News-Ticker zur Corona-Pandemie

Scholz plant rund 96 Milliarden Euro neue Schulden - „Nichtstun wäre viel teurer“

 Finanzminister Olaf Scholz (SPD)
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 Finanzminister Olaf Scholz (SPD)

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt seit nunmehr sieben Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Freitag (18. September) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:


  • Bislang infizierte Personen: Rosenheim 3222, Traunstein 1427, Berchtesgadener Land 427, Mühldorf 633, Altötting 750
  • Todesfälle: Rosenheim 222, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 25, Mühldorf 27, Altötting 57
  • Mindestens 9368 Todesfälle in Deutschland (2643 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Fallzahlen im Überblick:


Update, 21.06 Uhr - Rund 96 Milliarden Euro neue Schulden geplant - „Nichtstun wäre viel teurer“

Im Kampf gegen die Corona-Krise will Finanzminister Olaf Scholz (SPD) im Bundeshaushalt 2021 rund 96 Milliarden Euro neue Schulden aufnehmen. Auch im kommenden Jahr soll die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse ausgesetzt werden, wie es am Freitag aus Kreisen des Finanzministeriums hieß. Der Krise solle nicht hinterhergespart werden.

Im laufenden Jahr liegt die Neuverschuldung auf einem Rekordniveau von rund 218 Milliarden Euro. Die Bundesregierung hat milliardenschwere Pakete beschlossen, um Jobs und Firmen zu erhalten, außerdem geht es um Investitionen in Zukunftstechnologien. Zudem werden die Kommunen entlastet. Dazu kommen Zuschüsse zur Stabilisierung der Sozialversicherungsbeiträge oder an die Bundesagentur für Arbeit wegen der deutlichen Verlängerung des Kurzarbeitergeldes.

In Kreisen des Finanzministeriums hieß es: „Nichtstun wäre viel teurer.“ Mit der neuen Nettokreditaufnahme ist erneut ein Tilgungsplan verbunden. Die Tilgung der Schulden ist von 2026 an bis ins Jahr 2042 geplant.

Laut Eckpunkten liegen die Ausgaben des Bundes im Jahr 2021 bei 413,4 Milliarden Euro. Das sind zwar fast 19 Prozent weniger als in diesem Jahr. Allerdings schlugen die maßgeblichen Ausgaben etwa für Hilfspakete in diesem Jahr zu Buche. Die Sozialausgaben steigen laut Eckpunkten. Mehr Geld ist etwa auch für den Verkehrs- sowie den Verteidigungsetat geplant.

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland ist im Frühjahr wegen des Lockdowns eingebrochen. Die Bundesregierung rechnet für das Gesamtjahr mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 5,8 Prozent. Dies wäre der bisher schwerste Einbruch in der deutschen Nachkriegsgeschichte.

Das hat massive Folgen für die Steuereinnahmen. Nach der jüngsten Sonder-Steuerschätzung müssen Bund, Länder und Kommunen im kommenden Jahr mit deutlich weniger Steuereinnahmen auskommen, als noch im Mai erwartet. Im nächsten Jahr wird zwar mit einer deutlichen Erholung der Wirtschaft gerechnet, das Vorkrisenniveau werde aber erst 2022 erreicht.

Scholz plant, ab 2022 nicht mehr von der Ausnahmeregelung der Schuldenbremse Gebrauch zu machen. Auch nach der Schuldenbremse aber sind in einem geringeren Umfang neue Schulden erlaubt. Laut Finanzplan sind 2022 Schulden in Höhe von 10,5 Milliarden Euro vorgesehen, von 6,7 Milliarden 2023 und 5,2 Milliarden im Jahr 2024.

Das Finanzministerium sieht ab 2022 aber zugleich einen „Handlungsbedarf“ in Milliardenhöhe, damit die Schuldengrenze wieder eingehalten werden kann. Sprich: entweder die Einnahmen werden erhöht etwa durch Steuererhöhungen - oder die Ausgaben gekürzt durch Sparpakete. Viel dürfte aber davon abhängen, wie schnell die Wirtschaft sich wieder erholt.

