News-Ticker zur Corona-Pandemie

Über eine Million Infizierte in den USA

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Landkreis/München - Das Coronavirus hat das öffentliche Leben in der Region, Bayern und Europa weiter fest im Griff und sorgt für zahlreiche Einschränkungen. Weiterhin gilt eine von der bayerischen Staatsregierung verhängte Ausgangsbeschränkung. Die Entwicklungen am Dienstag, 28. April, im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:


  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 2.435, Landkreis Traunstein 1.124, Landkreis Berchtesgadener Land 281, Landkreis Mühldorf 475, Landkreis Altötting 575
  • Mindestens 5.913 Todesopfer in Deutschland (1.708 in Bayern)
  • Todesfälle in Kreisen Traunstein, Rosenheim, Altötting, Mühldorf und Berchtesgadener Land
  • Ausgangsbeschränkung in Bayern (verlängert bis vorerst 10. Mai)
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV ab 27. April
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus
  • Das Herbstfest Rosenheim 2020 wurde am 28. April endgültig abgesagt


Hinweis der Redaktion: Bei den Zahlen in der Grafik handelt es sich um die bestätigten Fälle aus den Landratsämtern der Region. Wieder gesundete Personen werden aus den Zahlen nicht herausgerechnet. Fehlende Zahlen werden sofort nachgereicht, wenn sie vom jeweiligen Landratsamt übermittelt werden. Es kann auch sein, dass ein Landratsamt an einem Tag keine neuen Zahlen veröffentlicht. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

Update, 29. April, 5.15 Uhr - Über eine Million Infizierte in den USA

In den USA hat die Zahl der Infizierten die Marke von einer Million überschritten, wie der österreichische "Standard" unter Berufung auf die John-Hopkins-Universität berichtet. Demnach wurden am Dienstag 1,002 Millionen Infektionen registriert. 

Die USA sind das Land mit den meisten gemeldeten Infektionen weltweit, allerdings wird in den USA auch viel getestet. 

Im besonders stark betroffenen Bundesstaat New York sei die Zahl der neu in Krankenhäuser aufgenommenen Patienten jedoch seit dem Ausbruch der Corona-Krise um über 70 Prozent zurückgegangen. 

Update, 21.51 Uhr: Gerichtsurteil: Beschränkungen im Saarland müssen gelockert werden

Im Saarland müssen die verfügten Corona-Ausgangsbeschränkungen nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs sofort gelockert werden. Es gebe "aktuell keine belastbaren Gründe für die uneingeschränkte Fortdauer der strengen saarländischen Regelung des Verbots des Verlassens der Wohnung" mehr.

Das bedeutet, Begegnungen in Familien sowie der Aufenthalt im Freien - unter Einhaltung der Abstände und Kontaktbeschränkungen - seien ab sofort wieder möglich.

Wenige Stunden zuvor hatte die saarländische Landesregierung angekündigt, die Ausgangsbeschränkung solle vom 4. Mai an gelockert werden. Eine Sprecherin des Gerichtes sagte, der Beschluss der Verfassungsrichter gelte ab sofort. Der Verfassungsgerichtshof erklärte, er wisse sich „in Übereinstimmung mit dem Vorhaben der Landesregierung“, die Ausgangsbeschränkungen zu lockern.

Mit der Entscheidung reagierte das Gericht auf den Eilantrag eines saarländischen Bürgers. Dieser hatte Verfassungsbeschwerde eingelegt und eine einstweilige Anordnung gegen die Beschränkung beantragt. Er sah sich laut Gericht in seinem Grundrecht der Freiheit der Person verletzt.

Update, 21.03 Uhr: Mehr als 157.500 Corona-Infizierte in Deutschland - 6054 Tote

In Deutschland sind bis Dienstagabend mehr als 157.500 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 20.15 Uhr: mehr als 156.200 Infektionen).

Mindestens 6054 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 20.15 Uhr: 5842). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Die Reproduktionszahl lag nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) mit Stand Dienstag bei 0,9. Das bedeutet, dass im Mittel jeder Infizierte eine weitere Person ansteckt.

dpa

Update, 19.29 Uhr: Nervenkrieg um Lufthansa wird härter

Der Nervenkrieg um milliardenschwere Staatshilfen für die corona-geschädigte Lufthansa wird härter.

Während am Dienstagmorgen erste Meldungen über eine angebliche Einigung die Runde machten, denkt die Führung des Dax-Konzerns laut über eine mögliche Insolvenz nach, die nach dem Vorbild der Condor in Eigenverwaltung abgewickelt werden könnte. Weiter gekommen ist hingegen die Schweizer Lufthansa-Tochter Swiss, die Medienberichten zufolge mit staatlich verbürgten Krediten in Höhe von 1,5 Milliarden Franken (1,4 Mrd Euro) rechnen kann.

Es gebe zu den Staatshilfen noch keine Einigung, verlautete am Dienstagvormittag aus der deutschen Bundesregierung. Nach weiteren dpa-Informationen wird nicht damit gerechnet, dass die Gespräche noch diese Woche mit einem Ergebnis beendet werden. Bei einem Unternehmen dieser Größe und der möglichen Höhe der Unterstützung müsse klug vorgegangen werden, hieß es.

dpa

Update, 18 Uhr - Rosenheimer Herbstfest jetzt offiziell abgesagt

Spätestens nach dem Aus fürs Münchner Oktoberfest 2020 hat es jeder schon vermutet, doch die Verantwortlichen zögerten noch - jetzt ist es offiziell bestätigt: heuer wird es kein Herbstfest in Rosenheim geben. Die Stadt hat am heutigen Dienstag einem Antrag der Veranstalter, dem "Wirtschaftlichen Verband", stattgegeben, wonach eine Verpflichtung für die Durchführung des Herbstfestes 2020 erlischt

Update, 17.44 Uhr - Insgesamt 275 Corona-Todesfälle in der Region

Dass unsere Region mit den Landkreisen Mühldorf, Altötting, Berchtesgadener Land, Traunstein und Rosenheim vom Coronavirus besonders hart getroffen wird, zeigen allein die Todeszahlen. 275 Verstorbene in Zusammenhang mit einer Infektion sind in den fünf Landkreisen zu beklagen. Das sind etwa 46,8 Prozent aller Verstorbenen in Oberbayern mit insgesamt 588 Fällen - und Oberbayern gilt bekanntlich auch bundesweit als vergleichsweise schwer betroffen.

