News-Ticker zur Corona-Pandemie

Seehofer rechnet mit Corona-Warn-App Mitte Juni

Landkreis/München - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Inzwischen gibt es allerdings deutliche Lockerungen. Ein "Bayern-Plan" wurde entwickelt, die lange bestehende Ausgangs- in eine Kontaktbeschränkung umgewandelt. Die Entwicklungen am Donnerstag, 28. Mai, im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:


  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 2770, Landkreis Traunstein 1307, Landkreis Berchtesgadener Land 306, Landkreis Mühldorf 499, Landkreis Altötting 598
  • Todesfälle: Rosenheim 208, Traunstein 87, Berchtesgadener Land 24, Mühldorf 25, Altötting 57
  • Mindestens 8411 Todesopfer in Deutschland (2438 in Bayern) 
  • Ausgangsbeschränkung (bis einschl. 5. Mai) wird zu Kontaktbeschränkung (ab 6. Mai)
  • Der "Bayern-Plan" gegen Corona: Alle Lockerungen im Überblick
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV ab 27. April
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus


Hinweis der Redaktion: Bei den Zahlen in der Grafik handelt es sich um die bestätigten Fälle aus den Landratsämtern der Region. Wieder gesundete Personen werden aus den Zahlen nicht herausgerechnet. Fehlende Zahlen werden sofort nachgereicht, wenn sie vom jeweiligen Landratsamt übermittelt werden. Es kann auch sein, dass ein Landratsamt an einem Tag keine neuen Zahlen veröffentlicht. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

Update, 20.24 Uhr - Seehofer rechnet mit Corona-Warn-App Mitte Juni

Bundesinnenminister Horst Seehofer geht davon aus, dass die deutsche Corona-Warn-App etwa Mitte Juni zur Verfügung stehen wird - zeitgleich mit der angestrebten vollständigen Öffnung der Grenzen zu den europäischen Nachbarn. Es habe dazu am Vorabend ein "sehr, sehr gutes Gespräch" mit den Projektträgern SAP und Deutsche Telekom gegeben, sagte der CSU-Politiker am Donnerstag in der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung.

Seehofer betonte, es sei das Ziel, die Warn-App europaweit einsetzbar zu machen. "Die Leute sind ja mobil. Und die App hat ja nur eine begrenzte Wirkung, wenn wir sie dann nur in der Bundesrepublik Deutschland verwenden." Dafür müssten mit den Konzernen Google und Apple aber noch einige Probleme bei den Schnittstellen gelöst werden.

Update, 17.27 Uhr - Italien wirbt mit Gratis-Corona-Tests um Urlauber aus Bayern

Die italienische Regierung und regionale Politiker werben derzeit stark um deutsche Urlauber, da sie ein Großteil der Besucher ausmachen. Ab 3. Juni soll die Einreise für EU-Bürger wieder möglich sein - ohne in Quarantäne zu müssen. 

Südtirol buhlt schon kräftig um Urlauber vor allem aus Bayern. Landeshauptmann Arno Kompatscher will Touristen sogar Gratis-Corona-Tests anbieten. Die Regionen Venetien oder Sardinien werben damit "Covid-free" zu sein - soll heißen, dass die Lage im Griff ist, obwohl es natürlich auch dort Infektionen gab. Die Fallzahlen gehen in Italien seit langem zurück. Mit Abstand die allermeisten Fälle hat die Lombardei. 

Für deutsche Urlauber wird ausschlaggebend sein, ob sie nach einem Italien-Urlaub in Quarantäne müssen oder wann die Reisewarnung aufgehoben wird. Derzeit hofft Italien auf den 15. Juni. Österreich hat bereits bestätigt, dass deutsche Touristen, die auf der Durchreise nach Italien sind, durch die Alpenrepublik fahren können.

Update, 16.55 Uhr - Nur noch acht aktive Corona-Fälle im Kreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Mühldorf am Inn gibt es einen neuen bestätigten Corona-Fall. Dabei handelt es sich um eine Person in der Altersgruppe bis einschließlich 60 Jahre. 

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen des Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. 

Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf aktuell 499 bestätigte Fälle vor, davon sind insgesamt 464 wieder genesen. Die Zahl der aktiven Corona-Fälle liegt somit bei acht, davon werden vier stationär behandelt. 