Update, 19.41 Uhr - Baumgärtner: „Geht nicht auf die Wiesn, feiert im Wirtshaus, das ist einfach besser!“

Das Oktoberfest ist wegen Corona abgesagt - trotzdem heißt es in München am Samstag „Ozapft is“. In vielen Wirtshäusern werden zum ursprünglich geplanten Wiesn-Start um 12 Uhr Bierfässer angestochen. Aus Sorge um mögliche wilde Wiesn-Partys gilt auf der Theresienwiese, wo das weltgrößte Volksfest normalerweise Millionen Menschen anzieht und das Bier in Strömen fließt, am Samstag allerdings ein Alkoholverbot.

Nach Tagen knapp unterhalb der Schwelle hatte München am Freitag den Warnwert von 50 Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen einer Woche überschritten. Die Stadt befürchtet, dass sich viele zu bierseligen Ersatzpartys treffen könnten und hat auch für bekannte Party-Hotspots ein Alkoholverbot erlassen.

Wiesnchef und Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner (CSU) forderte die Feierwütigen im Radiosender B5 aktuell auf: „Geht nicht auf die Wiesn, feiert im Wirtshaus, das ist einfach besser!“ Eine Alternative zum coronabedingt geplatzten weltgrößten Volksfest bieten rund 50 Wiesn- und Innenstadtwirte, die bis zum 4. Oktober mit der sogenannten WirthausWiesn Oktoberfeststimmung schaffen wollen; unter Einhaltung der Hygiene-Auflagen wie Mund-Nasen-Schutz außerhalb der Tische, Abstand und weniger Menschen in den Räumen als in normalen Zeiten.

Der frühere Münchner Oberbürgermeister Christian Ude (SPD), seinerzeit Anzapfkönig, will im Bahnhofsviertel anzapfen und der ehemalige Wiesnchef Josef Schmid (CSU) im Augustiner am Platzl.

Die Münchner Gastronomen knüpfen mit der „WirtshausWiesn“ an das allererste Oktoberfest im Jahr 1810 an. Denn damals wurde zwar auf der Theresienwiese eine königliche Hochzeit mit Pferderennen gefeiert. Gegessen, getrunken und gesungen wurde dann aber in den umliegenden Wirtshäusern, wie die Stadt erläuterte.

Update, 18:11 Uhr - Coronavirus: Salzburg schaltet auf „Gelb“

Die Stadt Salzburg schaltet in der in Österreich geltenden Corona-Ampel auf „Gelb“. Die bisherigen Erfahrungen mit der „Corona-Ampel“ zeigen, dass es im österreichweiten Vergleich nicht außergewöhnlich ist, dass Landeshauptstädte durch ihre überregionale Zentralraumfunktion (Pendlerströme, wirtschaftliche Vernetzung etc.) im Focus stehen, so die Stadt Salzburg in einer Pressemitteilung.

Die aktuellen österreichweiten Maßnahmen (Ausweitung der Maskenpflicht, Einschränkung bei Festen und Herabsetzung der Sperrstunden) sollten auch in Salzburg zu einer Verlangsamung des Infektionsgeschehens führen. Die Stadt Salzburg liegt mit einem Wert von 47,99 Personen im 7-Tagesschnitt bei Neu-Infizierungen pro 100.000 Einwohner*innen auf Platz 24 der österreichischen Bezirke.

Update, 17:05 - Grenzwert über 50 in München - So reagiert die Stadt

Nachdem am Nachmittag bekannt wurde, dass die 7-Tage-Inzidenz in der Stadt München den vorgegebenen Grenzwert von 50 übersteigt, sind laut Oberbürgermeister Reiter erst mal keine neuen Beschränkungen geplant. Dennoch ruft das Stadtoberhaupt zu erhöhter Vorsicht in einem Facebook-Post auf: „Wir alle müssen daher jetzt noch wachsamer sein als in den vergangenen Wochen – und mit aller Konsequenz eine weitere Ausbreitung von COVID-19 bestmöglich verhindern.“

Die Stadt wolle das Wochenende abwarten und am Montag über mögliche Maßnahmen beraten. Denkbar wäre, die Regeln für private Feiern weiter zu verschärfen.

Update, 16.29 Uhr - Coronavirus im Landkreis Traunstein

Im Landkreis Traunstein liegen derzeit 29 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 7,34. Seit der letzten Pressemitteilung am 17. September sind beim Staatlichen Gesundheitsamt zwei Neuinfektionen eingegangen.

