News-Ticker zur Corona-Pandemie

CSU-Vorstand berät aktuelle Corona-Lage in Bayern und Deutschland

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder mit Maske
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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt seit nunmehr über acht Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Samstag (17. Oktober) und Sonntag (18.Oktober) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:


  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 829, Landkreis Rosenheim 2905, Traunstein 1564, Berchtesgadener Land 639, Mühldorf 806, Altötting 771 (Quelle: RKI)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 23, Landkreis Rosenheim 200, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 25, Mühldorf 27, Altötting 57 (Quelle: RKI)
  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 85, Landkreis Rosenheim 65,1, Landkreis Traunstein 31, Landkreis Berchtesgadener Land 149,2, Landkreis Mühldorf 107,9, Landkreis Altötting 11,7 (Quelle: RKI)
  • Mindestens 9.777Todesfälle in Deutschland (2713 in Bayern)
  • ÜberblickCorona und Quarantäne - Diese Schulen in der Region sind betroffen
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:


Update, 20.38 Uhr - CSU-Vorstand berät aktuelle Corona-Lage in Bayern und Deutschland

Erstmals seit dem großen Internet-Parteitag der CSU kommt an diesem Montag (10.00 Uhr) der Parteivorstand wieder zu einer Sitzung zusammen - zumindest per Videoschalte. Dominierendes Thema ist einmal mehr die aktuelle Corona-Lage in Bayern und Deutschland.

Es ist davon auszugehen, dass die CSU-Spitze nicht nur die Ergebnisse der Ministerpräsidentenkonferenz in der vergangenen Woche erneut diskutiert, der Fokus von Parteichef Markus Söder dürfte auch auf möglichen Weichenstellungen für die kommenden Wochen liegen. Nach der Kabinettssitzung am Donnerstag hatte Söder erklärt, dass weitere Verschärfungen notwendig werden könnten, sollten die Fallzahlen nicht bald eingedämmt werden.

Im Gegensatz zu den normalen Vorstandssitzungen wird Söder dieses Mal nicht in der Münchner Parteizentrale sein. Ausnahmsweise findet auch die anschließende Pressekonferenz mit Generalsekretär Markus Blume in Nürnberg statt.

Update, 18.33 Uhr - Großteil Bayerns von Corona-Maßnahmen betroffen

Angesichts steigender Infektionszahlen gelten die verschärften Corona-Maßnahmen in Bayern ab diesem Montag bereits für einen Großteil des Freistaats. Die Corona-Ampel des bayerischen Gesundheitsministeriums zeigte am Sonntag für mehr als die Hälfte aller Landkreise und kreisfreien Städte die gelbe Frühwarnstufe beziehungsweise die rote Warnstufe an. In Bayern gilt seit Samstag, dass in derart betroffenen Gebieten automatisch verschärfte Sicherheitsmaßnahmen greifen - wie ein ausgeweitetes Gebot für das Tragen von Masken oder Sperrstunden in der Gastronomie.

Diese strikteren Regeln gelten überall dort, wo die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen den Wert 35 beziehungsweise 50 übersteigt. Die Liste der betroffenen Kreise und Städte will das Gesundheitsministerium ab sofort täglich um 15 Uhr auf seiner Homepage veröffentlichen - die verschärften Regeln gelten dann jeweils ab dem Tag darauf.

Konkret verzeichneten laut Corona-Ampel am Sonntag 24 Städte und Kreise in Bayern Werte von mehr als 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohnern binnen sieben Tagen. Hinzu kamen 28 weitere, die den Frühwarnwert von mehr als 35 Neuinfektionen überschritten hatten. Insgesamt gibt es 71 Kreise und 25 kreisfreie Städte in Bayern. Noch am Vortag hatte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit 20 Regionen mit einem Wert größer 50 und 22 mit einem Wert größer 35 aufgeführt.

Schon ab einem Neuinfektions-Wert von 35 gilt in Bayern eine verschärfte Maskenpflicht, etwa auf von den Kommunen festzulegenden stark frequentierten öffentlichen Plätzen. Zudem dürfen sich bei Werten über 35 in den Regionen nur noch Bewohner von zwei Hausständen oder maximal 10 Personen treffen. Bei einer Sieben-Tages-Inzidenz von mehr als 50 dürfen sich dann nur noch zwei Hausstände oder maximal fünf Personen treffen.