Landkreis

Corona-Todesopfer (Stand 28. April)

Rosenheim

136

Traunstein

59

Altötting

38

Mühldorf

22

Berchtesgadener Land

20

Update, 17.13 Uhr - Badria Wasserburg in Kurzarbeit

Das Badria ist nun seit dem 17. März in Folge der Corona-Einschränkungen geschlossen. Das Badria als Geschäftsbereich der Stadtwerke Wasserburg hat nun rückwirkend zum 1. April Kurzarbeit angemeldet. Dies ist für den Öffentlichen Dienst der frühestmögliche Termin und wurde erstmalig durch die betroffenen Tarifparteien vereinbart. Die Werkleitung der Stadtwerke Wasserburg nutzt dieses Instrument, da es sowohl für die Stadtwerke in diesen schwierigen Zeiten aufgrund der Zahlung des Kurzarbeitergeldes durch die Agentur für Arbeit eine finanzielle Unterstützung darstellt als auch für die Angestellten des Badria Vorteile bringt. 

Das Vorgehen wird intensiv vom Personalrat begleitet, eine entsprechende Dienstvereinbarung wurde einvernehmlich getroffen. Dank der Aufstockung des Kurzarbeitergeldes auf 95% des Nettolohnes durch die Stadtwerke Wasserburg sind die finanziellen Auswirkungen für die Mitarbeiter äußerst gering.

Pressemitteilung Stadtwerke Wasserburg

Update, 16.45 Uhr - Rosenheimer Asylbewerberheime bleiben zwei weitere Wochen unter Quarantäne

Die am 11. April 2020 verhängte Quarantäne über die Asylbewerberunterkunft in der Karlsbader Straße muss um 14 Tage verlängert werden. Dies ist das Ergebnis der laufenden Testreihen bei den Bewohnern der Einrichtung auf das Corona-Virus. Wie berichtet leben in der Unterkunft 60 Asylbewerber. Davon waren bei der erstmaligen Verhängung der Quarantäne 17 positiv getestet. Derzeit sind es noch zwei Personen. 

Foto vom Einsatz am Asylbewerberheim an der Karlsbader Straße in Rosenheim am 11. April. Zusätzlich zur in Kraft gesetzten Quarantäne wurde die Unterkunft an jenem Tag umzäunt. 

Auch die Quarantäne über die Asylbewerberunterkunft der Regierung von Oberbayern in der Äußeren Oberaustraße mit insgesamt 200 Bewohnern muss ab heute um weitere 14 Tage verlängert werden. Waren bei der erstmaligen Verhängung der Quarantäne am 13. April 2020 zwei Bewohner positiv auf das Virus getestet, sind es aktuell 32 bei 175 Getesteten. 

„Aufgrund der bisherigen Erfahrungen mit dem Verlauf der Infektionen ist damit zu rechnen, dass im Lauf der Woche auch die Quarantäne über die Unterkunft in der Kufsteiner Straße verlängert werden muss“, so der städtische FüGK-Leiter Hans Meyrl. „Die gute Nachricht ist, dass bisher keiner der Infizierten ins Klinikum eingeliefert werden musste. Die Krankheitsverläufe sind glücklicherweise relativ glimpflich“, zeigte sich Meyrl erleichtert. 

Die medizinische Versorgung der Bewohner in den Unterkünften wird in Abstimmung zwischen den Sicherheitsdiensten vor Ort, der FüGK und niedergelassenen Ärzten zu jeder Tages- und Nachtzeit gewährleistet. „Desinfektionsmittel und Masken sind zum Schutz der nicht infizierten Bewohner in den Unterkünften in ausreichender Menge vorhanden. Allerdings nehmen die Bewohner die Masken trotz intensiver Aufklärung nur teilweise an. Auch diese Erfahrung spricht dafür, dass es richtig war, die Asylbewerberunterkünfte zu umzäunen, um das Entstehen von Infektionsketten außerhalb der Einrichtungen von Beginn an zu unterbinden", so Meyrl.

"In der Abwägung zwischen der Einschränkung der Bewegungsfreiheit der Asylbewerber und dem Gesundheitsschutz der Bevölkerung erscheint diese Maßnahme als geeignet, erforderlich und verhältnismäßig“, so Meyrl. Positiv getestete Asylbewerber, die mittlerweile symptomfrei sind, bekommen nach Vorgaben des Gesundheitsamts Rosenheim Armbändchen, die sie zum Verlassen der jeweiligen Unterkünfte berechtigen. „Diese Maßnahme hat eine positive Wirkung auf alle Bewohner der Unterkünfte, weil sie deutlich macht, dass die Quarantäne wirklich eine zeitlich befristete Maßnahme ist“, so der Leiter des städtischen Sozialamts, Christian Meixner.