Dem aktuellen medizinischen Ermittlungsstand zufolge handelt es sich dabei in einem Fall um einen Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet. Es liegen somit insgesamt 1427 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden.

Als genesen gelten mindestens 1310 Personen (drei Personen mehr seit der Meldung am 17. September). Derzeit wird kein COVID-19-Patient im Klinikum Traunstein behandelt.

Update, 16.05 Uhr - Ein neuer Corona-Fall im Landkreis Altöttting

Im Landkreis Altötting wurde am 18. September ein neuer Corona-Fall gemeldet. Damit steigt die Zahl der Gesamtfälle auf 750.

Update, 15.49 Uhr -  Information zum Corona-Virus im Landkreis Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern 6 weitere bestätigte SARS-CoV-2-Fälle im Landkreis gibt. Eine Person befand sich bereits als direkte Kontaktperson in Quarantäne und wurde nunmehr Corona-positiv abgestrichen. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land erhöht sich somit auf 427 (Meldestand: 18.09.2020, 10:00 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land steigt auf 19,8.

Von den insgesamt 427 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2-Fällen sind 377 Personen wieder genesen (4 mehr im Vergleich zur letzten Meldung) und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 25 SARS-CoV-2-Infizierte (2 mehr im Vergleich zu gestern).

Bei allen positiv getesteten Corona-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein, wie z. B. eine häusliche Quarantäne. Aktuell befinden sich 128 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne (9 mehr im Vergleich zur letzten Meldung). Insgesamt 1.116 unmittelbare Kontaktpersonen sind mittlerweile seit März wieder aus der Quarantäne entlassen worden (eine Zunahme um eine Person im Vergleich zur letzten Meldung).

Pressemitteilung Landratsamt Berchtesgadener Land

Update, 15.23 Uhr - Corona-Lagebericht für Stadt und Landkreis Rosenheim

Am 17. September wurden dem Gesundheitsamt 13 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Seit dem letzten Wochenbericht mit Stand 10.09.2020 24 Uhr wurden dem Gesundheitsamt 54 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim (Vorwoche: 87 Fälle) gemeldet. Bisher sind insgesamt 3222 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 2525, Stadt: 698).

Mittlerweile wurde bei mindestens 2886 Personen eine Genesung dokumentiert. 222 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 199, Stadt: 23). Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 145 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. Zwei COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär auf Normalstation behandelt, kein Patient befindet sich derzeit auf einer Intensivstation.

Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 18.09.2020 (0:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 31,58, für den Landkreis Rosenheim bei 12,26.

Stadt und Landkreis Rosenheim: Verteilung Corona-Fälle

Stadt und Landkreis Rosenheim: Verteilung der Gesamtzahl der Fälle und der Genesenen auf die Gemeinde.

Update, 14.47 Uhr - Stadt München überschreitet 7-Tage-Inzidenz von 50

Die Stadt München hat bei der 7-Tage-Inzidenz den Wert von 50 überschritten. Das Bayerische Landesamt für Lebensmittelsicherheit meldete auf seiner Internetseite einen Wert von 50,7 am Freitagnachmittag. Oberbürgermeister Dieter Reiter hatte erst vor Kurzem verkündet, dass bei Überschreiten der 50er-Marke mit einschneidenden Maßnahmen zu rechnen sei, wie der BR berichtet.

Das Münchner Rathaus wird dazu voraussichtlich noch im Laufe des Freitags Stellung beziehen.

Update, 14.20 Uhr - Für Rosenheimer Schüler gilt ab Montag Stufe 2 des Rahmen-Hygieneplans des Bayerischen Kultusministeriums

Das Gesundheitsamt Rosenheim hat beschlossen, dass trotz er aktuellen 7-Tage-Inzidenz von 31,6 die Stufe 2 des Rahmen-Hygieneplans des Bayerischen Kultusministeriums in der Stadt Rosenheim gilt. Das Kultusministerium empfiehlt die zweite Stufe ab einer 7-Tage-Inzidenz von 35.

Heißt: Alle Schülerinnen und Schüler ab Jahrgangsstufe 5 sind auch am Sitzplatz im Klassenzimmer zum Tragen einer geeigneten Mund-Nasen-Bedeckung verpflichtet, wenn dort ein Mindestabstand von 1,5 Metern nicht gewährleistet werden kann. Dies gilt nicht für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 4.

