News-Ticker zur Corona-Pandemie

Sieben Neuinfektionen im Landkreis Altötting - 49 neue Corona-Fälle im Berchtesgadener Land

Corona Teströhrchen Symbolbild
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Coronavirus (Symbolbild).

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt nunmehr seit neun Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Samstag (24. Oktober) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:


  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 132,2, Landkreis Rosenheim 103,3, Landkreis Traunstein 68,8, Landkreis Berchtesgadener Land 256,8, Landkreis Mühldorf 107,9, Landkreis Altötting 41,2 (Quelle/Stand: RKI, 24. Oktober, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 908, Landkreis Rosenheim 3151, Traunstein 1681, Berchtesgadener Land 919, Mühldorf 913, Altötting 816 (Quelle/Stand: RKI, 24. Oktober, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 23, Landkreis Rosenheim 202, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 26, Mühldorf 27, Altötting 57 (Quelle/Stand: RKI, 24. Oktober, 0 Uhr)
  • Mindestens 10.003 Todesfälle in Deutschland (2726 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:


Update, 19.25 Uhr - Sieben Neuinfektionen im Landkreis Altötting

Aus dem Landkreis Altötting werden unterdessen sieben Neuinfektionen gemeldet. Bei fünf Personen handelt es sich dabei um Reiserückkehrer aus Risikogebieten.

„Sollte der Landkreis Altötting morgen den 7-Tages-Inzidenzwert von 50 überschreiten, werden wir eine Pressemitteilung mit den dann geltenden Maßnahmen veröffentlichen“, so das Landratsamt Altötting in einer Pressemitteilung.

Update, 17.47 Uhr - Erneut Rekordwerte aus Österreich gemeldet

Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen hat in Österreich kurz vor der Einführung strikterer Maßnahmen erneut einen Rekordwert erreicht. 3614 Fälle wurden am Samstag innerhalb von 24 Stunden gemeldet, nach 2571 am Tag davor, wie das Innen- und das Gesundheitsministerium mitteilten. Die Zahl neu gemeldeter Fälle binnen sieben Tagen stieg auf 172,1 pro 100.000 Einwohner. Zum Vergleich: In Deutschland liegt dieser Wert nach Angaben des Robert Koch-Instituts zurzeit bei 68,4.

Besonders betroffen sind die an Deutschland grenzenden österreichischen Bundesländer Salzburg, Tirol und Vorarlberg. Ab Sonntag wird unter anderem die Höchstzahl der erlaubten Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei privaten Anlässen drinnen auf sechs, draußen auf zwölf beschränkt. Die Maskenpflicht im öffentlichen Raum wird ausgeweitet. Bei Großveranstaltungen dürfen dann drinnen nur noch 1000, draußen 1500 Menschen zusammenkommen.

Update, 15.57 Uhr - 49 neue Corona-Fälle im Berchtesgadener Land

Wie das Landratsamt Berchtesgadener Land berichtet, wurden im Landkreis 49 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Fünf Personen davon befanden sich bereits in häuslicher Isolation, da sie als Kontaktpersonen galten. Aktuell befinden sich insgesamt 731 Personen landkreisweit in Quarantäne.

Zehn Covid-19-Patienten werden derzeit in den Kliniken im Berchtesgadener Land stationär behandelt, zwei davon auf der Intensivstation.

Update, 14.40 Uhr - 400 Künstler fordern bei Demo in München mehr Corona-Hilfen

Mehrere hundert Künstler haben wegen coronabedingter Existenzangst bei einer Kundgebung in München mehr Hilfen von der Politik verlangt. Unter dem Motto „Aufstehen für die Kultur“ machten sie am Samstag ihrer Not bei der Demonstration auf dem Königsplatz im Herzen des Münchner Kunstareals Luft, dem Museumsviertel der Landeshauptstadt. Die Polizei zählte gut 400 Teilnehmer. Ähnliche Kundgebungen waren in Hamburg und Berlin geplant.

Unterstützt wurde die Münchner Demonstration unter anderem vom früheren Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin (SPD) und dem früheren bayerischen Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP).

Die Corona-Krise hat viele freischaffende Künstler in akute Existenznot gestürzt, da es für Musiker und Schauspieler nur noch sehr begrenzt Auftrittsmöglichkeiten gibt.

Update, 13.04 Uhr - Corona-Ausbruch in Münchner Klinik

In München wird der nächste Corona-Ausbruch gemeldet: Dort sind auf der Intensivstation des Klinikums Großhadern mehrere Fälle aufgetreten. Laut unserem Partnerportal tz.de sind drei Patienten betroffen. Sie mussten verlegt und isoliert behandelt werden, etliche Klinik-Mitarbeiter sind in Quarantäne.

Kliniksprecher Philipp Kreßirer bestätigte: „Im Rahmen von Routineuntersuchungen bei Patienten auf einer Intensivstation am Campus Großhadern sind zunächst zwei Patienten, im weiteren Verlauf ein dritter Patient positiv getestet worden.“ Weitere Details zu den Betroffenen wurden nicht bekannt. Betroffen sei die Intensivstation ITS 2. Durch Abstriche wurden die Infektionen festgestellt. Die 7-Tage-Inzidenz in der Landeshauptstadt liegt derzeit bei 98,3.