Update, 17.30 Uhr - Polizei greift weiter hart durch - Corona-Partys in München aufgelöst

Am 16. Oktober, gegen 23.30 Uhr, wurde die Einsatzzentrale der Münchner Polizei über eine Party in einem Hotelzimmer in der Sonnenstraße informiert. Daraufhin fuhren fünf Streifen der Münchner Polizei zur Einsatzörtlichkeit und sie konnten in zwei Zimmern insgesamt 33 Personen antreffen, die dort Partys feierten (ein Zimmer mit 14 Personen und ein Zimmer mit 19 Personen). Beide Feiern wurden durch die Polizei beendet.

Für keine der Feiern gab es ein Hygienekonzept und keine Person trug eine Mund-Nasen-Bedeckung. Alle 33 Personen wurden wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt und bis auf die Personen, die die Zimmer in dem Hotel gebucht hatten, mussten sie das Hotel verlassen.

Am 17. Oktober, gegen 00.10 Uhr, wurde die Polizei über eine Party mit lauter Musik und mehreren Personen in einer Wohnung in der Konradstraße in Schwabing informiert. Eine Streife konnte dort acht Personen (fünf Personen mit Wohnsitzen in München, zwei Personen mit Wohnsitzen im Landkreis Starnberg, eine Person aus Baden-Württemberg, im Alter von 20 bis 31 Jahren) antreffen, die keine Mindestabstände zueinander einhielten und auch keine Mund-Nasen-Bedeckungen trugen.

Die Party wurde beendet und alle Personen wurden wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt. Bis auf den Bewohner der betroffenen Wohnung mussten alle die Örtlichkeit verlassen und sie erhielten Platzverweise.

Update, 15.58 Uhr - Auch Landkreis Miesbach überschreitet Signalwert von 35

Auch der Landkreis Miesbach hat nun die 7-Tages-Inzidenz von 35 Corona-Fällen pro 100.000 Einwohnern überschritten. Das teilte das Landratsamt am Sonntag (18. Oktober) mit. Ab Montag (19. Oktober) gelten deshalb auch im Oberland folgende Regeln:

  • Sämtliche privaten Kontakte und Feiern (z.B. Geburtstagsfeier, Hochzeitsfeier, Trauerfeier): max. 10 Personen oder 2 Haushalte
  • Maskenpflicht am Platz für Schüler ab der 5. Klasse, sowie am Platz bei Theatern, Kinos etc.
  • Zusätzliche Maskenpflicht an stark frequentierten Plätzen: Bahnhöfe, Bushaltestellen, Märkte
  • Sperrstunde ab 23 Uhr
  • Alkoholverbot an Tankstellen/öffentlichen Plätzen ab 23 Uhr Der genaue Wortlaut ist in §25a der neuesten Fassung der Siebten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung nachzulesen.

Die neuen Regeln gelten so lange, bis der Inzidenz-Wert im Landkreis mindestens sieben Tage unter dem Signalwert liegt.

Update, 14.57 Uhr - Maskenpflicht an Grundschulen in Stadt und Landkreis Rosenheim ab Montag

Wie das Staatliche Schulamt Rosenheim auf seiner Website bekanntgibt, gilt ab Montag (19. Oktober) auch im Unterricht an Grundschulen Maskenpflicht. Grund ist die Überschreitung der 7-Tages-Inzidenz von 50 Corona-Fälle pro 100.00 Einwohner.

Weiterhin gilt für alle Personen eine Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasenbedeckung auf dem gesamten Schulgelände außerhalb des Unterrichts.

Update, 13.37 Uhr - Erhebliche Verstöße in Freilassinger Bar - Betreiber erwartet Bußgeld und Anzeige

Pressemitteilung im Wortlaut:

Am vergangenen Samstagabend kontrollierten Beamten der Polizeiinspektion Freilassing gegen 22.35 Uhr eine Shisha-Bar im Stadtgebiet von Freilassing hinsichtlich der Einhaltung aktuell geltender Corona-Beschränkungen. Die Beamten stellten in der Bar deutlich über 100 statt der erlaubten 80 Personen fest. Zudem gilt die Sperrstunde wegen der deutlich überschrittenen 7-Tage-Inzidenz von 134,05 im Landkreis Berchtesgadener Land bereits ab 22 Uhr.