Damit wird die Verordnung vom 11. September, dass auch Grundschüler unter gewissen Voraussetzungen (Mindestabstand von 1,5 Metern nicht möglich) am Platz eine Maske tragen müssen, unwirksam.

Der genaue Wortlaut der Pressemitteilung der Stadt Rosenheim:

Vorbehaltlich der Zustimmung der vorgesetzten Behörden gilt ab dem 21. September die Stufe 2 des Rahmen-Hygieneplans des Bayerischen Kultusministeriums: die Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen der Stadt Rosenheim ab Jahrgangsstufe 5 sind zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auch am Sitzplatz im Klassenzimmer während des Unterrichts verpflichtet, wenn dort ein Mindestabstand von 1,5 Metern nicht gewährleistet werden kann. Aufgrund der günstigen Entwicklung der Infektionsaktivität in der Stadt Rosenheim entfällt dann die Maskenpflicht im Unterricht für die Grundschulen.

Für die Kindertagesbetreuung gilt ebenfalls folgende Regelung: Es können weiterhin alle Kinder die Einrichtung besuchen. Soweit Einrichtungen offene oder teiloffene Konzepte umsetzten, müssen wieder feste Gruppen gebildet werden, um eine bessere Nachverfolgbarkeit im Falle eines Ausbruchsgeschehens zu erleichtern. Die Beschäftigten müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Dr. Hierl erklärt dazu: „Wir haben hier eine zusätzliche Sicherheitsbarriere geschaffen, um zu verhindern, dass bislang unerkannte Erkrankungen in Schulen und Kindertagesstätten eingebracht werden. Die Maßnahme dient dem Schutz der betreuten Kinder und Jugendlichen und auch der Lehrkräfte bzw. Erzieherinnen und trägt dazu bei, dass präventiv eine Ausbreitung der Infektionen in der Bevölkerung verlangsamt werden soll. Derzeit sind alle erforderlichen Maßnahmen veranlasst. Das Gesundheitsamt beobachtet und analysiert die Lage auch weiterhin sehr genau.“

Update, 13.49 Uhr - Kein neuer bestätigter Fall im Landkreis Mühldorf a. Inn

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom 17. September keinen neuen bestätigten Corona-Fall (Stand: 18. September 2020, 08.00 Uhr).

Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf 633 bestätigte Fälle vor, davon sind insgesamt 599 wieder genesen. Die Zahl der Verstorbenen, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, liegt unverändert bei 27. Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt bei 6,0. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 7 aktive Fälle, davon wird keine Person stationär behandelt.

Pressemitteilung Landratsamt Mühldorf a. Inn

Update, 12.42 Uhr - Keine Maskenpflicht im Unterricht ab Montag - Auch in der Stadt Rosenheim?

Kultusminister Piazolo hat auf einer Pressekonferenz am Freitag angekündigt, dass die Maskenpflicht im Unterricht an Schulen ab Montag, dem 21. September, entfällt. Der Kultusminister betonte jedoch, dass die letzte Entscheidung über eine Maskenpflicht im Unterricht bei den Gesundheitsämtern vor Ort liegt.

Das Gesundheitsamt Rosenheim hatte wegen der hohen Fallzahl in der Stadt bereits am 11. September eine Sonderregelung für Rosenheim erlassen, die die Maskenpflicht im Unterricht auf die Grundschulen ausweitete.

Weiter wurde vom Gesundheitsamt angeordnet, dass ab dem 21. September die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Unterricht für Schülerinnen und Schüler besteht, wenn im Klassenzimmer ein Mindestabstand von eineinhalb Metern nicht gewährleistet werden kann.

Diese Regelung gelte vorerst für alle Schulen und Jahrgangsstufen, einschließlich der Grundschulen und Grundschulstufen der Förderzentren, trotz der Ankündigung von Kultusminister Piazolo, dass die Maskenpflicht am Platz ab Montag entfält. Dies bestätigte das Landratsamt Rosenheim auf Nachfrage.

Möglicherweise wird die Regelung für die Rosenheimer Schüler aber noch gelockert. Das Gesundheitsamt Rosenheim prüft im Moment, ob die Regelung für die Stadt Rosenheim aufgrund der sinkenden Fallzahlen wieder an den Drei-Stufen-Plan des Kultusministeriums angepasst wird.

