Kultur und Kongress Forum mit hohem Defizit

Altöttinger Steuereinnahmen nehmen trotz Corona eine „positive Entwicklung“

Altötting – In der jüngsten Stadtratssitzung vom Donnerstag, 20. November, wurden die aktuelle Zahlen der Stadtfinanzen bekannt gegeben. Dabei sprach Bürgermeister Stephan Antwerpen von einer „positiven Entwicklung“. 

Die aktuelle Prognose für das laufende Jahr kann sich sehen lassen. Die Stadt Altötting wird keine größeren Steuerausfälle im Jahr 2020 verzeichnen müssen, so wurde es im Stadtrat vom 19. November bekannt gegeben. Für Bürgermeister Stephan Antwerpen ist dies eine „positive Entwicklung“. In der Einkommensteuer- und Umsatzsteuerbeteiligung wird die Stadt auch die zu erwarteten Einnahmen verbuchen. Ebenso verhält es sich bei der Gewerbesteuerumlage. Damit sind bei allen wichtigen Einnahmen auch rund 100 Prozent der kalkulierten Summen eingetroffen.


Steuereinnahmen in Altötting trotz Corona auf normalen Niveau

Die Einkommenssteuerbeteiligung bildet mit knapp 6,8 Millionen Euro eine der wichtigsten Posten. Die Gewerbesteuer liegt bei knapp über sechs Millionen Euro. Ganz fix sind diese Angaben noch nicht. Es könnten noch Steuerrückzahlungen erfolgen, aber im Großen und Ganzen könne die Stadt mit den entsprechenden Summen kalkulieren.


Defizite gibt es beim Freibad und dem Kultur und Kongress Forum. Das Freibad hat nach aktuellem Stand 130.000 Euro eingenommen, gerechnet hat die Stadt mit 255.000 Euro. Dies ist natürlich auf die Schließung während des ersten Lockdowns zurückzuführen. Demgegenüber stehen dafür allerdings auch geringere Ausgaben in Höhe von 280.000 statt der kalkulierten 528.000 Euro. Das Defizit ist mit 150.000 Euro damit wesentlich geringer als der ursprüngliche Ansatz (273.000 Euro). Es sind jedoch noch nicht alle Ausgaben berücksichtigt.

Corona verhinderte auch mehrere Veranstaltungen im Altöttinger Forum. Hier konnten nur 68 Prozent der geplanten Einnahmen verbucht werden (370.000 Euro). Demgegenüber stehen Ausgaben von rund 748.000 Euro. Das Defizit fällt damit mit 378.000 Euro rund 92.000 Euro höher aus als geplant.

Viele Städte mit weniger Einnahmen

Anders als beispielsweise Burghausen ist die Stadt Altötting damit finanziell viel besser durch die Corona-Krise gekommen. Noch vor Ausbruch verkündete die Stadt Altötting mit 55 Millionen Euro einen neuen Rekord-Haushalt. An der Salzach muss die Stadt dagegen rund 27 Millionen Euro aus den Rücklagen entnehmen.

Zurückzuführen ist das laut Bürgermeister Florian Schneider natürlich auf die niedrigeren Gewerbeeinnahmen. Statt der geplanten 38 Millionen Euro rechnet Burghausen nur noch mit 24 Millionen Euro. In der Industriestadt Burghausen ist die Gewerbesteuer die Haupteinnahmequelle und macht um die 50 Prozent der Erlöse aus. Hoffnung bereitet alllerdings eine mögliche Kompensationszahlung vom Staat.

jz

Rubriklistenbild: © jz

Kommentare