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Wegen Leck bei Betankung

600 Liter Heizöl im Kochelsee - Untersuchung des Erdreichs beginnt

Durch Ölsperren auf dem See versuchte die Feuerwehr Kochel am See einen Teil des Öls zu binden.
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Durch Ölsperren auf dem See versuchte die Feuerwehr Kochel am See einen Teil des Öls zu binden.

Ganze 600 Liter Heizöl sind in Oberbayern in den bei Ausflüglern beliebten Kochelsee gelangt. Wie kam es dazu?

Update, Donnerstag (29. September) - Erdreich wird untersucht

Nach dem Auslaufen von Heizöl am bei Ausflüglern beliebten Kochelsee wird nun das Erdreich untersucht. Unter anderem komme dazu ein Bagger zum Einsatz, sagte eine Sprecherin des Landratsamts in Bad Tölz am Mittwoch. Spezielle Bodenproben sollen zeigen, wie weit die rund 600 Liter Öl in den Boden eingedrungen sind. „Man geht jetzt der Sache nach.“

Das Heizöl war nach Angaben vom Dienstag beim Auffüllen des Tanks eines Schwimmbads in Kochel am See (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) im Boden versickert und teils in den See gelangt. Wie es genau dazu kommen konnte, wird weiterhin ermittelt. Bekannt ist, dass das Heizöl beim Betanken eines Öltanks der Kristall-Therme Trimini aus technischen Gründen versickert war.

Der Ölfilm an der Wasseroberfläche ging bereits am Dienstag zurück. Mit speziellen Bindemitteln habe das Öl entsorgt werden können, eine Ölsperre habe die weitere Ausbreitung im See verhindert, hieß es.

Erstmeldung

Kochel am See – Das Heizöl sei beim Auffüllen des Tanks eines Schwimmbads in Kochel am See (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) im Boden versickert und in den See gelangt, teilte das Landratsamt in Bad Tölz am Dienstag (27. September) mit. Die Behörde ging am Dienstag davon aus, dass kein Öl mehr in den See sickere. Die Auswirkungen auf die Umwelt blieben zunächst unklar. Zunächst hatten mehrere Medien, unter anderem unser Partnerportal „Merkur.de“ über den Vorfall vom Samstag (24. September) berichtet.

Bislang seien weder kranke Fische noch Vögel gefunden worden, teilte die Behörde glücklicherweise mit. Der Ölfilm an der Wasseroberfläche gehe ebenfalls zurück. Mit speziellen Bindemitteln habe das Öl entsorgt werden können, eine etwa 250 Meter lange Ölsperre habe die weitere Ausbreitung im See verhindert. Wie weit die rund 600 Liter Öl in den Boden eingedrungen sind, sollen nun spezielle Bodenproben zeigen.

Genaue Ursache und Schaden noch nicht bekannt

Zu dem Schaden war es laut Polizeipräsidium Oberbayern Süd irgendwann zwischen Donnerstag (22. September) und Samstag gekommen. Was bekannt ist: Am Donnerstag gab es eine Heizöllieferung für die Kristall-Therme Trimini. Es wird vermutet, dass hierbei eine Zuleitung kaputtgegangen sei, schätzt ein Sprecher der Polizei die Situation ein. Danach sei Heizöl in einen Schacht gelaufen. Das Schwimmbad habe zwar zeitnah einen Experten hinzugezogen gehabt, der die Lage begutachtete, aber man war nicht davon ausgegangen, dass das Öl außerhalb des Schachts versickern könnte. Die genaue Ursache für das Leck bei der Betankung blieb aber nach Angaben der Behörde zunächst unklar.

„Schlieren gesehen und Öl auch gerochen“

Auf den Bildern der Kochler Feuerwehr, die auf Facebook über den Einsatz berichtete, kann man den schillernden Film, der auf der Wasseroberfläche des Kochelsees schwimmt, gar nicht übersehen. Gegenüber dem „Merkur“ beschrieb Bürgermeister Thomas Holz, welcher bereits am Samstag an der Einsatzstelle war, die Lage mit den Worten: „Man hat die Schlieren gesehen und das Öl auch gerochen.“ Wie groß der Schaden ist, den das Heizöl angerichtet hat, das aus der Therme ins Erdreich und in den Kochelsee gesickert ist, kann man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht einschätzen.

mck/dpa/FW Kochel am See

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