Weiter erklärte das Landratsamt: „Das Gesundheitsamt beobachtet und analysiert permanent die Entwicklung, steht in ständigem Austausch mit dem Schulamt und den Schulleitungen und wird seine Maßnahmen flexibel der jeweiligen Lage anpassen. Seit 13.09. ist erfreulicherweise die 7-Tages-Inzidenz in der Stadt unter den Schwellenwert von 50 und seit dem 16.09. unter den Signalwert von 35 gerutscht. Derzeit prüft das Gesundheitsamt weitere Lockerungen für die nächste Woche. Die Entscheidung wird dem Schulamt und den Schulleitungen rechtzeitig zugesandt werden.“

Update, 11.56 Uhr - Hessen: 1000 Menschen nach zwei Fußballspielen in Quarantäne

Nach zwei Fußballspielen in der Kreisoberliga im Bundesland Hessen müssen gut 1000 Menschen in Quarantäne. Zuerst wurde jeweils ein Spieler des VfR Meerholz und des SV Altenmittlau positiv auf Corona getestet. Daraufhin mussten 60 Spielern in Quarantäne. Nach weiteren 14 positiven Tests sind nun 1000 Kontaktpersonen in Quarantäne, wie bild.de berichtet.

„Wir haben uns an alle Regeln gehalten, aber es ist eine fast unlösbare Aufgabe, Infektionen auszuschließen. Eigentlich hatten wir starke Bedenken, so früh wieder in den Spielbetrieb zu gehen. Doch der Verband hat das so entschieden.“ sagte Dietmar Appl, 2. Vorsitzender des VfR Meerholz der Bild.

Update, 11.36 Uhr - Erneute Reihentestung nach Corona-Fällen in Grundschule und KiGa in Schechen

Das Gesundheitsamt hat nach positiven Corona-Tests im Kindergarten und in der Grundschule Hochstätt eine zweite Reihentestung veranlasst. Insgesamt sollen über 40 Proben von Kontaktpersonen genommen werden.

Update, 11.19 Uhr - Das Wichtigste auf einen Blick von der Pressekonferenz von Michel Piazolo

  • Ab Montag, dem 21. September, entfällt die Maskenpflicht am Platz / im Unterricht an bayerischen Schulen.
  • Es gilt dann wieder der Drei-Stufen-Plan des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus.
  • 7.000 Schüler und 752 Lehrer befinden sich im Moment in Bayern in Quarantäne.
  • Vier Schulen in Bayern sind derzeit komplett geschlossen wegen Corona-Fällen.
  • Das letzte Wort, ob eine Maskenpflicht im Unterricht besteht, haben die Gesundheitsämter vor Ort.
  • Kultusminister Piazolo ist insgesamt zufrieden mit dem Schulstart in Bayern.

Update, 9.59 Uhr - Pressekonferenz von Michael Piazolo - Maskenpflicht im Unterricht endet am Montag

Kultusminister Michael Piazolo ist soeben vor die Presse getreten, um über den Schulstart in Bayern zu informieren. Piazolo gibt gleich zu Anfang der Pressekonferenz das Ende der Maskenpflicht im Unterricht an weiterführenden Schulen bekannt. Ab Montag gilt wieder der 3-Stufen-Plan für die Schulen in Bayern.

„Der vorsichtige Start war richtig“, so der Kultusminister. Er sei zufrieden mit dem Schulstart. Die neuntägige Maskenpflicht im Unterricht sei gut umgesetzt worden. Nach zwei Wochen gehe kein Risiko mehr von den Reiserückkehrern an den Schulen aus.

Trotzdem stelle der Schulstart für Lehrer und Schüler eine Herausforderung dar, so Piazolo. Zum Infektionsgeschehen an den Schulen sagt Piazolo, es gebe dort kein größeres Infektionsgeschehen als in anderen Bereichen. Die überwiegende Zahl der Schüler sei im Moment im Präsenzunterricht, trotz Quarantänemaßnahmen an einzelnen Schulen in Bayern. Aktuell sind etwa 7.000 Schüler und 750 Lehrer im Freistaat in Quarantäne.

Mögliche Leistungsdefizite, die während der Coronakrise entstanden sind, sollen durch „Brückenangebote“ aufgefangen werden. Jede Schule muss solche Angebote anbieten. Wie diese aussehen, bleibt aber den Schulen selbst überlassen, so der Kultusminister.