Ein Hygienekonzept war zwar vorhanden, jedoch hielten sich die wenigsten Gäste daran. Der 30-jährige Betreiber führte zudem keine zwingend vorgeschriebene Gästeliste.

Die Gäste verhielten sich kooperativ und folgten den Anweisungen der Beamten. Alle Bargäste verließen unter Einhaltung der geltenden Regeln (Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes) die Bar.

Die Polizeiinspektion Freilassing hat die Ermittlungen aufgrund der vorliegenden Verstöße aufgenommen und das zuständige Landratsamt Berchtesgadener Land bereits vorab über die Vorkommnisse in Kenntnis gesetzt. Den Barbetreiber erwartet nun ein empfindliches Bußgeld.

 Polizeipräsident Robert Kopp: „Aufgrund der aktuell sehr stark ansteigenden Infektionszahlen hat das Polizeipräsidium Oberbayern Süd die polizeiliche Kontrolltätigkeit intensiviert und wird die Einhaltung der geltenden Bestimmungen streng überwachen. Gerade in sog. Hotspot-Regionen mit hohen Inzidenzwerten müssen Uneinsichtige mit einer konsequenten Ahndung ihres Fehlverhaltens rechnen. Daher mein Appell: Es ist für uns alle sehr wichtig, die geltenden Regeln und Beschränkungen zu beachten. Jede Infektion mit dem Corona-Virus ist eine zu viel! Zeigen Sie Solidarität, nehmen Sie Rücksicht und übernehmen Verantwortung für sich und andere! Mit dem Einhalten von Abstand und dem Tragen eines Mund-Nasen-Schutz können Sie Menschenleben retten!“

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Update, 11.44 Uhr - Corona-Zahlen in Mühldorf steigen weiter an

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Samstag, 17. Oktober 18 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 18. Oktober 2020, 8 Uhr). 

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt bei 107,9. Am Samstag betrug sie 95,8 Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 124 aktive Fälle, davon wird keine Person stationär behandelt.

Update, 9.10 Uhr - Polizeigewerkschaften zu Corona-Regeln: Stimmung wird aggressiver

Auseinandersetzungen über die Einhaltung der Corona-Regeln eskalieren nach Angaben der Polizeigewerkschaften immer häufiger. «Nach wie vor gibt es immer noch eine hohe Akzeptanz für die Corona-Regeln, aber wir spüren auch, dass die Stimmung beginnt, aggressiver zu werden – zum Beispiel wenn wir als Polizei die Maßnahmen durchsetzen wollen», sagte der Vize-Chef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jörg Radek, der Deutschen Presse-Agentur. «Da kommt es dann zu Widerstand. Das fängt an mit Beleidigungen, dann wird gepöbelt, gespuckt, angehustet. Das alles erleben unsere Kolleginnen und Kollegen in dieser Pandemie.»

Die Einsätze gingen nicht nur von sogenannten Maskenverweigerern aus. Auch Bürger, die geschützt werden wollen, hätten zuletzt ihre Schutzrechte stärker und zum Teil auch aggressiver eingefordert und zum Beispiel Maskenverweigerer auf ihr Fehlverhalten hingewiesen. «Daher kommt es nun insgesamt mehr zu solchen Einsätzen», sagte Radek – mit Zahlen belegen ließe sich dieser Trend aber nicht.

Auch der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, weist darauf hin, dass es für solche Übergriffe keine Statistiken gebe. «Aber es gibt immer mehr Berichte aus der Belegschaft der Polizei, dass die Akzeptanz der Corona-Regeln insgesamt abgenommen hat und zunehmend offen und aggressiv gegen Einsatzkräfte vorgegangen wird, die die Einhaltung der Vorschriften kontrollieren und durchsetzen sollen», sagte Wendt.

Vor allem die Maskenpflicht und das Abstandsgebot sorgen laut den Polizeigewerkschaften immer wieder für Streit. Die Maskenpflicht wurde im April von den ersten Ländern im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel eingeführt. Zuletzt wurde sie zum Teil auch auf andere öffentliche Bereiche mit Menschenansammlungen ausgeweitet.