Pressemitteilung Stadt Rosenheim

Update, 16.13 Uhr - Neue Zahlen und Todesfälle aus dem Landkreis Mühldorf

Nun teilt auch das Gesundheitsamt aus dem Landkreis Mühldorf zwei aktuelle Todesfälle mit. Zwei Männer im Alter von 76 und 81 Jahren, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, sind verstorben. Damit erhöht sich die Zahl der Verstorbenen auf insgesamt 22.

Die Zahl der Infizierten liegt nun bei insgesamt 475 und damit nur um sechs höher als am Montag. Vier von ihnen sind 60 Jahre alt oder jünger. Von den 475 Corona-Fällen im Landkreis Mühldorf gelten 328 wieder als genesen. 22 müssen derzeit stationär behandelt werden. 

Update, 15.45 Uhr - Neue Zahlen und Todesfälle aus dem Landkreis Traunstein

Wie das Traunsteiner Gesundheitsamt soeben mitgeteilt hat, sind seit Montag sechs neue Verstorbene mit einer Covid-19-Infektion hinzugekommen. Es sind allesamt Männer im Alter zwischen 62 und 93 Jahren. Damit sind im Landkreis Traunstein jetzt insgesamt 59 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus zu beklagen. 

Die Zahl der Infizierten steigt um 28 auf jetzt 1124. 53 Personen müssen in den Kliniken im Landkreis Traunstein momentan behandelt werden, acht davon intensivmedizinisch - vier in Trostberg und vier in Traunstein. Als geheilt gelten inzwischen mindestens 423 Personen, 37 mehr als am Montag. 

Update, 15.27 Uhr - LGL veröffentlicht neue Zahlen für Bayern

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat jetzt wieder neue Coronazahlen für Bayern veröffentlicht (Stand: 28. April, 10 Uhr). Demnach gibt es im Freistaat insgesamt nun 41.804 Infizierte. Die Zahl der Toten erhöhte sich im Vergleich zum Vortag um 72 und liegt nun insgesamt bei 1.708 Opfern. Der Regierungsbezirk Oberbayern bleibt mit 18.822 Fällen und 588 Todesfällen weiterhin mit Abstand am stärksten betroffen.

Regierungsbezirk

Fälle

+ zum Vortag

Fälle/100.000 Einwohner

Todesfälle

+ zum Vortag

Oberbayern

18.822

(+ 219)

401,65

588

(+ 19)

Niederbayern

4.222

(+ 32)

340,89

207

(+ 1)

Oberpfalz

4.638

(+ 37)

418,11

255

(+ 15)

Oberfranken

3.175

(+ 20)

297,43

151

(+ 8)

Mittelfranken

4.187

(+ 55)

236,50

189

(+ 14)

Unterfranken

3.159

(+ 16)

239,84

154

(+ 3)

Schwaben

3.601

(+ 10)

190,76

164

(+ 12)

Gesamtergebnis

41.804

(+ 389)

319,68

1.708

(+ 72)

Update, 15.06 Uhr - Erstmals seit 12. März: Kein neuer Fall im BGL

Erstmals seit dem 12. März wurden im Landkreis Berchtesgadener Land an einem Tag nun keine neuen Coronafälle gemeldet (Stand: Dienstag, 28. April, 10 Uhr). Dabei bleibt die Gesamtzahl weiterhin bei 281.

Allerdings gab es leider einen weiteren Todesfall zu beklagen. Wie das Gesundheitsamt bekannt gab, ist eine 85-jährige Frau an den Folgen der Infektion verstorben. Damit gibt es im Berchtesgadener Land insgesamt nun 20 Todesfälle. Aktuell befinden sich 60 Covid-19-Patienten in stationärer Behandlung, davon neun in intensivmedizinischer Betreuung.

Update, 14.55 Uhr - Alle Schüler sollen dieses Schuljahr nochmal in die Schule 

Bis zu den Sommerferien wird es in Deutschland wohl keinen regulären Schulunterricht mehr geben - zumindest nicht in der Form, die man bislang kannte. Kinder sollen abwechselnd in der Schule oder mit digitalen Mitteln zuhause unterrichtet werden. Nach Beratungen der Kultusministerkonferenz (KMK) sagte die Vorsitzende Stefanie Hubig (SPD) vor kurzem, die Länderminister hätten sich darauf verständigt, dass beide Lernformen eng miteinander verzahnt werden sollten. Dazu seien konkrete Empfehlungen in den einzelnen Ländern geplant.

"Es wird vor den Sommerferien kein reguläres Unterrichtsgeschehen mehr stattfinden", sagte die rheinland-pfälzische Bildungsministerin. Dies sei allein schon wegen der Abstandsregelungen zur Vermeidung einer Infektion mit dem Coronavirus nicht möglich. Aber jede Schülerin und jeder Schüler solle "vor den Sommerferien wochen- oder tageweise in die Schule zurückkommen und dort Präsenzunterricht erhalten.

Update, 14.39 Uhr - 12 neue Fälle im Raum Rosenheim

Im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes in Rosenheim wurden bis zum letzten Meldezeitpunkt (Montag, 27. April, 24 Uhr) 12 neue Coronafälle gemeldet. Dabei steigt die Gesamtzahl in Stadt und Landkreis auf 2.435. 