Die 7-Tage-Inzidenz liegt am Donnerstag, 28. Mai, bei 3,5. 

Für die Klinik Mühldorf, welches als Corona-Zentrum für die Landkreise Altötting und Mühldorf festgelegt wurde, ergeben sich folgende Zahlen:

  • Stationäre Corona-Verdachtsfälle: 29 
  • Stationäre Corona-Positivfälle: 4 
  • Intensivpflichtige Corona-Patienten: 0

Update, 16.21 Uhr - 7-Tage-Inzidenz im Kreis Traunstein höher als im Raum Rosenheim

Am 28. Mai sind beim Gesundheitsamt Traunstein drei Neuinfektionen gemeldet worden. Somit liegen insgesamt 1307 bestätigte Infektionen vor, die seit Beginn der Pandemie positiv nachgewiesen werden konnten.

Aktuell liegen noch 144 aktive Coronavirus-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 10,73. Als genesen gelten mittlerweile mindestens 1076 Personen (eine mehr im Vergleich zum Vortag). 

In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt acht Covid-19-Patienten behandelt, davon befindet sich ein Patient in intensivmedizinischer Betreuung im Klinikum Traunstein.

Update, 15.54 Uhr - Erfreuliche Nachrichten auch aus dem Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit 27. Mai einen weiteren bestätigten Sars-CoV-2-Fall im Landkreis gibt. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle erhöht sich somit auf 306. Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land fällt auf 1,9.

Von den nunmehr insgesamt 306 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2-Fällen sind bisher 274 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Insgesamt sind aktuell acht SARS-CoV-2-Infizierte in medizinischer Behandlung. Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung Verstorbenen bleibt unverändert bei 24. 

Gegenwärtig befinden sich 22 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne (vier weniger im Vergleich zum Vortag). Insgesamt 843 unmittelbare Kontaktpersonen sind seit März wieder aus der Quarantäne entlassen worden (sieben Person mehr im Vergleich zum Vortag).

Weiterhin erfreulich ist die Entwicklung bei den in den Kliniken im Berchtesgadener Land stationär behandelten Covid-19-Patienten: derzeit sind dies noch neun Personen (eine weniger im Vergleich zum Vortag). Davon werden unverändert zum Vortag derzeit zwei Patienten intensivmedizinisch betreut.

Update, 15.32 Uhr - "Nur" noch 18 positive Corona-Fälle im Kreis Altötting

Das Landratsamt Altötting meldet für 28. Mai eine neuinfizierte Person. Dabei handelt es sich um eine Frau aus Burghausen. Damit gelten aktuell noch 18 Menschen als positive Corona-Fälle (acht weniger im Vergleich zum Vortag). 57 Personen sind an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung verstorben. Bei 523 Infizierten konnte eine Genesung dokumentiert werden. Insgesamt liegt die Zahl der jemals im Kreis Altötting positiv getesteten Personen bei 598. 

Update, 14.43 Uhr - 7-Tage-Inzidenz für Stadt und Land Rosenheim sinkt weiter

Am 27. Mai wurden dem Gesundheitsamt 7 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 2770 Fälle von Coronavirus aufgetreten (Landkreis: 2261, Stadt: 509). 

Mittlerweile wurde bei mindestens 1932 Personen eine Genesung dokumentiert. 208 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren sieben Personen unter 60 Jahren. 141 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 

66 Covid-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 10 Patienten auf einer Intensivstation. 

Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 28. Mai (0 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 4,74, für den Landkreis Rosenheim bei 9,96.

7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner.

Update, 14 Uhr - WACKER nimmt Betrieb der Werkkantine wieder auf

Die Wacker Chemie AG nimmt den Betrieb der Werkkantine am Standort Burghausen ab Dienstag, den 2. Juni 2020 wieder auf. Aufgrund der zunehmenden Ausbreitung des Coronavirus hatte das Unternehmen die Betriebskantine als vorbeugende Gesundheitsschutzmaßnahme seit dem 13. März geschlossen gehalten. Der Zugang bleibt zunächst beschränkt und erfolgt unter stringenten Hygieneregeln.