Update, 12.22 Uhr - Spontane Radldemo in Bad Reichenhall

Pünktlich zum Schulschluss des Karlsgymnasium in Bad Reichenhall gab es am Freitagmittag, 23. Oktober, eine spontane Radldemonstration. Die Sorge unter den Eltern ist groß. „12 Wochen Lockdown im Frühjahr und jetzt wieder zwei Wochen, wohin soll das führen, das geht auf Kosten der Bildung unserer Kinder“, so Helene Paulitsch gegenüber BGLand24.de.

Die Teilnehmer kritisierten die Schwierigkeiten im Bereich Homeschooling oder forderten eine langfristige, verhältnismäßige Corona-Politik. Dies müsse wieder in den Parlamenten passieren, hieß es. „Der Lockdown im Berchtesgadener Land geht auf Kosten der Familien, die sozialen und wirtschaftlichen Folgen sind nicht abzusehen“, so das Fazit der Organisatoren.

Update, 11.20 Uhr - Landkreis Mühldorf meldet 12 neue Corona-Fälle

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf wurden es seit der letzten Statusmeldung vom Freitag, 23. Oktober, 12 neue Corona-Fälle bekannt (Stand: 24. Oktober, 8 Uhr). Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein, teilte das Landratsamt mit.

Derzeit gibt es im Landkreis 169 aktive Fälle. Davon werden acht Personen stationär in einem Krankenhaus behandelt. Als 7-Tage-Inzidenz nannte das Landratsamt den Wert von 113,1. Dieser Wert weicht aufgrund unterschiedlicher Berechnungsgrundlagen leicht von den offiziellen RKI-Angaben (siehe „Das Wichtigste in Kürze“) ab.

Update, 10.38 Uhr - Warnwert überschritten: Landkreis Altötting reagiert

Laut den neuesten RKI-Daten hat der Landkreis Altötting nun auch den Frühwarnwert von 35 Neu-Infektionen je 100.000 Einwohner binnen der letzten sieben Tage gerissen. Das Landratsamt hat darauf bereits reagiert und neue Regeln erlassen. Diese sollen voraussichtlich ab Sonntag, 25. Oktober, 0 Uhr gelten und sind bereits auf der Homepage des Landkreises veröffentlicht.

Unter anderem werden Kontakte und private Feiern weiter beschränkt sowie die Maskenpflicht ausgeweitet. Zudem greift in der Gastronomie eine Sperrstunde und es wird ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen geben. Genaue Informationen hat innsalzach24.de in einem Extra-Artikel zusammengetragen.

Update, 8.55 Uhr - Corona-Ampel in Kreisen Rosenheim und Mühldorf jetzt dunkelrot

Auch die Zahlen bzw. die 7-Tage-Inzidenzen in der Region sind laut Daten des Robert-Koch-Institutes (RKI) - im Vergleich zum Vortag - großteils deutlich gestiegen. So übersprangen die Landkreise Rosenheim (von 85,7 auf 103,3) und Mühldorf (von 92,3 auf 107,9) nun die Marke von mehr als 100 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner gerechnet binnen der letzten sieben Tage. Damit zeigt auch für diese beiden Landkreise die bayerische Corona-Ampel nun „dunkelrot“. Dunkelrot ist es auch weiterhin in der Stadt Rosenheim: Hier ist der Inzidenzwert noch einmal von 114,9 auf 132,2 gestiegen.

Während es für den Landkreis Traunstein (von 62,6 auf 68,8) nur einen leicht erhöhten Wert gibt, hat sich die Zahl im Landkreis Altötting fast verdoppelt. Hier stieg die Inzidenz binnen eines Tages von 22,4 auf 41,2. Damit wurde auch in Altötting der Frühwarnwert (35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner) gerissen. Zudem nähert sich der Landkreis auch stark der kritischen 50er-Marke. Auch im besonders stark betroffenen Berchtesgadener Land haben die Zahlen im Vergleich zum Vortag nochmal angezogen. Hier wurde (Datenstand/Quelle: 24. Oktober, 0 Uhr/RKI) ein Wert von 256,8 (Vortag: 238,8) gemeldet.

Fallzahlen in der Region Südostbayern (Stand: 24. Oktober).

Neuer Negativrekord: Fast 15.000 neue Corona-Fälle

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland jetzt nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 14.714 neue Corona-Infektionen gemeldet - so viele wie noch nie seit Beginn der Corona-Pandemie (Stand: 24. Oktober, 0 Uhr). Da es allerdings am Donnerstag zeitweise zu Datenlücken bei der Übermittlung von Infektionszahlen gekommen war, könnten in der jüngsten Zahl der Neuinfektionen entsprechende Nachmeldungen enthalten sein (News-Ticker Freitag, 23. Oktober). Auch am Samstagmorgen gab es laut Informationen der Deutschen Presseagentur (dpa) zeitweise Unstimmigkeiten bei den angegebenen Zahlen. Die Größe der Datenlücke war zunächst nicht bekannt.

Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung überschritt außerdem die Marke von 10.000. 10.003 Menschen sind demnach seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Das sind 49 Mehr als am Vortag. Insgesamt haben sich nach RKI-Angaben in Deutschland bislang 418.005 Menschen mit dem Virus infiziert.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag laut RKI-Lagebericht bei 1,23 (Stand: 23. Oktober; Vortag: 1,11). Das bedeutet, dass zehn Infizierte etwa zwölf weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen liegt dieser Wert nun bei 1,30 (Stand: 23. Oktober; Vortag: 1,23). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

mw/aic/dpa

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