Mittlerweile wurde bei mindestens 966 Personen eine Genesung dokumentiert. 136 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. 291 Covid-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 46 Patienten auf einer Intensivstation

Die Pressekonferenz mit Ministerpräsident Söder

Update, 13.48 Uhr - Gottesdienste und Versammlungen werden wieder erlaubt

Das Kabinett hat beschlossen, die bisher geltenden Schutzmaßnahmen um eine Woche bis 10. Mai zu verlängern. "Der Ministerrat hat den Plänen des Gesundheitsministeriums, dass die Maßnahmen zunächst um eine Woche bis 10. Mai 2020 verlängert werden, zugestimmt", teilte die Staatskanzlei mit. Mit Wirkung zum 4 . Mai sind in Bayern Gottesdienste und Demonstrationen unter streng en Auflagen wieder erlaubt. Das gab Innenminister Joachim Herrmann (CSU) soeben bekannt. Gottesdienste dürfen demnach maximal 60 Minuten dauern, alle Gläubigen müssen Masken tragen und alle Beteiligten müssen einen Mindestabstand von zwei Metern einhalten.

Auch „Ortsfeste” und „im Freien” stattfindende Versammlungen und Demonstrationen werden wieder erlaubt. Maximal dürfen 50 Menschen daran teilnehmen. Ein Mindestabstand von 1,5 Metern ist einzuhalten. Zudem soll bis auf weiteres pro Kommune nur eine einzige Veranstaltung pro Tag genehmigt werden. „Die Kreisverwaltungsbehörden sollen entsprechende Einzelfall-Abwägungen treffen”, sagte Herrmann.

Update, 13.43 Uhr - Söder: „Zweite Welle wird irgendwann kommen”

Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) informierte anschließend über das Konzept, wie die Schülerbeförderung unter Einhaltung aller Schutz- und Hygieneregeln gewährleistet werden soll. Man werde nach und nach alles wieder „hochfahren”, bis Mitte Mai soll alles wieder regulär laufen. In München bestünden dabei die „größten Herausforderungen”, so die Ministerin. Ein wichtiges Element ist dabei die bereits bestehende Maskenpflicht, die unbedingt befolgt werden müsse, hieß es.

Auch Söder hatte zuvor klar gemacht: „Wir müssen weiter einen klugen Weg finden, um dieses Coronavirus zu besiegen.” Der Ministerpräsident fügte an: „Eine zweite Welle wird irgendwann kommen. Wann und wie, weiß jedoch keiner.” Deswegen sei „bayerische Vorsicht” besser als ein „unüberlegtes Stolpern”, so Söder. Die nächsten Wochen würde eine Frage der „Balance”, ganz nach dem Motto: „So viel Normalität wie möglich, aber auch so viel Sicherheit, dass wir sicherstellen, dass wir keinen Rückfall erleiden.”

Update, 13.37 Uhr - Piazolo: „Es wird bis Sommer keine Normalität an Schulen geben”

Unser Bestreben ist es, so schnell wie möglich wieder Betrieb zu bekommen”, betonte Kultusminister Michael Piazolo (FW). Am Montag sei mit den Abschlussklassen ein erster Schritt getan worden. Alles sei „gut organisiert”, der Infektionsschutz sei stets sichergestellt gewesen. „Es war wichtig, nicht einfach mit einem Plan rauszugehen, sondern diesen vorher mit allen Beteiligten zu besprechen”, sagte der Kultusminister und lobte die Schulen für die „hervorragende Vorbereitung.”

Piazolo stellte jedoch klar: „Es wird bis Sommer keine Normalität an den Schulen geben, so wie wir sie kennen.” Man werde Klassen verkleinern, sich auf Kernfächer konzentrieren und auch nur auf weniger Lehrkräfte, die teilweise zu Risikogruppen gehören, zurückgreifen können, hieß es. 

Im nächsten Schritt sollen ab 11. Mai die Klassen des kommenden Abschlussjahrganges und die Viertklässler der Grundschule in ihre Einrichtungen zurückkehren. Wenn nach und nach dann der Betrieb weiter hochgefahren wird, soll das mit einem „Dreiklang” funktionieren - und zwar aus einer „gut abgestimmten” Kombination aus Präsenzunterricht, Lernen zuhause und Notfallbetreuung. „Auch die Kleineren sollen wieder in die Schulen gebracht werden - und das in einem überschaubaren Zeitrahmen”, sagte Piazolo abschließend.

Kultusminister Michael Piazolo

Update, 13.23 Uhr - Wie geht es mit Gastronomie und Hotels weiter?

Am Morgen hatte Österreich bekannt gegeben, dass Gastronomie Mitte Mai und Hotellerie Ende Mai wieder geöffnet werden sollen. Versprechen konnte Söder für bayerische Betriebe hierzu noch nichts, sagte aber: „Wenn man sich die Zeitachsen so ansieht, liegen wir beim Verlauf immer so etwa zwei Wochen hinter Österreich.”

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) betonte in diesem Zusammenhang: „Wir können weitere Branchen nur dann öffnen, wenn wir sicher sein können, dass wir alle Schutz- und Hygienemaßnahmen einhalten können.”

Update, 13.16 Uhr - Flexibler „Mai-Fahrplan” mit „regionalen Unterschieden”

Über das weitere Vorgehen und weitere Maßnahmen soll nun flexibel nachgedacht werden. Am Donnerstag sollen bei der Konferenz der Ministerpräsidenten die nächsten Schritte diskutiert werden. Nächste Woche soll dann „ein Fahrplan für den Mai” entwickelt werden. Söder stellte bezüglich Lockerungen jedoch klar: „Wenn es besser wird, kann es schneller gehen. Wenn es schlechter wird, kann es jedoch langsamer gehen. Es kann auch sein, dass es regionale Unterschiede geben wird.”

Zudem habe die Staatsregierung umgehend auf das Gerichtsurteil bezüglich der umstrittenen 800-Quadrameter-Regel reagiert. Ab sofort dürfen in Bayern alle Geschäfte im Freistaat wieder öffnen, größere Läden allerdings eben nur maximal 800 Quadratmeter ihrer Verkaufsfläche. Für jeden Kunden ist dabei eine Fläche von 20 Quadratmetern zu berechnen, hieß es. „De facto hat der komplette Handel damit wieder geöffnet”, so Söder.

