Spendenkampagne für schwer kranken Freilassinger

Hilferuf von Ehefrau: "Ich liebe ihn so sehr und will ihn nicht verlieren!"

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Markus und Simone aus Freilassing.
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Freilassing - Alles begann vor acht Jahren. Damals erhielt Markus aus Freilassing die erschütternde Diagnose: Schwarzer Hautkrebs! Nachdem die Melanome in kleinen Operationen entfernt wurden, kam es aber noch viel schlimmer für ihn und seine Familie:

Als die Melanome des schwarzen Hautkrebses bei Markus operativ entfernt wurden, schien alles noch recht gut zu laufen. Dann aber folgte der große Schock für ihn: Der Krebs hatte bereits gestreut. Deswegen musste Markus mehrere Chemotherapien über sich ergehen lassen.

Der Krebs ist inzwischen geheilt. Doch mit den Folgen der Nebenwirkungen der damaligen Behandlungen hat der Familienvater noch heute zu kämpfen. Durch die Therapien wurde sein Immunsystem stark geschwächt. Deshalb leidet er noch immerunter starken Muskel- und Gelenkschmerzen und kann teilweise in der Nacht nicht schlafen.

Die Krankheit nimmt kein Ende

Weitere Schicksalsschläge folgten: Bei Markus wurde eine Herzmuskelentzündung diagnostiziert. Außerdem schädigte die Chemotherapie wohl auch seine Lunge stark. Er leidet nun unter der Lungenkrankheit COPD. Kurzzeitig stand sogar eine Lungentransplantation im Raum.

Als wäre das noch nicht genug, erhielt Markus schließlich noch die Diagnose einer systemischen Autoimmunerkrankung (SLE). Diese Krankheit zeichnet sich bei Markus auf der Haut ab, kann sich auchauf Organe oder Gelenke auswirken.

Finanzielle Reserven sind aufgebraucht

Da die herkömmlichen Therapien, die von den Krankenkassen bezahlt werden, bei Markus nicht den gewünschten Erfolg erzielt haben, haben er und seine Familie sich nach alternativen Behandlungsformen umgesehen. Diese sind allerdings teuer - und werden von der Krankenkasse nicht bezahlt. Da die finanziellen Reserven der Familie aufgebraucht sind, hat Markus' Ehefrau Simone - die Idee hatten Freunde und Bekannte - nun eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Auf Gofundme.com wird Geld für Medikamente, Akupunkturen oder schmerzlindernde homöopathische Therapien gesammelt. Außerdem bräuchte Markus dringend eine neue Matratze und ein neues Fahrrad (zum Lungen-Training). Zudem gibt es offenbar noch eine vielversprechende Behandlungsmöglichkeit in der Schweiz, die aber ebenfalls extrem teuer ist.

"Wir bestreiten beide unseren Lebensunterhalt, in dem wir auch beide arbeiten, aber das reicht für die normalen Kosten gerade so. Aber um seine Gesundheit zu unterstützen, ihm wieder Lebensqualität zu ermöglichen, suche ich nun über diesen Weg Menschen, die uns vielleicht unterstützen können", schreibt Simone in dem Spendenaufruf. 

"Wir haben noch so viel vor"

Markus selbst sei ein Einzelkämpfer, erzählt seine Bekannte Monika im Gespräch, die BGLand24.de auf den Fall aufmerksam gemacht hatte. Er arbeitet bis dato jeden Tag. "Er will niemandem zur Last fallen, seinen 15-jährigen Sohn und seine Ehefrau nicht im Stich lassen", sagt Monika. Die beiden seien seine Motivation, um nicht doch gänzlich aufzugeben.

Da die Krankheit nun immer schlimmer wird undlangsam aber sicher die Zeit für Markus davon läuft, hat Ehefrau Simone einen verzweifelten Appell: "Ich liebe ihn so sehr und will ihn nicht verlieren!" Und ergänzte: "Wir haben noch so viel vor, wir haben noch so viel Träume, haben immer hart gearbeitet, immer gekämpft. Und so soll es bitte nicht enden..."

Ramona Reiter

Quelle: BGland24.de

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