Pressemeldung WACKER Chemie AG

Update, 13.39 Uhr - Ausflugs-Ticker für Region Inn-Salzach startet ab Pfingsten

Durch die gelockerten Reisebeschränkungen zieht der Tourismus in der Region Inn-Salzach wieder an. Die Buchungsanfragen und Prospektbestellungen steigen täglich und der Tourismusverband rechnet ab Pfingsten mit einem erhöhten Besucheraufkommen durch Touristen und Tagesgäste, aber auch durch Einheimische, die ihren Urlaub „dahoam“ verbringen.

Zusammen mit neun weiteren oberbayerischen Tourismusregionen hat der Verband einen Ausflugs-Ticker zur Gästeinformation und Besucherlenkung eingerichtet, der am 30. Mai online geht.

Unter www.inn-salzach.com/ausflugsticker können sich Besucher ab dem 30. Mai tagesaktuell informieren

Pressemeldung Tourismusverband Inn-Salzach

Update, 13.05 Uhr - Kritik im bayerisch-thüringischen Grenzgebiet an Corona-Lockerungen

In einem offenen Brief haben Kommunalpolitiker im bayerisch-thüringischen Grenzgebiet die Corona-Lockerungspläne in Thüringen kritisiert. Die Beschränkungen aufzuheben wäre "ein fatales Signal mit voraussichtlich schwerwiegenden Konsequenzen für die Gesundheit unserer Bevölkerung", hieß es in dem am Donnerstag verbreiteten Schreiben an Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke).

Den Brief unterzeichneten die Landräte aus Coburg, Kronach, Lichtenfels, die Oberbürgermeister von Coburg und Neustadt bei Coburg sowie der Vorsitzende des Bayerischen Gemeindetags. Aber auch die thüringischen Landräte aus Sonneberg, Hildburghausen sowie der Bürgermeister von Sonneberg unterschrieben.

"Das Coronavirus kennt keine Grenzen, weder gesundheitliche noch örtliche. Und vor allem unterscheidet es nicht nach Stadt-, Landkreis- oder Landesgrenzen", hieß es in dem Brief. Um Infektionswege nachvollziehen zu können, brauche es deshalb überregionale Maßnahmen.

Ramelow hatte erklärt, die bisher geltenden Corona-Beschränkungen im Juni weitgehend aufheben zu wollen. Weiterhin gelten soll allerdings der Mindestabstand von 1,50 Metern sowie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes etwa im öffentlichen Nahverkehr.

Die bayerisch-thüringische Grenzregion ist ein Corona-Hotspot. Immer wieder war dort der bundesweit festgelegte Grenzwert für die Zahl der Neuinfektionen überschritten worden.

Update, 12.45 Uhr - Schön-Kliniken kehren zu Regelbetrieb zurück

Die Schön-Kliniken kehren langsam aber sicher zum Regelbetrieb zurück. Das berichtet der Bayerische Rundfunk. Ende April habe man über alle Standorte hinweg mehr als 100 Covid19-Patienten in Behandlung gehabt, teilte die Klinik auf Anfrage dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk mit. 

Die Schön-Klinik in Bad Aibling-Harthausen.

Für die Schön-Klinik sind die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie gegenwärtig noch nicht absehbar. Die Schön-Klinik betreibt Krankenhäuser in Bad Aibling-Harthausen, Vogtareuth, Roseneck, München-Harlaching, München-Schwabing und im Berchtesgadener Land.

Update, 12.21 Uhr - Bayerische Schlösser, Burgen und Residenzen öffnen wieder

Die Bayerischen Schlösser, Burgen und Residenzen öffnen wieder. Dies gab die Bayerische Schlösserverwaltung in einer Pressemitteilung bekannt. Wörtlich äußerte die Verwaltung sich folgendermaßen: "Die Parkanlagen der Schlösserverwaltung waren durchgehend geöffnet und sind ein attraktives Naherholungsziel.

Wir öffnen nun auch sehr gerne wieder die Türen der Häuser für Sie, jedoch sind entsprechend der aktuellen Situation bei Ihrem Museumsbesuch einige Hygienemaßnahmen zu beachten, über die wir Sie informieren möchten. Grundsätzlich gilt: Beim Besuch eines unserer Häuser besteht für alle Besucher die Pflicht, einen mitgebrachten Mund-Nasen-Schutz zu tragen und den vorgegebenen Mindestabstand zu anderen Menschen einzuhalten.