Wie aus Meldungen der Landespolizeien hervorgeht, kam es zuletzt nahezu täglich zu Auseinandersetzungen wegen Corona-Regeln. In einem Supermarkt im sächsischen Zwickau schlug ein Mann kürzlich mit einer Axt um sich, als er an die Maskenpflicht erinnert wurde. In Mülheim in NRW erfasste eine 66-Jährige nach einem Supermarkt-Einkauf mit ihrem Auto einen 55-Jährigen und verletzte ihn leicht. Dieser hatte die Frau zuvor zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und zum Abstandhalten aufgefordert. Im bayrischen Kaufbeuren wurden fünf Polizisten bei einer Kontrolle in einer Bar leicht verletzt. Und auch im Bahnverkehr, wo die Maskenpflicht gilt, eskalierten Kontrollen.

DPolG-Chef Wendt sieht einen Grund dafür in unklaren Regelungen. Die Akzeptanz politischer Entscheidungen nehme rapide ab, weil es der Politik nicht gelinge, die Sinnhaftigkeiten getroffener Entscheidungen zu erläutern, sagte Wendt auch mit Blick auf die Beherbergungsverbote. Aus Sicht von Radek sind es hingegen weniger die widersprüchlichen Regelungen, die für Streit sorgen. «Viele Menschen fühlen sich von den Regeln einfach genervt. Wenn dann noch Alkohol dazukommt oder gruppendynamische Prozesse damit verbunden werden, kann das zu weiteren Eskalationen beitragen», sagte der GdP-Vize.

Für die Polizei sei die Durchsetzung der Corona-Regeln in doppelter Hinsicht eine zusätzliche Belastung. Zum einen erhöhe die Gefahr von Ansteckungen das ohnehin schon vorhandene Berufsrisiko. Zum anderen steige auch die Arbeitsbelastung, wenn die Polizei bei der Durchsetzung des Gesundheitsschutzes von den Ordnungsämtern vermehrt um Amtshilfe gebeten werde. «Die Kräfte, die dann für den Gesundheitsschutz eingesetzt werden, die fehlen dann an einer anderen Stelle», sagte Radek. Auch Wendt sieht diese Belastung: «Aber im Moment gibt es keine Alternativen zu den polizeilichen Kontrollen, wenn Deutschland auch weiterhin gut durch die Krise kommen will.»

Update Sonntag, 7.24 Uhr - 5587 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter in Deutschland vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert am frühen Sonntagmorgen mit 5587 an. An Sonntagen wie auch an Montagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln. Im Vergleich zu den 3483 Infektionen am Sonntag vergangener Woche ist der aktuelle Wert aber deutlich erhöht.

Die Zahl der Neuinfektionen hatte am Samstag mit 7830 zum dritten Mal in Folge einen Höchstwert erreicht. Das RKI weist in seinem Lagebericht von Samstagabend darauf hin, dass mittlerweile mehr als die Hälfte aller Landkreise eine erhöhte Verbreitung des Coronavirus von mehr als 25 nachgewiesenen Infektionen pro Woche und 100 000 Einwohner haben.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 361 974 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 18.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9777. Das waren zehn mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es etwa 291 900 Genesene.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Samstag bei 1,40 (Vortag: 1,22). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel rund 1,4 weitere Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,37 (Vortag: 1,30). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Update, 18.45 Uhr - Personenschützer infiziert - Bundespräsident Steinmeier in Quarantäne

Nach dem positiven Corona-Test eines Personenschützers hat sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Samstag in Quarantäne begeben. Wie eine Sprecherin des Bundespräsidialamtes mitteilte, hat sich das Staatsoberhaupt nun selbst einem Corona-Test unterzogen. Dieser fiel negativ aus. Bei dem Personenschützer aus dem Kommando des Bundeskriminalamtes handele es sich um eine Kontaktperson ersten Grades.

Ende März hatte sich auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) vorsorglich für knapp zwei Wochen in häusliche Quarantäne begeben, weil sie von einem Arzt geimpft worden war, bei dem kurz darauf eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt wurde. In dieser Zeit hatte sie drei Corona-Tests machen lassen, die jedoch alle negativ waren. Unterbrochen hatte sie ihre Regierungsarbeit während der Zeit zu Hause nicht. Per Telefon leitete sie Kabinettssitzungen und hielt Pressekonferenzen ab.

