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Ab 11. Oktober (fast) keine kostenlosen Corona-Tests mehr

Wer zahlen muss, für wen sie kostenlos bleiben - und wo man sich noch testen lassen kann

Bei einer Frau wird ein Corona-Test durchgeführt.
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Bei einer Frau wird ein Corona-Test durchgeführt.

München/Landkreis - Ab Montag (11. Oktober) müssen Corona-Test in vielen Fällen selbst bezahlt werden. Kostenlose Bürgertests gehören damit der Vergangenheit an. Wer in Zukunft wie tief in die Tasche greifen muss und wer sich nach wie vor kostenlos testen lassen darf - OVB24.de hat die Fakten zusammengefasst.

Lange war es angekündigt, am 11. Oktober ist es soweit: Kostenlose Schnelltests gehören künftig der Vergangenheit an. Wer also bei den derzeitigen Inzidenzen in ein Restaurant, ins Kino, Fitnessstudio oder zum Friseur möchte und NICHT geimpft oder genesen ist, muss diese Tests selbst bezahlen. Da inzwischen kostenlose Impfungen für alle möglich sind, sei eine dauerhafte Übernahme der Test-Kosten durch die Steuerzahler nicht länger nötig, so die Begründung. Doch was heißt das im Klartext?

Wer muss künftig für Tests bezahlen?

Wenn die Inzidenz in einem Landkreis über 35 ist, müssen alle, die nicht geimpft sind einen negativen Test nachweisen. Im Grund fällt die kostenfreie, symptomlose Testung auf Wunsch weg. Dies gilt für den Besuch von Restaurants, Kinos, Fitnessstudios, Museen, beim Friseur oder der Kosmetik, bei Sportveranstaltungen im Innenbereich, in Hochschulen, Zoos, Thermen und Hallenbädern, Indoorspielplätzen usw. Auch wer in Bars und Clubs wieder ohne Abstand und Masken feiern will, muss entweder geimpft oder genesen sein oder einen negativen PCR-Test vorweisen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf.

Für sie gelten Ausnahmen:

  • Kinder unter 12 Jahren, sowie Kinder die erst in den letzten drei Monaten 12 geworden sind
  • Kinder von 12 bis 17 Jahren, sowie Schwangere und Stillende dürfen noch bis 31. Dezember mindestens einen kostenlosen Test pro Woche machen. Grund ist, dass für sie erst seit kürzerer Zeit eine allgemeine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) vorliegt
  • Menschen die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können
  • Studenten aus dem Ausland, die mit einem Impfstoff geimpft sind, der in Deutschland nicht zugelassen ist
  • Menschen, die ihre Quarantäne nach einer Corona-Infektion beenden wollen und dafür einen Test benötigen
  • Besucher und Beschäftigte von Pflege- und Behinderteneinrichtungen

Wichtig: Für diese Ausnahmen wird ein Nachweis benötigt. Schüler müssen ihren Schülerausweis vorzeigen, Kinder einen amtlichen Nachweis (z.B. Reisepass), Schwangere zeigen ihren Mutterpass vor, Personen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können, brauchen ein ärztliches Attest.

Wer hat weiter Anspruch auf einen kostenlose PCR-Test?

  • Personen mit Corona-Symptomen (Test durch Hausarzt)
  • Personen, die einen Test zur Aufnahme in eine bestimmte Einrichtung benötigen
  • Kontaktpersonen auf Anordnung des Gesundheitsamtes oder nach Warnhinweis in der Corona-Warn-App 
  • Personen mit positivem Schnelltest- oder Poolingtest-Ergebnis, die bis zum Erhalt des PCR-Ergebnisses in Quarantäne bleiben müssen
  • Beschäftigte, Bewohner sowie Besucher von bestimmten Einrichtungen, wenn dort ein positiver Fall festgestellt wurde (auf explizite Anordnung durch die Einrichtungsleitung oder dem Gesundheitsamt)
  • Beschäftigte, die nicht geimpft sind und nicht ausschließlich im Homeoffice arbeiten, haben weiterhin Anspruch auf mindestens zwei kostenlosen PCR-, Selbst- oder Schnelltests pro Woche. Die Kosten muss der Arbeitgeber übernehmen.