Aufgrund der Abstandsregelung sind die Einlasszahlen in die Häuser beschränkt. Auch wenn der internationale Reisetourismus derzeit noch aussetzt, kann gegebenenfalls bei stärkerem Andrang auch Geduld und Verständnis für die dem Schutz aller Besucher dienenden Regeln erforderlich sein. Wenn Sie an Atemwegsinfekten leiden, Grippesymptome haben, sich krank fühlen oder innerhalb der letzten 14 Tage Kontakt zu COVID-19 Fällen hatten, bitten wir Sie, von einem Besuch abzusehen."

Update, 11.55 Uhr - FC Bayern setzt Zeichen der Solidarität

Der FC Bayern setzt über den FC Bayern Hilfe e.V. gemeinsam mit seinen Fans ein weiteres Zeichen der Solidarität in der Corona-Krise. Der Rekordmeister spendet an jeden Verein aus der Bayernliga Süd und Nord eine fünfstellige Summe.

Update, 11.33 Uhr - Bild betender Muslime in Wetzlar geht um die Welt

Ein Bild geht um die Welt: Um das Ende des Ramadan zu feiern, haben sich am vergangenen Sonntag (24. Mai) im hessischen Wetzlar rund 700 Muslime auf einem Parkplatz versammelt. Das berichtet hessenschau.de. Die Bilder der mit dem nötigen Abstand betenden Menschen fand weltweit Beachtung.

So berichtete unter anderem die britische BBC über die vor einem Ikea abgehaltene Veranstaltung.

Update, 11.12 Uhr - Künstlerhaus Exter in Übersee bleibt geschlossen - Jubiläum verschoben

Das Künstlerhaus Exter in Übersee-Feldwies, einst Wohn- und Atelierhaus des Malers Professor Julius Exter (1863-1939), kann aufgrund der Corona-Probleme heuer nicht öffnen.

Die Räumlichkeiten in dem 500 Jahre alten früheren Bauernhaus, das seit 1975 der Bayerischen Schlösserverwaltung gehört und von einem kleinen Kunstverein seit 1980 als Museum und Galerie betrieben wird, sind zu eng. Die Corona-Vorschriften können nicht eingehalten werden. Unabhängig davon versucht der Verein Kunsthaus Übersee-Feldwies e.V., kleine Trödelmärkte im Freien zu organisieren – sofern die Behörden solches wieder erlauben. Rund 15.000 Besucher schätzen das Künstlerhaus Exter mit seinen wechselnden Ausstellungen in jedem Sommer.

Update, 10.40 Uhr: Wer sich mit wem treffen darf und alle weiteren Lockerungen im Überblick

Die Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie werden noch mindestens einen weiteren, ganzen Monat gelten – bis 29. Juni. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt. Mehrere Bundesländer behalten sich allerdings vor, eigene Entscheidungen zu fällen. Wer sich mit wem treffen darf und alle weiteren Lockerungen im Überblick findest Du hier.

Update, 10.10 Uhr - Zehntausende Verstöße gegen Corona-Auflagen in Bayern

Zehntausende Menschen in Bayern haben schon gegen die Corona-Auflagen der Staatsregierung verstoßen. Zwischen dem Beginn der Ausgangsbeschränkung am 21. März und dem Stichtag 25. Mai (0.00 Uhr) erfassten die Polizisten im Freistaat 57.502 Vorgänge, wie das Innenministerium der Deutschen Presse-Agentur in München mitteilte. Betroffen davon seien 52.824 Personen.

Das Gros mit 44.553 Fällen machen den Angaben zufolge Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen allgemein aus - wobei mehrere Vergehen pro Anzeigenvorgang möglich sind. 12.258 Mal taucht in der Statistik ein Verstoß gegen das Verbot von Menschenansammlungen auf. 1.249 Mal ging es um Veranstaltungen, 830 Mal um Maskenpflicht, 658 Mal um Betriebsstättenuntersagungen und 358 Mal um Quarantäne-Verstöße.

Konkrete Einzelfälle werden in der Statistik nicht erfasst. In den Polizeiberichten der vergangenen Wochen waren aber immer wieder Beispiele enthalten: Etwa Verstöße während der Anti-Corona-Demos, illegale "Corona-Partys" oder aber Friseure, die zu einer Zeit, als das noch nicht wieder erlaubt war, Kunden bedienten.

