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Immer wieder Thema in den Landkreisen Mühldorf und Altötting

Nachgefragt: Was bringen Belüftungssysteme für Quarantäne-Regelungen an Schulen?

Luftfiltergerät in der Schule
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In einem Klassenraum steht ein Luftreiniger, der die Corona-Infektionsgefahr während des Unterrichts senken soll. (Symbolbild)

Derzeit setzen sich viele Gemeinden in den Landkreisen Altötting und Mühldorf am Inn mit der Frage auseinander: Schafft man für Schulen einfache Luftfilter oder gleich eine ganze Belüftungsanlage an? Als Argument für letztere wird angeführt, dass bei deren Betrieb weniger Schüler bei einem Infektionsfall in Quarantäne müssen. innsalzach24.de hat sich zu den Hintergründen beim Bayerischen Gesundheitsministerium erkundigt.

Landkreise Altötting/Mühldorf am Inn - Reichen einfache Luftfilter oder lohnt die Anschaffung eines ganzen Belüftungssystems, einer sogenannten raumlufttechnischen Anlage (RLT) für den Schulbetrieb? Da es derzeit Förderprogramme von Bund und Freistaat gibt, die bis 80 Prozent der Anschaffungskosten ersetzen, setzen sich viele Gemeinden mit dieser Frage auseinander. Beispielsweise in Aschau am Inn, Heldenstein oder Neumarkt-Sankt Veit und jüngst auch in Neuötting. Einfache Luftfilter sind kostengünstiger in der Anschaffung und schneller installiert. Allerdings betonen Experten, dass sie Lüften nicht ersetzen können. Ein Argument, das wiederum für RLTs angeführt wird ist, dass bei deren Einsatz weniger Schüler in Quarantäne müssen, wenn ein Infektionsfall auftritt. Doch wie genau schaut es damit aus?

Was bringen Belüftungssysteme hinsichtlich Quarantäne-Regelungen an Schulen? - Immer wieder Thema in den Landkreisen Mühldorf und Altötting

„Grundsätzlich führt das Gesundheitsamt bei einem bestätigten COVID-19-Fall eine Kontaktpersonenermittlung nach den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI) durch. Bei einer Kontaktpersonenermittlung in Innenräumen werden unter anderem die Anzahl infektiöser Personen im Raum, die Länge des Aufenthalts der infektiösen Person(en) im Raum, die Enge des Raumes und die Frischluftzufuhr in der Risikobewertung berücksichtigt“, so eine Sprecherin des Bayerischen Gesundheitsministeriums auf Nachfrage von innsalzach24.de. „Das Gesundheitsamt entscheidet abhängig von der Situation vor Ort über eine Einstufung als enge Kontaktperson.“

„Raumluftreiniger sind dabei ein wichtiges Element im Maßnahmenpaket, um die Konzentration virushaltiger Partikel in Innenräumen zu reduzieren. Hierzu gehören das Einhalten von Mindestabständen oder das Tragen einer Gesichtsmaske. Raumluftreiniger sind somit als Ergänzung zu sehen, welche in Verbindung mit fachgerechtem Lüften das Infektionsrisiko in Innenräumen senken können – sie ersetzen nicht die Hygieneregeln, sondern ‚flankieren‘ diese“, so die Pressesprecherin weiter. „Neben der Einhaltung der Hygieneregeln (‚AHA‘) bleibt daher die regelmäßige Lüftung über die Fenster die wichtigste Maßnahme zur Reduzierung der Virenmengen in der Luft sowie zur Aufrechterhaltung einer gesunden Raumluft (‚AHA+L‘). Gegebenenfalls kann das Gesundheitsamt bei entsprechenden Voraussetzungen und korrektem Einsatz von Raumlüftungsgeräten auf die Anordnung von Quarantäne verzichten.“

Zusammengefasst heißt das: Auch wenn eine RLT-Anlage betrieben wird, heißt das nicht automatisch, dass Klassenkameraden eines infizierten Kindes nicht auch in Quarantäne müssen. Es erhöht nur die Wahrscheinlichkeit, dass das jeweils zuständige Gesundheitsamt auf die Anordnung einer Quarantäne verzichtet.

hs

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