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Einzigartiges Mittelalter-Spektakel in Burghausen

Vorfreude bei Burgfest-Akteuren: „Es juckt uns schon gewaltig in den Fingern!“

Im Rahmen des dreitägigen Burgfestes in Burghausen war auch 2018 der historische Umzug von der Altstadt auf die längste Burg der Welt ein besonderes Highlight.
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"Jubel und gar heftig Handgeklapper“ auf dem Burgfest in Burghausen

In wenigen Wochen findet endlich wieder das Burghauser Burgfest statt. Das dreitägige Mittelalter-Fest wird sowohl von den über 1500 Akteuren als auch den Besuchern ungeduldig erwartet.

Burghausen – Die organisatorischen Vorbereitungen Vorstandsvorsitzenden der „Herzogstadt Burghausen, Heinz Donner, sind abgeschlossen, und die Programmflyer können in Druck gehen. Als Burgverwalter ist er zwar innig vertraut mit der Burg und den Besonderheiten der Planung auf dem historischen Areal, doch die Veranstalter-Routine ist dahin. „Nachdem das Burgfest zwei Jahre in Folge pandemiebedingt nicht stattfinden konnte, musste ich heuer praktisch bei Null wieder anfangen“, erzählt er. Das Mittelalter-Spektakel, das bereits seit 1913 in Burghausen veranstaltet wird, erstreckt sich über die komplette Länge der 1000 Meter langen Burganlage. Und dementsprechend viel Aufwand ist es, die riesige Fläche mit Marktständen, Künstlern und Gastronomie zu füllen.

Viele neue Stände beim Mittelaltermarkt

Dass viele Mittelalterfeste in den letzten beiden Jahren abgesagt werden mussten, blieb nicht folgenlos. Vor allem für die Standbetreiber fielen Einnahmen weg, die wegen diversen Gründen nicht durch Corona-Hilfen ausgeglichen werden konnten. „Bei den Ständen sind mir nur 40 Prozent der Marktfahrer geblieben“, berichtet auch Donner. „Viele haben sich umorientiert und manche Standbetreiber sind gestorben. Auch wenn das nicht an der Pandemie liegt: In zwei Jahren ändert sich einiges“, erzählt der Burgverwalter. „Ich bin nun sehr froh, dass unsere 95 Stände nun ein sehr ausgewogenes Angebot abdecken.“

Lagerleben auf dem Burgfest in Burghausen

Fünf Bühnen und viele Konzerte

Bei den Gastronomie-Ständen habe sich laut Donner dagegen nichts verändert. „Wir mussten allerdings heuer leider die Eintrittsgelder anheben“, bedauert er und erläutert, dass man sich dabei an Mittelalter-Veranstaltungen im Umland orientiert habe. (Mehr zu den Preisen auf der Internetseite der Herzogstadt.) Beginnen wird das Fest am Freitag (8. Juli) um 18 Uhr mit dem Kindermusical „Ritter Rüdiger“. Am Samstagnachmittag ab 14 Uhr wird am Stadtplatz Burghausen das Historienspiel mit anschließendem Festzug zur Burg stattfinden. Danach wird weitergefeiert bis Sonntagabend.

„Auf den fünf Bühnen wird viel geboten“, verspricht Heinz Donner. „Die Band „Totus Gaudeo“ wird unser Hauptact. Daneben spielen noch drei Bands aus Österreich: Joculatores, Trollpferd und Weibsvolk, sowie die Band „Die Feuervögel“. Aber auch unzählige kleinere Darbieter werden wieder zwischen der Hauptburg und dem Eingang zur Anlage unterwegs sein, so Donner.

Auch bei den Akteuren gibt es zwei neue Gruppen

Unter den rund 1500 Mitwirkenden finden sich heuer einige Neuzugänge, auch wenn die letzten beiden Jahre wegen Covid schwierig für Vereinszusammenkünfte waren. Sogar zwei neue Gruppen kann der Verein vorweisen: So werden auf dem Burgfest heuer auch die „Salzsäumer“ und „Zunft und Handwerk“ vertreten sein. Alexander und Ulrike Baier von der letzteren berichten zwar, dass es zwar zäh sei, aus dem „Tiefschlaf zu erwachen“. Doch ihre Gruppe passe sehr gut zusammen und man freue sich auf das Wiedersehen mit anderen Vereinsmitgliedern. „Manche Kinder sind schon aus ihrer Gewandung herausgewachsen“, erzählt Ulrike. „Aber da wird einfach fleißig durchgetauscht, dann passt wieder alles.“

Maier Klaus ist Gruppenleiter bei den „Logistikern und Spediteuren des Mittelalters“, wie er die Salzsäumer nennt. „Es juckt uns schon gewaltig in den Fingern“, erzählt er. Auch seine Enkel seien schon ganz aufgeregt: „Man hat sich ja kaum gesehen, in den letzten beiden Jahren, und für die Kinder wird es das aller erste Burgfest. Da werden die Augen leuchten!“

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