Ende September hatten sich auch Außenminister Heiko Maas (SPD) und Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) vorübergehend isoliert. Bei Maas hatte sich ebenfalls einer seiner Personenschützer mit dem Virus infiziert. Altmaier ging vorsorglich in Quarantäne, weil ein Mitarbeiter eines EU-Ministers positiv getestet worden war, der mit ihm bei einem Treffen des EU-Handelsministerrats in Berlin anwesend war.

Update, 17.45 Uhr - Schärfere Anti-Corona-Regeln in fast der Hälfte der Kreise und Städte in Bayern

Fast in der Hälfte der bayerischen Landkreise und kreisfreien Städte gelten wegen stark steigender Corona-Zahlen nun eine striktere Maskenpflicht, verschärfte Kontaktbeschränkungen und Sperrstunden in der Gastronomie. Die strikteren Regeln gelten automatisch überall dort, wo die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern in sieben Tagen den Wert 35 beziehungsweise 50 übersteigt.

Die Liste der betroffenen Kreise und kreisfreien Städte will das Gesundheitsministerium ab sofort täglich um 15.00 Uhr auf seiner Homepage veröffentlichen - die verschärften Regeln gelten dann jeweils ab dem Tag darauf. Am Samstag waren 42 Kommunen über dem Wert 35, 20 davon sogar über dem Wert 50. Insgesamt gibt es 71 Kreise und 25 kreisfreie Städte in Bayern. «Die Stärke unserer Regeln liegt darin, dass wir individuell auf die Lage vor Ort reagieren können», sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Samstag. «Das soll uns helfen, einen landesweiten Lockdown möglichst zu vermeiden.»

Nach der neuen bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, die das Ministerium in der Nacht auf Samstag veröffentlichte, werden die verschärften Regeln in den Corona-Hotspots automatisch wirksam, ohne dass die Kommunen nochmals darüber entscheiden könnten oder müssten.

Update, 16.58 Uhr - Wenig Andrang bei Corona-Teststation in Mühldorf, in Waldkraiburg dafür umso mehr

Zu wenig Andrang kam es an der mobilen Teststation in Mühldorf am Inn am Samstagnachmittag. Nur vereinzelt waren Fahrzeuge zu sehen.

Corona-Teststation in Mühldorf am 17. Oktober

Corona-Teststation in Mühldorf
Die Corona-Teststation in Mühldorf am 17. Oktober. © fib/Eß
Corona-Teststation in Mühldorf
Die Corona-Teststation in Mühldorf am 17. Oktober. © fib/Eß
Corona-Teststation in Mühldorf
Die Corona-Teststation in Mühldorf am 17. Oktober. © fib/Eß
Corona-Teststation in Mühldorf
Die Corona-Teststation in Mühldorf am 17. Oktober. © fib/Eß
Corona-Teststation in Mühldorf
Die Corona-Teststation in Mühldorf am 17. Oktober. © fib/Eß
Corona-Teststation in Mühldorf
Die Corona-Teststation in Mühldorf am 17. Oktober. © fib/Eß
Corona-Teststation in Mühldorf
Die Corona-Teststation in Mühldorf am 17. Oktober. © fib/Eß
Corona-Teststation in Mühldorf
Die Corona-Teststation in Mühldorf am 17. Oktober. © fib/Eß
Corona-Teststation in Mühldorf
Die Corona-Teststation in Mühldorf am 17. Oktober. © fib/Eß
Corona-Teststation in Mühldorf
Die Corona-Teststation in Mühldorf am 17. Oktober. © fib/Eß
Corona-Teststation in Mühldorf
Die Corona-Teststation in Mühldorf am 17. Oktober. © fib/Eß

In Waldkraiburg dagegen war der Andrang sehr groß. Die PKW‘s standen in Schlangenlinie am Volksfestplatz und dann bis auf die Adlergebirgsstraße, wo eine separate Abbiegespur zum Testzentrum gemacht wurde. Mehr als 45 PKW‘s waren gegen 11 Uhr zu sehen, so berichtete ein freier Mitarbeiter.

