Kommunalwahl Bayern 2020: Bürgermeisterkandidat für Schleching

18 Fragen an Josef Schießl (SPD)

Fordert den amtierenden Bürgermeister von Schleching heraus: Josef Schießl (SPD).
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Fordert den amtierenden Bürgermeister von Schleching heraus: Josef Schießl (SPD).

Schleching - Am 15. März 2020 finden in Bayern die Kommunalwahlen statt. Auch in Schleching wird der Bürgermeister gewählt. Wir stellen Ihnen die Kandidaten vor. Dieses Mal: Josef Schießl (SPD).

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Die Antworten auf unseren Fragebogen:

1. Name

Josef Schießl


2. Partei

DIE LINKE, Kandidatur für die SPD

3. Alter

62

4. Wohnort

Schleching

5. Geburtsort

Schleching

6. Familienstand

-

7. Kinder

-

8.  Wie verlief Ihre bisherige politische Karriere?

Seit meinem sechzehnten Lebensjahr bin ich politisch links organisiert. Von 1984 – 1996 Gemeinderat, 24 Jahre Arbeitnehmervertreter, davon sechs Jahre hauptamtlich.

9. Wer sind Ihre politischen Vorbilder?

Habe ich keine.

10. Was verbindet Sie mit Ihrer Kommune? Was ist das Besondere Ihrer Kommune?

Durch Eigeninitiativen wurden viele Projekte für Alt und Jung angestoßen und realisiert. Auch Flüchtlingen und Übersiedlern aus der ehemaligen UdSSR wurde beispielgebend geholfen. Nachbarschaftshilfe und soziales Engagement sind für viele Schlechinger eine Selbstverständlichkeit. Dass sich Schleching für den sanften Tourismus entschieden hat, finde ich auch gut.

11. Warum sind Sie genau der Richtige?

Hier sollte es besser heißen: Warum kandidieren Sie? Als Linker in Schleching zum Bürgermeister gewählt zu werden, käme wohl einem Wunder gleich. Ich kandiere vielmehr aus folgenden Gründen: 

  • Weil ich eine Wahloption bieten will. Viele haben es satt, nur beim CSU – Kandidaten ihr Kreuz machen zu können. Mit meiner Bewerbung möchte ich alle Wahlberechtigten zum Urnengang motivieren.
  • Weil ich mit meiner Kandidatur besonders für Michael Eisenberger, Felix Laubhuber, Sibylle und Hans Kurz werben will. Alle vier wären eine große Bereicherung für den Gemeinderat. Natürlich verfolgen sie die gleichen kommunalpolitischen Ziele wie ich.
  • Weil ein Gemeinderat ohne meine Mitstreiter, also nur besetzt mit Bewerbern der vereinigten CSU/UBS – Liste, weiter Intransparenz und falsche Prioritätensetzungen befürchten lässt. Selbst Gefahr von Vetternwirtschaft bring so eine Konstellation mit sich.

12. Was wurde in der vergangenen Amtszeit verpasst? Was wollen Sie besser machen?

Besonders ärgerlich ist der unzureichende Mobilfunkempfang. Gemeinderat und Bürgermeister können sich hier nicht aus der Verantwortung stehlen. Hier gilt es, dringend Abhilfe zu schaffen. Das Schlechinger Baulandmodell ist nicht wirklich zielführend. Leider hat man es über Jahre versäumt, Alternativen zu suchen und in Angriff zu nehmen. Auch hat sich der Eindruck verfestigt, dass zu Vieles unter Verschluss gehalten wird. Das macht zunehmend misstrauisch.

13. Was ist für Sie die größte Herausforderung Ihrer Kommune? Wie stehen Sie dazu und was gedenken Sie zu tun?

Die Jugend im Dorf zu halten! Hierfür braucht es bezahlbares Bauland für Einheimische auf Erbpachtbasis. Grassau hat diesen Weg beschritten und Beispielhaftes erreicht. Viele Straßen sind dringend sanierungsbedürftig. Noch ist das Geld billig. Daher würde ich jetzt mit günstigen Krediten finanzieren und die Straßen nicht weiter verkommen lassen.

14. Was sind – neben den größten Herausforderungen – Ihre drei wichtigsten Ziele in den kommenden sechs Jahre? Was wollen Sie für die Menschen in ihrer Kommune erreichen?

Die Sanierung aller maroden Gemeindestraßen, bezahlbares Bauland für Einheimische und einen guten Mobilfunkempfang im ganzen Gemeindegebiet! Das ist machbar und sollte vom neu gewählten Kommunalparlament zum Wohle der Bürger endlich tatkräftig anpackt werden.

15. Bezahlbarer Wohnraum ist bei uns Mangelware. Wie sehen Sie die aktuelle Situation in Ihrer Kommune und was gedenken Sie hier zu tun?

Die Nachfrage nach günstigen Mietwohnungen nimmt auch in Schleching ständig zu. Hier sehe ich beschränkte Handlungsmöglichkeiten der Gemeinde. Unterstützung durch die Gemeinde bei Antrags – und Genehmigungsverfahren für beabsichtigtes Aus - und Umbauen von Gebäuden zum Zwecke der Wohnraumschaffung wären sicher hilfreich.

16. Der Klimaschutz ist im Moment in aller Munde. Wie wichtig ist Ihnen dieses Thema und was gedenken Sie hier zu tun?

Um die globale Herausforderung des Klimawandels zu bewältigen, sehe ich primär Regierungen und Industrien gefordert. Ich halte nichts davon, die Menschen mit kleinlichen kommunalen Verordnungen zu bevormunden. In Schleching sehe ich dringenden Handlungsbedarf beim Überschwemmungsschutz. Mehrere Wohngebiete sind, - jetzt noch verstärkt durch den Klimawandel, von Hochwasser und Starkregen gefährdet. Einen kleinen Beitrag zum Kimaschutz könnte die Installation von Photovoltaik – Anlagen auf unseren öffentlichen Gebäuden leisten.

17. Volksbegehren „Rettet die Bienen“ und neue Düngeverordnung: Wie stehen Sie zu den Protesten der heimischen Landwirte und gedenken Sie in diesem Punkt zu handeln? Falls ja, wie?

Die Schlechinger Landwirte sind vorbildlich in ihrer ökologischen Wirtschaftsweise. Die Düngeverordnung ist aufgrund der Hofgrößen hier nicht relevant. Unsere Bauern brauchen vor allem Planungssicherheit und faire Preise für ihre Produkte!

18. Gibt es noch ein wichtiges Anliegen, das Sie Ihren Wählern gerne mit auf den Weg geben würden? Falls ja, welches?

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Anmerkung der Redaktion: Die Antworten der Kandidatin/des Kandidaten wurden 1:1 von der Redaktion übernommen, inhaltlich nicht überarbeitet und müssen deswegen nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln.

Quelle: rosenheim24.de

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