Update, 13.07 Uhr - Söder: „Gestern wurde ein großer Schritt gemacht”

Ministerpräsident Markus Söder hat sich am Mittag nach der Kabinettssitzung der bayerischen Staatsregierung erneut an die Öffentlichkeit gewandt. „Wir sind mit dem bisherigen Weg gut gefahren und werden diesen auch behutsam so fortsetzen”, sagte der CSU-Politiker in München.

Die ersten Erfahrungen mit dem Lockerungen seien positiv, betonte der Ministerpräsident: „Gestern wurde ein großer Schritt gemacht. 80 Prozent der Geschäfte haben wieder geöffnet und die Schulen haben teilweise wieder geöffnet. Die Menschen halten sich unseren Erkenntnissen zufolge dabei bislang gut an die Auflagen.”

Update, 12.44 Uhr - In Kürze live: Söder-PK um 13 Uhr

Am Dienstagvormittag, 28. April, tritt erneut das bayerische Kabinett zusammen. Dort soll es dann vor allem um eine mögliche Aufhebung der Gottesdienst-Verbote und um das Versammlungsrecht gehen. 

Für 13 Uhr ist eine weitere Pressekonferenz mit Ministerpräsident Markus Söder, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, Innenminister Joachim Herrmann, Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo und Verkehrsministerin Kerstin Schreyer angekündigt.

Update, 12.37 Uhr - Josefi-Bock vom Raublinger Starkbierfest wird jetzt Desinfektionsmittel

Seit Ende März stellt die Edelobstbrennerei Stettner in Zusammenarbeit mit der Heilig-Geist Apotheke in Rosenheim Desinfektionsmittel her. "Jedoch werden die 'brennbaren Rohstoffe' knapp, welche die Brennerei zum Destillieren benötigt, um mit dem daraus gewonnenen Alkohol desinfizierende Mittel herzustellen", soo Franz Stettner junior gegenüber rosenheim24.de. 

So hat sich die Brennerei etwas einfallen lassen müssen, um wieder an solche Rohstoffe zu kommen. Den ganzen Artikel lese Ihr hier.

Update, 12.07 Uhr - Mehr Pleiten im März

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Bayern ist im März deutlich angestiegen. Das Landesamt für Statistik in Fürth meldete am Dienstag einen Zuwachs von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat bei den Insolvenzanträgen.

Die Zahl ist mit 249 zwar noch überschaubar, ein Sprecher des Landesamts sagte allerdings, die Höhe des Anstiegs sei ungewöhnlich stark. Zudem hat sich die Zahl der von den Insolvenzen betroffenen Arbeitnehmer mehr als verdreifacht. Sie lag im März bei 2727.

Der Anstieg ist dem Landesamt zufolge ein erstes Anzeichen für eine Trendwende bei den Insolvenzen. Im gesamten ersten Quartal war die Zahl der Anmeldungen von Unternehmen und Privatpersonen nämlich noch um 7,5 Prozent gesunken. Ob die steigende Zahl der Insolvenzen bereits mit der im März aufziehenden Corona-Krise zu tun hat, lässt sich aus den Daten nicht ablesen.

Update, 11.38 Uhr - Corona-Ermittlungen in Tirol: Viele Deutsche melden sich als Opfer

Mehr als 250 deutsche Urlauber haben sich einem Ermittlungsverfahren zur Ausbreitung des Coronavirus in Tirol angeschlossen. "Bislang haben 285 Personen aus mehreren Ländern erklärt, sich als Opfer dem Verfahren anzuschließen - etwa 90 Prozent davon kommen aus Deutschland", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Innsbruck, Hansjörg Mayr, gegenüber Focus Online. Die Behörde ermittelt derzeit wegen "Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten".

Vor allem im Wintersportort Ischgl sollen sich viele Menschen aus verschiedenen Ländern mit dem Virus infiziert haben. Dem Land und der Tourismusbranche wird vorgeworfen, nicht schnell genug auf die Ausbreitung reagiert und zu spät den Skibetrieb gestoppt zu haben. Vor allem bei den vielen Après-Ski-Partys dürfte das Ansteckungsrisiko hoch gewesen sein.

Der österreichische Verbraucherschützer Peter Kolba sammelt seit einigen Wochen Zuschriften von Touristen, die sich ihrer Ansicht nach in Tirol angesteckt haben. Insgesamt erhielt er rund 5000 Zuschriften, rund 70 Prozent davon aus Deutschland. Kolbas Verbraucherschutzverein strebt nach Abschluss der strafrechtlichen Ermittlungen einen Zivilprozess an und will für die Betroffenen Schadenersatz in Millionenhöhe erstreiten.

Update, 11.06 Uhr - Braucht man bald ein "Ticket" für Geschäft oder Fußgängerzone?

Beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) wird intensiv darüber nachgedacht, wie man die Wirtschaft in Coronazeiten schneller als bislang hochfahren könnte. Laut dem Redaktionsnetzwerk Deutschland wurde jetzt vom Verband auch eine digitale Lösung ins Spiel gebracht. Demnach wird unter anderem vorgeschlagen, den Eintritt in Geschäfte, Lokale und/oder auch Fußgängerzonen über Ticketsysteme einzugrenzen.

Diese “Tickets” sollen über Apps bezogen werden können. Die genaue Ausgestaltung und Umsetzung ist noch völlig unklar. Aber eines scheint klar: “Digitale Lösungen helfen, im Alltag Abstand zu halten, ohne zu Hause bleiben zu müssen”, heißt es in dem Papier, das dem Redaktionsnetzwerk vorliegt, wörtlich. Kundenströme sollen so entzerrt und die Ansteckungsgefahr mit Corona minimiert werden.