Corona-Teststation in Waldkraiburg am 17. Oktober

Corona-Teststation Waldkraiburg
Die Corona-Teststation in Waldkraiburg am 17. Oktober. © fib/Eß
Corona-Teststation Waldkraiburg
Die Corona-Teststation in Waldkraiburg am 17. Oktober. © fib/Eß
Corona-Teststation Waldkraiburg
Die Corona-Teststation in Waldkraiburg am 17. Oktober. © fib/Eß
Corona-Teststation Waldkraiburg
Die Corona-Teststation in Waldkraiburg am 17. Oktober. © fib/Eß
Corona-Teststation Waldkraiburg
Die Corona-Teststation in Waldkraiburg am 17. Oktober. © fib/Eß
Corona-Teststation Waldkraiburg
Die Corona-Teststation in Waldkraiburg am 17. Oktober. © fib/Eß
Corona-Teststation Waldkraiburg
Die Corona-Teststation in Waldkraiburg am 17. Oktober. © fib/Eß
Corona-Teststation Waldkraiburg
Die Corona-Teststation in Waldkraiburg am 17. Oktober. © fib/Eß
Corona-Teststation Waldkraiburg
Die Corona-Teststation in Waldkraiburg am 17. Oktober. © fib/Eß
Corona-Teststation Waldkraiburg
Die Corona-Teststation in Waldkraiburg am 17. Oktober. © fib/Eß
Corona-Teststation Waldkraiburg
Die Corona-Teststation in Waldkraiburg am 17. Oktober. © fib/Eß
Corona-Teststation Waldkraiburg
Die Corona-Teststation in Waldkraiburg am 17. Oktober. © fib/Eß

Update, 15.45 Uhr - Söder warnt vor „Kontrollverlust in einigen Regionen in Deutschland“

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder warnt mit Blick auf die Nachverfolgung von Corona-Infektionsketten vor einem „Kontrollverlust in einigen Regionen in Deutschland“. „Das ist hochgefährlich“, sagte der CSU-Politiker der „Passauer Neuen Presse“ (Samstag). „Wenn keine Nachverfolgung der Infektionen mehr möglich ist, so wie in den Niederlanden, Frankreich, Spanien und Tschechien, muss man die Kontakte generell begrenzen. Das geht nur mit einem Lockdown oder ähnlichen strikten Maßnahmen.“

Er teile die Befürchtungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel, dass die am Mittwoch von Bund und Ländern beschlossenen Maßnahmen nicht weit genug gingen. „Wir dürfen Corona nicht schön- oder kleinreden. Wir müssen grundlegende Entscheidungen treffen. Wenn wir das nicht tun und nur halbherzig vorgehen, steuern wir unwillkürlich auf einen zweiten Lockdown zu. Wer keinen Lockdown will, der muss jetzt entschlossen handeln“, sagte Söder.

Update, 13.47 Uhr - 15 neue Corona-Fälle im Landkreis Mühldorf am Inn

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Freitag, 16. Oktober 15 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 17. Oktober 2020, 8 Uhr). 

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt bei 95,8. Bei der letzten Statusmeldung lag er noch bei 73,4. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 110 aktive Fälle, davon wird keine Person stationär behandelt.

Update, 11.58 Uhr - Merkel schwört Bürger auf Kampf gegen Corona ein: Jeder Tag zählt

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat angesichts weiter steigender Corona-Infektionszahlen in Deutschland eindringlich an die Bürger appelliert, zur Eindämmung der Pandemie beizutragen. «Wir müssen jetzt alles tun, damit das Virus sich nicht unkontrolliert ausbreitet. Dabei zählt jetzt jeder Tag», sagte die CDU-Politikerin in ihrem am Samstag veröffentlichten wöchentlichen Podcast. «Ich bitte Sie: Verzichten Sie auf jede Reise, die nicht wirklich zwingend notwendig ist, auf jede Feier, die nicht wirklich zwingend notwendig ist. Bitte bleiben Sie, wenn immer möglich, zu Hause, an Ihrem Wohnort.»

Deutschland befinde sich in einer «sehr ernsten Phase», sagte Merkel. «Tag für Tag steigt die Zahl der Neuinfektionen sprunghaft.» Die Pandemie breite sich wieder rapide aus, schneller noch als zu Beginn vor mehr als einem halben Jahr. «Der vergleichsweise entspannte Sommer ist vorbei, jetzt stehen uns schwierige Monate bevor. Wie der Winter wird, wie unser Weihnachten wird, das entscheidet sich in diesen kommenden Tagen und Wochen. Das entscheiden wir alle durch unser Handeln.»