Für all diese Verstöße gibt es einen Bußgeldkatalog. Demnach muss beispielsweise 150 Euro zahlen, wer sich mit mehr Leuten als erlaubt trifft oder gegen die Maskenpflicht verstößt. 5.000 Euro werden für Unternehmer fällig, die kein Schutz- und Hygienekonzept für ihren Betrieb haben. Und sein Kind in die Notbetreuung zu geben, ohne dazu berechtigt zu sein, wird mit 500 Euro geahndet.

Update, 9.41 Uhr - Keine Meisterfeier auf Münchens Marienplatz

Eine Meisterfeier des FC Bayern München auf dem Rathausbalkon in der bayerischen Landeshauptstadt müsste im Falle eines Titelgewinns in diesem Jahr ausfallen. "Die liebgewonnene Tradition der alljährlichen Meisterfeier des FC Bayern auf dem Marienplatz ist heuer leider unvorstellbar – nicht wegen mangelnder sportlicher Erfolge des Rekordmeisters, sondern natürlich wegen der coronabedingten Einschränkungen", sagte Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) der "Bild" (Donnerstag).

Münchens OB Dieter Reiter: Meisterfeier auf Marienplatz "leider unvorstellbar."

Nach dem 1:0 am Dienstag beim schärfsten Verfolger Borussia Dortmund gilt der achte Titel der Bayern nacheinander in der Fußball-Bundesliga als nahezu sicher. Vor dem 29. Spieltag haben die Münchner sieben Punkte Vorsprung auf den BVB. Mit dem Hinweis darauf, dass der Titelgewinn noch nicht feststehe, gab es vom Verein laut "Bild" keine Aussage darüber, wie bei einem erneuten Triumph gefeiert werden könnte.

Update, 9.10 Uhr - Knorr-Bremse bekommt Corona-Krise zu spüren

Der Bremsenspezialist Knorr-Bremse hat die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie im ersten Quartal zu spüren bekommen. Während der Auftragseingang um rund 16 Prozent auf 1,59 Milliarden Euro absackte, ging der Umsatz um rund 7 Prozent auf 1,63 Milliarden Euro zurück, wie der MDax-Konzern am Donnerstag in München mitteilte. Das Periodenergebnis lag bei 141,9 Millionen Euro, nach 192,6 Millionen Euro im Vorjahresquartal.

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank um 13 Prozent auf 290,2 Millionen Euro. Bereits Ende März hatte Knorr-Bremse seine Prognose wegen der Corona-Krise zurückgezogen und war davon ausgegangen, dass Umsatz und Ebitda gegenüber 2019 deutlich fallen dürften. Dies bestätigte der Konzern nun. Eine verlässliche Abschätzung des weiteren Geschäftsverlaufs sei angesichts der globalen Ausbreitung von Covid-19 weiterhin nicht möglich, hieß es. Besonders für Nordamerika bestehe eine hohe Unsicherheit im Hinblick auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung.

Mit einem Maßnahmenpaket, das unter anderem auch Personalabbau beinhaltet, will das Unternehmen die Folgen der Krise abfedern. Konzernchef Bernd Eulitz verwies darauf, dass Knorr-Bremse mit einer Liquidität von insgesamt zwei Milliarden Euro zum Ende des ersten Quartals 2020 sowie einer Nettoverschuldung nahe Null finanziell auf einem "sehr soliden Fundament" stehe.

Update, 8.27 Uhr - RKI veröffentlicht wieder neueste Fallzahlen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Donnerstagvormittag (Stand: 28. Mai, 0 Uhr) wieder die neuesten Fallzahlen veröffentlicht. Demnach sind in Deutschland insgesamt bislang 179.717 Infektionen bekannt geworden. Im Vergleich zum Vortag bedeutet dies einen Anstieg um 353 Fälle. Die Zahl der Toten liegt nun bei 8411. Der Freistaat Bayern ist mit über 46.000 Fällen und 2438 Toten nach wie vor das am stärksten von der Pandemie betroffene Bundesland.