Update, 10.35 Uhr - Gesundheitsämter sollen lokal gezielt gestärkt werden

Wieler betonte, dass das RKI im Infektionsverlauf stets mehrere Faktoren exakt im Blick behalte. Neben dem sogenannten Reproduktionsfaktor (R-Faktor), der laut Wieler vor allem etwas „über die Dynamik der Pandemie” aussagt, sind auch die täglichen Neu-Infizierungen eine ganz wichtige Komponente. In den letzten Tagen sind die neuen Infektionen pro Tag von rund 2000 auf etwas knapp über 1000 gesunken.

„Diese Zahl ist sehr wichtig. Wenn wir hier unter einer bestimmten Zahl sind, kann es den Gesundheitsämtern gelingen, alle Infektionsketten genau nachzuverfolgen und zu beenden”, betonte Wieler und schätzte diesen Wert auf Nachfrage von Journalisten auf rund 1000. Manche Gesundheitsämter seien jedoch leistungsfähiger als andere, deswegen könne es regionale Unterschiede geben, hieß es. „Es gibt auch komplexe Ausbrüche, wo man dann gleich mal zehn oder 20 Ausbrüche nachvollziehen muss”, sagte Wieler. Deswegen sollen die Gesundheitsämter genau in diesen Bereichen lokal gezielt gestärkt werden.

Update, 10.22 Uhr - RKI: „Erfolg muss unbedingt verteidigt werden!”

Die Sterberate in Deutschland liegt aktuell bei 3,8 Prozent (5913 Todesfälle). Die „hohe Zahl an Todesfällen” machte Wieler an den Ausbrüchen in Alten- und Pflegeheimen sowie in Krankenhäusern fest. Hier würden sich eben genau die Risikogruppen aufhalten, hieß es. Dennoch sei man im Vergleich zu anderen Ländern vergleichsweise noch sehr gut dran, was den frühzeitig eingeleiteten Maßnahmen zu verdanken sei. „Diese hätten nicht gegriffen, wenn sich nicht alle Bürger in Deutschland so toll dran gehalten hätten”, sagte Wieler.

Der Erfolg müsse jedoch unbedingt verteidigt werden, betonte der RKI-Präsident: „Wir wollen nicht, dass die Fallzahlen wieder ansteigen, dass es wieder mehr Tote gibt oder gar das Gesundheitssystem überlastet wird!” Im Vergleich zu anderen Ländern ist Deutschland übrigens bislang gut davongekommen. In den USA gibt es nun rund 966.000 Fälle (55.000 Tote, Sterberate 5,7 Prozent), in Spanien 210.000 Fälle (23.000 Tote, Sterberate 11,1 Prozent) und in Großbritannien rund 153.000 Infizierte (20.000 Tote, Sterberate 13,6 Prozent). 

Update, 10.11 Uhr - „Aktuell keine Engpässe in den Krankenhäusern”

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat soeben neue Coronazahlen vorgelegt. In Deutschland wurden mit Stand Dienstag, 0 Uhr, 156.337 Fälle registriert. Es wurden bislang 5913 Todesfälle registriert. Die Zahl der Genesenen liegt bei rund 117.400. Die Reproduktionszahl beträgt derzeit 1,0.

„Wir haben keine Engpässe in den Krankenhäusern, auch nicht bei den Intensivbetten. (…) Im Vergleich zu anderen Ländern sehen unsere Zahlen momentan ganz gut aus”, sagte Prof. Dr. Lothar Wieler, Präsident des RKI.

Update, 9.36 Uhr - Robert-Koch-Institut informiert um 10 Uhr auf Pressekonferenz

Um 10 Uhr gibt es eine weitere Pressekonferenz. Dann informiert wieder das Robert-Koch-Institut (RKI) über die aktuelle Lage zu den Coronazahlen in Deutschland. Beim Medienbriefing spricht Prof. Dr. Lothar Wieler (Präsident RKI).

Vor allem dürfte es dabei um die wieder gestiegene Reproduktionszahl gehen und was dies möglicherweise für Auswirkungen auf etwaige weitere Lockerungen haben kann. Zuletzt wurde der Wert wieder auf 1,0 geschätzt - dies bedeutet, dass ein Infizierter im Schnitt einen weiteren Menschen ansteckt. Vor kurzem hatte die Zahl mit 0,8 bereits deutlicher darunter gelegen.

rosenheim24.de berichtet von der Pressekonferenz ab 10 Uhr live!

Update, 9.21 Uhr - Weitere Söder-Pressekonferenz um 13 Uhr

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat weitere Corona-Lockerungen in Aussicht gestellt. Am Montag kündigte er Maßnahmen für Schulen, Kindergärten, Pflegeheime, Handel und Gastronomie an. Auch die umstrittene “800-Quadratmeter-Regel” wurde nach einem Gerichtsurteil gekippt. 

Am Dienstagvormittag, 28. April, tritt erneut das bayerische Kabinett zusammen. Dort soll es dann vor allem um eine mögliche Aufhebung der Gottesdienst-Verbote und um das Versammlungsrecht gehen. Für 13 Uhr ist eine weitere Pressekonferenz angekündigt.

rosenheim24.de berichtet von der Pressekonferenz natürlich wieder live!