Damit sich das Virus sich nicht unkontrolliert ausbreite, müssten die Kontaktpersonen jedes infizierten Menschen benachrichtigt werden, um die Ansteckungsketten zu unterbrechen, sagte Merkel. «Die Gesundheitsämter leisten dabei Großartiges, aber wo die Zahl der Infizierten zu hoch wird, da kommen sie nicht mehr hinterher.»

Merkel fragte: «Was kann jede und jeder von uns also dazu beitragen, dass die Zahlen wieder heruntergehen? Sehr viel, das Allermeiste schon einfach dadurch, dass jede und jeder Einzelne konsequent den Mindestabstand wahrt, den Mund-Nasen-Schutz trägt, die Hygieneregeln einhält.»

Die Wissenschaft sage klar, die Ausbreitung des Virus hänge direkt an der Zahl der Kontakte und der Begegnungen, die jeder habe. «Wenn jeder von uns seine Begegnungen außerhalb der eigenen Familie jetzt eine zeitlang deutlich verringert, dann kann es gelingen, den Trend zu immer mehr Infektionen zu stoppen und umzukehren», so Merkel: «Genau das ist heute mein Appell an Sie: Treffen Sie sich mit deutlich weniger Menschen, ob außerhalb oder zu Hause.»

Sie wisse, das klinge nicht nur hart, das sei im Einzelfall auch ein schwerer Verzicht, sagte die Kanzlerin. «Aber wir müssen ihn nur zeitweilig leisten und wir leisten ihn letztlich für uns selbst: Für die eigene Gesundheit und die all derer, denen wir eine Erkrankung ersparen können. Dafür, dass unser Gesundheitswesen nicht überfordert wird, dass die Schulen und Kitas unserer Kinder geöffnet bleiben. Für unsere Wirtschaft und unsere Arbeitsplätze.»

Update, 9.38 Uhr - Experten erwarten bald 10.000 Corona-Neuinfektionen täglich

Experten erwarten, dass die Zahl der Corona-Neuinfektionen schon in wenigen Tagen eine weitere Rekordmarke erreicht. „Auch in Deutschland wird die Zahl der Neuinfektionen in der kommenden Woche voraussichtlich die Grenze von 10.000 überschreiten“, sagte der Präsident des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Samstag). Daran könnten, so der Mediziner, auch die jetzt getroffenen Maßnahmen wenig ändern, weil die sich erst „in frühestens fünf bis zehn Tagen auswirken“.

Der SPD-Fraktionsvize und Epidemiologe Karl Lauterbach befürchtet bei einem weiteren dauerhaften Anstieg der Fallzahlen, dass die Krankenhauskapazitäten nicht ausreichen, um die schweren Corona-Fälle angemessen zu behandeln. „Bei täglich 10.000 Fällen ist spätestens in zwei Monaten der Punkt erreicht, bei dem zu wenige Intensivbetten für die Corona-Patienten bereitstehen“, sagte Lauterbach der „Rheinischen Post“. Der Gesundheitsexperte empfiehlt allerdings, erst einmal die jetzt beschlossenen Maßnahmen wirken zu lassen. „Ob sie wirklich ausreichen, ist aber fraglich“, sagte der Leverkusener Bundestagsabgeordnete.

RKI meldet 7830 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus hat im Kampf gegen die in die Höhe schnellenden Corona-Infektionszahlen eine bundeseinheitliche Linie gefordert. «Alles andere ruft momentan nicht nur große Irritation in der Bevölkerung hervor - es behindert ein konsequentes, gebündeltes Vorgehen gegen Corona», schrieb der CDU-Politiker in einem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Brief an die Abgeordneten von CDU und CSU.

Am Samstagmorgen meldete das Robert Koch-Institut (RKI) 7830 Corona-Neuinfektionen in Deutschland, mehr als je zuvor seit Beginn der Pandemie. Am Samstag vergangener Woche waren es noch 4721 neue Infektionen. Die jetzigen Werte sind nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird - und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder warnte mit Blick auf die Nachverfolgung von Corona-Infektionsketten vor einem «Kontrollverlust in einigen Regionen in Deutschland». «Das ist hochgefährlich», sagte der CSU-Politiker der «Passauer Neuen Presse» (Samstag). «Wenn keine Nachverfolgung der Infektionen mehr möglich ist, so wie in den Niederlanden, Frankreich, Spanien und Tschechien, muss man die Kontakte generell begrenzen. Das geht nur mit einem Lockdown oder ähnlichen strikten Maßnahmen.»