Bundesland

Fälle

+/- zum Vortag

Fälle/100.000 Einwohner

7-Tage-Inzidenz

Todesfälle

Baden-Württem­berg

34.129

-371*

261

2,4

1.724

Bayern

46.729

+271

695

5,3

2.438

Berlin

6.703

+30

110

2,9

195

Branden-burg

3.261

+15

26

1,0

155

Bremen

1.348

+26

73

10,7

41

Hamburg

5.076

+4

15

0,8

245

Hessen

9.915

+55

281

4,5

471

M.-Vor­pommern

760

0

1

0,1

20

Niedersachsen

11.750

+72

311

3,9

583

Nordrhein-West­falen

37.698

+157

702

3,9

1.582

Rhein­land-Pfalz

6.652

+41

76

1,9

230

Saarland

2.731

+1

20

2,0

161

Sachsen

5.260

+13

51

1,3

210

Sachsen-Anhalt

1.701

+3

11

0,5

55

Schles­wig-Holstein

3.072

+2

46

1,6

143

Thüringen

2.932

+34

122

5,7

158

Gesamt

179.717

+353

2.801

3,4

8.411

Update, 7.31 Uhr - 35 neue Fälle in München

In München wurden jetzt (Stand: 27. Mai, 13.30 Uhr) 35 neue Coronafälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.818 Infektionen gemeldet. In dieser Zahl enthalten sind 5.744 Personen, die bereits genesen sind, sowie 212 Todesfälle. Seit fünf Tagen wurden damit glücklicherweise keine weiteren Todesfälle bekannt.  

Die Reproduktionszahl für München lag zuletzt bei 0,83 (Stand: 25. Mai), die sogenannte "7-Tage-Inzidenz" betrug 8,22. Unterdessen ist das Bürgertelefon der Stadt (Telefonnummer 089/233-44740) weiterhin aktiv. Dort werden täglich - auch am Wochenende - von 8 Uhr bis 18 Uhr Fragen zum Coronavirus beantwortet.

Update, 6.45 Uhr - Maskenpflicht bleibt wohl noch lange

Ministerpräsident Markus Söder hat sich am Mittwochabend in der BR-Sendung "Jetzt red I" den Fragen der bayerischen Bürgerinnen und Bürger gestellt. Dabei stellte der CSU-Politiker klar, dass sich die Menschen im Freistaat wohl noch längerfristig darauf einstellen müssen, eine Maske im öffentlichen Raum, im Supermarkt oder in Restaurants zu tragen. "So lange es Corona gibt, also ohne Medikament und Impfstoff, so lange gibt es keine Alternative. (...) Wir haben uns das ja nicht ausgesucht. Man sieht ja, alle Länder der Welt, die anders verfahren, die es nicht so ernst nehmen, haben erschreckende Todeszahlen und erschreckende Situationen in den Krankenhäusern", sagte Söder. 

Der Landesvater verdeutlichte auch nochmal das bayerische Konzept: Erleichterungen ja, aber eben mit entsprechenden Auflagen. Und diese würden eben aus Abstands- und Hygieneregeln sowie Maskenpflicht bestehen. Dabei nur auf Freiwilligkeit zu setzen, wie es anfangs versucht wurde, habe nicht funktioniert, so Söder: "Man muss auch die Unvernünftigen mit heran nehmen, damit die Vernünftigen geschützt bleiben."

Mehr Tote in Mexiko als in Deutschland

In Mexiko sind inzwischen mehr Menschen nach einer Infektion mit der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben als in Deutschland. Die Zahl der Todesopfer stieg in dem mittelamerikanischen Land nach offiziellen Angaben vom Mittwochabend (Ortszeit, News-Ticker Mittwoch, 27. Mai) auf 8597. Mexiko, das rund 130 Millionen Einwohner hat, ist damit das Land mit den achtmeisten Toten infolge des Coronavirus. Zuletzt kamen innerhalb von 24 Stunden 463 neue Todesfälle hinzu. In Deutschland starben nach den jüngsten Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) innerhalb von 24 Stunden 47 nachweislich mit dem Virus Infizierte, wodurch sich die Gesamtzahl auf 8349 erhöhte.

Derweil meldete Brasilien mehr als 25.000 Tote im Zusammenhang mit Corona.  411.821 Menschen haben sich dort bislang mit dem Virus infiziert. Bei der Zahl der Todesopfer (exakt 25.598) liegt das 210-Millionen-Einwohner-Land damit nach Aufzeichnungen der US-amerikanischen Johns Hopkins Universität weltweit weiter auf Platz sechs der am meisten betroffenen Länder, bei der Zahl der Infizierten auf Platz zwei hinter den Vereinigten Staaten.

fgr/mw/dpa

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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