Update, 9.04 Uhr - Hotels dürfen in Österreich ab 29. Mai wieder öffnen

Anfang Mai dürfen laut österreichischem Exit-Fahrplan alle Geschäfte sowie viele Dienstleister wie Friseure wieder öffnen. Bereits am 15. Mai dürfen Gastronomiebetriebe mit neuen Regeln wieder ihre Türen öffnen. Tourismusministerin Köstinger erklärte, dass dann maximal vier Erwachsene pro Tisch Platz nehmen dürften und zwischen den einzelnen Tischgruppen ein Mindestabstand von einem Meter einzuhalten sei. Eine freie Platzwahl sei nicht möglich; die Menschen sollten ihre Tische unbedingt reservieren. Das Personal mit Gästekontakt müsse bei der Arbeit einen Mundschutz tragen.

Hotels und andere Beherbergungsbetriebe dürfen aufgrund der Erfolge bei der Eindämmung der Corona-Krise ab 29. Mai wieder öffnen. "Die gesamte Branche hat eine Vollbremsung hingelegt. Für Betriebe waren die letzten Wochen extrem schwierig, in vielen Fällen natürlich existenzbedrohend", sagte Köstinger. Die aktuelle Entwicklung gebe aber die Möglichkeit zum Neustart. Dabei habe die Alpenrepublik stets den Anspruch, die Gastfreundschaft Österreichs mit größtmöglichem Schutz für Gäste und Mitarbeiter zu gewährleisten. Unklar ist noch, wann der für Österreich so wichtige Tourismus wieder beginnen kann.

Update, 8.52 Uhr - Österreich hebt Ausgangsbeschränkungen auf

Österreich hebt angesichts der günstigen Entwicklungen in der Corona-Krise nach fast sieben Wochen die Ausgangsbeschränkungen auf. Dies teilte Gesundheitsminister Rudolf Anschober am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Wien mit.

"Wir können die Ausgangsbeschränkungen auslaufen lassen, wir brauchen sie nicht fortzusetzen", sagte er. Ab dem 1. Mai sei lediglich ein Mindestabstand von einem Meter zu Menschen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, nötig. Außerdem sollen sich nur maximal zehn Personen im öffentlichen Raum versammeln. Allerdings sei es sehr verfrüht zu glauben, die Krise sei schon vorbei. "Wir können jederzeit Stopp sagen." Es gelte, eine zweite Erkrankungswelle zu vermeiden.

Hintergrund der Lockerung ist laut Anschober ein Rückgang der Infektionszahlen. So sei die Reproduktionszahl zuletzt erstmals unter 0,6 gelegen (nämlich bei 0,59). "Der ganz große Blumenstrauß an die Bevölkerung, die das ermöglicht hat", so Anschober. Aber es komme weiterhin auf jeden einzelnen an: "Es ist leider noch nicht vorbei."

Update, 8.23 Uhr - Ansteckungsrate laut RKI in Deutschland wieder gestiegen

In Deutschland ist die Zahl der Infektionen um 1144 auf 156.337 gestiegen, wie das Robert Koch-Institut mitteilt. Die Zahl der Covid-19-Todesfälle legt um 163 auf 5913 zu. 

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts hat sich die Corona-Ansteckungsrate wieder erhöht. Die Reproduktionsrate liege nun bei 1,0. Laut Experten muss der Wert jedoch niedriger sein, um die Pandemie eindämmen zu können. Anfang März lag die wichtige Kennziffer noch bei drei, am 8. April bei 1,3, in den vergangenen Tagen bei 0,9 - jeweils mit einer gewissen Schwankungsbreite. Die Kennzahl gibt an, wie viele Menschen eine erkrankte Person im Durchschnitt infiziert.

In Bayern sind 336 neue Fälle erfasst worden, das ergibt eine Gesamt-Infektionszahl von 41.406 Fällen. Auch die Todesfälle im Freistaat sind erneut gestiegen. Laut RKI sind nun 1681 Menschen verstorben, ein Plus von 60.

Bundesland

Anzahl

Differenz zum Vortag

Fälle/ 100.000 Einw.

Todesfälle

Baden-Württem­berg

31.196

+153

282

1.269

Bayern

41.406

+336

317

1.681

Berlin

5.669

+31

151

127

Brandenburg

2.747

+26

109

106

Bremen

759

+5

111

27

Hamburg

4.505

+30

245

142

Hessen

8.026

+47

128

333

Mecklenburg-

Vor­pommern

675

+1

42

17

Niedersachsen

9.926

+79

124

394

Nordrhein-West­falen

32.184

+305

179

1.171

Rhein­land-Pfalz

5.928

+49

145

157

Saarland

2.509

+6

253

123

Sachsen

4.490

+32

110

148

Sachsen-Anhalt

1.520

+5

69

39

Schles­wig-Holstein

2.653

+15

92

101

Thüringen

2.144

+24

100

78

Gesamt

156.337

+1.144

188

5.913

Update, 7.51 Uhr - Weiterer Todesfall im Kreis Altötting

Bislang wurden im Landkreis Altötting 575 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen. 337 Personen sind bislang von der Erkrankung an Covid-19 wieder genesen, so das Landratsamt Altötting auf seiner Homepage.

Bei den vier neuen Fällen handelt es sich laut Angaben des Altöttinger Landratsamtes um drei Frauen aus Burgkirchen, Garching und Töging. Zudem wurde ein Mann aus Garching positiv getestet. 38 Personen sind bisher im Kreis Altötting an der Erkrankung verstorben, das entspricht einer Steigerung um einen Todesfall.