Kanzleramtschef Helge Braun kündigte an, noch mehr Helfer zur Unterstützung der Kommunen bei der Kontaktnachverfolgung mobilisieren zu wollen. Neben dem Bundeswehrkontingent von bis zu 15 000 Soldaten schaue man auch, «ob wir weitere Personalreserven in der Bundesregierung und nachgeordneten Behörden mobilisieren können», sagte der CDU-Politiker der «Rheinischen Post» (Samstag). Er habe zudem die Hoffnung, zur Kontaktnachverfolgung auch eine größere Zahl von Studierenden zu gewinnen.

Söder teilte die Befürchtungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel, dass die am Mittwoch von Bund und Ländern beschlossenen Maßnahmen nicht weit genug gingen. «Wir dürfen Corona nicht schön- oder kleinreden. Wir müssen grundlegende Entscheidungen treffen. Wenn wir das nicht tun und nur halbherzig vorgehen, steuern wir unwillkürlich auf einen zweiten Lockdown zu. Wer keinen Lockdown will, der muss jetzt entschlossen handeln», sagte der CSU-Chef.

Doch einige beschlossene Maßnahmen - unter anderem das umstrittene Beherbergungsverbot - werden derzeit von Gerichten ausgebremst. Am Freitagabend hatte das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg das Brandenburger Beherbergungsverbot für Gäste aus Corona-Hotspots zunächst gestoppt. Das Gericht habe zwei Eilanträgen stattgegeben, hieß es. Auch in Baden-Württemberg und Niedersachsen hatte es zuvor Urteile gegen die Maßnahme gegeben.

Das Beherbergungsverbot sei voraussichtlich unverhältnismäßig, begründete das Gericht die Entscheidung. Die zu erwartende Eindämmung des Infektionsgeschehens stehe in keinem angemessenen Verhältnis zu den Einschränkungen, die die Kläger hinnehmen müssten. Auch die durch die Verfassung geschützte allgemeine Handlungsfreiheit der Urlauber werde zu stark eingeschränkt.

Es ist nicht die einzige Maßnahme, die vor Gericht derzeit Schwierigkeiten hat. Eine Woche nach ihrer Einführung steht die Sperrstunde für Berliner Bars und Kneipen auf wackligen Füßen. Sie halte einer rechtlichen Überprüfung nicht stand, erklärte das zuständige Verwaltungsgericht am Freitag. Es befand, die Sperrstunde sei für eine nennenswerte Bekämpfung des Infektionsgeschehens nicht erforderlich. Wegen des Ausschankverbots bestehe auch die Gefahr einer alkoholbedingten «Enthemmung» nach 23.00 Uhr nicht.

Sperrstunden sind aber eigentlich ein zentraler Baustein im Konzept von Bund und Ländern, um die stark steigende Zahl von Neuinfektionen in den Griff zu bekommen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder hatten am Mittwoch vereinbart, dass ab einem Wert von 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen eine Sperrstunde um 23.00 Uhr für Gastronomiebetriebe zwingend zu erlassen ist. Ab einem Wert von 35 Neuinfektionen wird eine Sperrstunde empfohlen.

Aus Sicht des Städte- und Gemeindebundes sind die bestehenden Regeln zum Teil kaum kontrollierbar. Dort, wo beispielsweise Clubs und Bars wieder geschlossen werden, verlagert sich das Partyleben «in Parks oder auf große Wiesen wie das Rheinufer in Bonn. Da kann nur stichprobenartig kontrolliert werden, mehr ist personell gar nicht möglich», sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der «Bild» (Samstag). Bei privaten Feiern zu Hause sei schon aus Rechtsgründen die Überprüfung schwer.

Der Schlüssel in der Pandemiebekämpfung liege in der Überzeugung der Menschen, sagte Landsberg dem «Handelsblatt». «Wichtig wäre daher eine Kommunikationskampagne, nicht nur in den Hotspots, um immer wieder auch über die sozialen Medien auf die notwendige Einhaltung der Regeln hinzuweisen.»

dp/fgr

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