vergleich zu den Vorjahren dürften so manche Ausbildungsverträge mit zwei oder drei Monaten Verspätung abgeschlossen werden. Auch dieses Jahr bleibt es unser Ziel, dass jeder ausbildungswillige Schulabgänger auch eine Ausbildung antritt.“ 

Immer weniger Bewerberinnen und Bewerber

Die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber um die freien Ausbildungsplätze ist in den Landkreisen allerdings im Vergleich zu 2020 zurückgegangen – heuer um über zwölf Prozent im Landkreis Altötting sowie um 31 Prozent im Landkreis Mühldorf, so die Daten der Arbeitsagentur. Deren Angaben beziehen sich dabei auf alle Bereiche des Ausbildungsstellenmarkts, der neben dem IHK-Bereich (Betriebe in Industrie, Handel  und Dienstleistungen) auch das Handwerk, die freien Berufe und den öffentlichen Dienst  umfasst. Bei der Anzahl der angebotenen Lehrstellen verbuchte die Arbeitsagentur für den Landkreis Altötting dagegen ein leichtes Plus von rund einem Prozent. Im Landkreis Mühldorf kam es bei der Anzahl der angebotenen Lehrstellen zu einem Rückgang von 8,4 Prozent.

„Nachdem im vergangenen Jahr zahlreiche Lehrstellen unbesetzt geblieben sind, haben manche Betriebe die aktive Suche nach Auszubildenden aufgegeben. Für die nach wie  vor von Corona-Beschränkungen betroffenen Branchen wie Gastronomie, Tourismus  oder im Veranstaltungsbereich ist die Situation weiterhin sehr schwierig. Selbst wer Ausbildungsplätze anbietet, hat dort mitunter große Probleme, überhaupt Bewerber zu finden“, so die IHK-Vizepräsidentin weiter. 

Die IHK für München und Oberbayern verzeichnete im ersten Halbjahr für den Regierungsbezirk Oberbayern 8.362 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge, ein Minus von knapp sechs Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum. Die IHK steht für rund 60 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse und betreut in den beiden Landkreisen jeweils mehr als 210 Ausbildungsbetriebe aus Industrie, Handel und Dienstleistungen. 

Im November 2021 wird laut aktueller Planung auch wieder der IHK-Bildungsexpress auf Reisen gehen. Auf der Zugfahrt nach und von Salzburg können sich Schülerinnen und  Schüler über fast 100 Ausbildungsberufe direkt bei den Betrieben vor Ort informieren. Für Unternehmen und Bewerber bieten die IHKs eine bundesweite Lehrstellenbörse unter www.ihk-lehrstellenboerse.de an.

Pressemitteilung der IHK München und Oberbayern

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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