Wo kann ich mich künftig noch testen lassen und was kosten die Tests?

Die kommunalen Testzentren bieten ab Montag (11. Oktober) nur noch kostenlose Tests für die oben genannten Personengruppen an. Das gilt auch für die Teststraße auf der Rosenheimer Loretowiese.

Die Preise für die Tests an sich variieren ansonsten je nach Standort und Anbieter. Das BRK in Rosenheim verlangt für einen Antigen-Schnelltest künftig 11,50 Euro. Bezahlt werden kann bar oder vorab online, zum Beispiel via Sofortüberweisung, Kreditkarte, Paypal. Eine Kartenzahlung vor Ort ist geplant. Vier Teststationen fallen hier künftig weg.

Das Testzentrum im Kreishallenbad in Neuötting bietet ab 11. Oktober nur noch Corona-Tests für Personen an, die weiterhin kostenlos getestet werden dürfen (siehe Infokasten oben). Kostenpflichtige Schnell- oder auch PCR-Tests werden nicht mehr durchgeführt.

Auch im Landkreis Mühldorf a. Inn dürfen im kommunalen Testzentrum am Volkfestplatz in Mühldorf ab 11. Oktober keine kosten nur noch diejenigen Personen einen kostenfreien PCR-Test bekommen, die unter die oben genannten Personengruppen fallen. Alle anderen müssen Tests bei privaten Anbietern, der DLRG oder Apotheken durchführen lassen. Eine Übersicht der Teststationen gibt es hier.

Der Landkreis Berchtesgadener Land bietet kostenlose Testungen in den kommunalen Teststationen nur noch für die oben genannte Personengruppe an. Wer also einen PCR-Test für den Urlaub oder den Club braucht (sogenannte symptomlose Testung auf Wunsch) muss beim Hausarzt vorstellig werden. Das BRK im Berchtesgadener Land führt selbst ab 11. Oktober im Landkreis keine Corona-Tests mehr durch.

Im Landkreis Traunstein führen Malteser und BRK kostenpflichtige PCR-Tests durch. Eine Übersicht über die Testzentren findet man hier.

Generell gilt: Private Anbieter und einige Apotheken führen kostenpflichtige Antigen-Schnelltests weiterhin durch. Hier wird man zwischen 15-20 Euro bezahlen müssen. Wesentlich teurer sind PCR-Tests: hier wird der Preis nicht unter 65-80 Euro liegen.

Seid Ihr betroffen?

Seit kurzem können Veranstalter und Gastronomen auch die 3G-Plus Regel anwenden. Das bedeutet: keine Maskenpflicht mehr, keine Abstandsregeln, keine Personenobergrenze und auch Alkohol darf wieder ausgeschenkt werden (z.B. bei Fußballspielen oder im Eisstadion). Voraussetzung: Zutritt haben nur Geimpfte, Genesene und Getestete, die einen negativen PCR-Test vorweisen können. Die Dehoga und auch einige Gastronomen zeigten sich begeistert (Plus-Artikel). Immerhin ist die Mehrheit der Deutschen geimpft. Doch manche müssen hier künftig tief in dien Tasche greifen. Schickt uns Eure Meinung an leserbriefe@ovb24.de (Kennwort: „Kostenpflichtige Tests“ im Betreff). Bitte sendet uns neben Euren Zeilen auch unbedingt Euren Namen und Euren Wohnort - und am besten auch ein Foto von Euch. Die Redaktion veröffentlicht Eure Leserbriefe samt kompletten Namen und Wohnort anschließend in einem Artikel.

Anm. der Red.: Die Redaktion behält sich vor, Zuschriften entsprechend zu kürzen oder die Veröffentlichung gegebenenfalls ohne Angabe von Gründen zu verweigern.

si

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