Update, 7.32 Uhr - Gottesdienst und Demos: Kabinett beschließt Corona-Lockerungen

Das wegen der Corona-Pandemie seit Wochen geltende Verbot für öffentliche Gottesdienste und Demonstrationen wird aufgehoben. Das Kabinett will am Dienstag (10 Uhr) in seiner Sitzung in München die schon von der Staatsregierung angekündigten Lockerungen ab dem 4. Mai formell beschließen. Unter strengen Auflagen wie Mindestabständen zwischen den Kirchgängern und Personenobergrenzen sollen dann wieder alle Religionsgemeinschaften Gottesdienste mit Besuchern anbieten können. Bisher war dies nur ohne Besucher per Übertragungen im Internet oder Fernsehen möglich.

Darüber hinaus wird bei der Sitzung auch ein erstes Fazit der seit diesem Montag geltenden Maskenpflicht sowie des gestarteten Schulunterrichts für Abschlussklassen gezogen. In Bayern waren in den vergangenen Tagen die Neuinfektionen schrittweise zurückgegangen. Auch die am Montagabend angekündigte Öffnung großer Geschäfte in Bayern wird thematisiert. Nach einer Rüge des Verwaltungsgerichtshofs dürfen sie ab sofort wieder ihre Pforten öffnen, wenn sie ihre Verkaufsfläche auf 800 Quadratmeter beschränken.

Eine Kundin wählt in einem Lebensmittelgeschäft Gemüse aus und trägt eine Maske als Mund- und Nasenschutz. In Rosenheim gilt wegen der Corona-Pandemie bereits seit Mittwoch eine Maskenpflicht. Wer ein Geschäft besucht oder den Nahverkehr nutzt, muss in Stadt und Landkreis Mund und Nase verhüllen.

Update, 7.09 Uhr - Asylbewerber stirbt an Covid-19 in Oberbayern

Ein Asylbewerber aus einer oberbayerischen Gemeinschaftsunterkunft ist nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Der 35 Jahre alte Mann aus Afghanistan starb im Krankenhaus, wie die Regierung von Oberbayern am Montag mitteilte. Er hatte am 3. April über Fieber und Kopfschmerzen geklagt, eine Woche später lag das positive Testergebnis vor. Am 10. April kam er mit der Lungenkrankheit Covid-19 ins Krankenhaus.

Von den im Regierungsbezirk Oberbayern derzeit insgesamt knapp 30.000 Asylbewerberinnen und Asylbewerberinnen sind 299 Personen aktuell mit dem Corona-Virus infiziert, 42 weitere Personen zwischenzeitlich wieder genesen. Die Regierung von Oberbayern ist stets bemüht, den Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohnern in den Unterkünften Rechnung zu tragen und bedauert zutiefst diesen Todesfall, heißt es in der Mitteilung abschließend.

Update, 6.38 Uhr - Virologe Drosten bekommt Morddrohungen

Der in der Corona-Krise häufig in den Medien präsente Virologe Christian Drosten wird nach eigenen Angaben mit dem Tod bedroht. Für viele Deutsche sei er der Böse, der die Wirtschaft lahmlege, sagte der Wissenschaftler von der Berliner Charité in einem Interview der britischen Zeitung "Guardian", über das mehrere Medien berichten. 

Er leite die Drohungen an die Polizei weiter. Nachts wach hielten ihn allerdings vielmehr die E-Mails von Eltern, die ihm von ihren Sorgen vor der Zukunft berichteten. Der Experte für Coronaviren hatte schon vor einiger Zeit in seinem NDR-Podcast berichtet, dass er Hassbotschaften bekomme.

Vorbericht

Die Rückkehr aus den Corona-Beschränkungen zur Normalität wird noch lange dauern. Bei der Videokonferenz der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten am Donnerstag (30. April) sind noch keine großen Entscheidungen zu erwarten. Das macht die Regierung vorab deutlich. 

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird sich am Donnerstag erneut mit den Ministerpräsidenten der Länder zusammenschalten. Es deuten sich sogar neue Reglementierungen an. So hält Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) auch im Fernverkehr der Deutschen Bahn eine Maskenpflicht für angeraten - im Nahverkehr gilt sie seit dem Montag in fast allen Bundesländern. Auch für Urlaubsreisen in diesen Sommer gibt es noch kein grünes Licht.

BUNDESREGIERUNG DÄMPFT HOFFNUNG AUF RASCHE NEUE LOCKERUNGEN

Bundesregierung und Länderregierungschefs haben die Erwartung an weitreichende neue Lockerungen der Corona-Beschränkungen in der Bund-Länder-Schalte an diesem Donnerstag gedämpft. "An diesem 30. April wird es wichtige vorbereitende Beratungen und sehr begrenzte Beschlüsse geben", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag nach einer Sitzung des Corona-Kabinetts in Berlin. Seibert sagte, die bevorstehenden Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder kämen zu früh, um die Auswirkungen der zuletzt beschlossenen Öffnungen etwa von Geschäften bis zu 800 Quadratmetern beurteilen zu können.

KEIN BALDIGES ENDE DER CORONA-REISEWARNUNGEN

In der Corona-Krise ist bei denaktuellen Reisewarnungen und Beschränkungen im grenzüberschreitenden Verkehr nicht mit einem schnellen Ende zu rechnen. Das Auswärtige Amt strebe bei Gesprächen in Brüssel mit den EU-Partnern aber an, gemeinsame Kriterien dafür zu entwickeln, wann der Reiseverkehr und der Verkehr insgesamt wieder aufgenommen werden könne, sagte ein Sprecher in Berlin. Nach einer Videokonferenz der EU-Tourismusbeauftragten am Montag hieß es, man suche eine gemeinsame Linie, um Urlaubsreisen in Europa wieder zu ermöglichen. "Wir brauchen jetzt eine Strategie für einen gemeinsamen Neustart des Tourismussektors in der EU", betonte der Beauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß.

mh/mw

Quelle: rosenheim24.de

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