Insgesamt sei der Start in den Präsenzunterricht gelungen, so das Fazit des Kultusministers nach zwei Wochen Schule in Bayern.

Update, 9.35 Uhr - Kultusminister äußert sich in Pressekonferenz um 10 Uhr

Zwei Wochen nach dem Schulbeginn in Bayern tritt Michael Piazolo am 18. September, 10 Uhr, vor die Presse. Der Kultusminister wird sich voraussichtlich darüber äußern, wie es mit der Maskenpflicht im Unterricht weitergeht. Piazolo hat bereits angedeutet, dass die Maskenpflicht im Unterricht wie geplant diese Woche beendet wird. Ob dies dann auch für die derzeitigen Corona-Hotspots wie die Städte Rosenheim und Passau gilt, ist unklar.

Auf dem Schulhof und -gängen bleibt die Maskenpflicht auf alle Fälle bestehen.

rosenheim24.de berichtet ab 10 Uhr live, was in der Pressekonferenz verkündet wird

Update, 9.22 Uhr - Lehrerverband zieht durchwachsene Zwischenbilanz

Der Lehrerverband zieht nach dem Schulstart ein durchwachsenes Fazit. Dass es unter Corona-Bedingungen bis jetzt so gut funktioniert habe, liege weniger an „vollmundigen Hygieneplänen“ der Kultusministerkonferenz und der einzelnen Landesministerien, sondern daran, dass das Infektionsgeschehen in Deutschland derzeit noch überschaubar sei, sagte der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, der dpa.

„Die eigentliche Bewährungsprobe steht uns noch bevor“, sagte er mit Blick auf Herbst und Winter.

Update, 8.15 Uhr - Virologe Drosten: Corona-Lage kann sich auch in Deutschland zuspitzen

Mit Blick auf die verschärfte Corona-Lage in manchen anderen europäischen Ländern hat der Virologe Christian Drosten vor einer ähnlichen Entwicklung hierzulande gewarnt. Angesichts der derzeit in Deutschland gemeldeten Neuinfektionen müsse man sich klarmachen, «dass wir, wenn wir die Kurven übereinanderlegen, etwas hinterherhinken hinter Spanien und Frankreich und England», sagte der Leiter der Charité-Virologie der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Er betonte, «dass wir uns aber auch nicht vormachen sollten, dass sich das bei uns alles ganz anders entwickelt. Wir machen auch jetzt nicht sehr viele Sachen sehr anders».

„Es gibt ein paar Details, die vielleicht bei uns anders sind als in Südeuropa. Unsere Haushalte sind häufig kleiner, wir haben mehr Einpersonenhaushalte“, sagte Drosten. Es gebe weniger Mehr-Generationen-Familien, in denen das Virus über die Altersgrenzen sehr leicht verbreitet werde. „Das sind sicher Unterschiede. Aber ansonsten ist Deutschland nicht viel anders als diese europäischen Nachbarländer. Darum müssen wir da sehr vorsichtig sein und sehr genau beobachten, wie es jetzt weitergeht.“

Die Testhäufigkeit sei in Deutschland zwar extrem groß - aber erst seit dem Beschluss, Reiserückkehrer zu testen, sagte Drosten. „Das ist eine Testhäufigkeit, die wir in Deutschland so nicht mehr lange durchhalten können.“ Die Grund-Testtätigkeit, die man vorher in Deutschland gehabt habe und bald wieder haben werde, sei nicht viel höher als in anderen europäischen Nachbarländern. Der Kern der Infektionsüberwachung sei bei uns nur wenig stärker ausgeprägt als in anderen Ländern. „Darum müssen wir schon die Zahlen ernstnehmen.“

Wie Drosten erklärte, gingen die Fallzahlen in Deutschland über den Sommer zu einem großen Teil auf Rückkehrer aus dem Urlaub zurück, die das Virus nicht unbedingt in großem Maße hierzulande weitergetragen hätten. Diese Infizierten gäben eher Hinweise auf die Corona-Lage im Herkunftsland. „Was wir jetzt im Moment sehen, ist eine Reflexion durchaus wieder von dem, was in Deutschland los ist in Form von Virusfällen.“ Das Robert Koch-Institut (RKI) hatte am Donnerstag von rund 2.200 Corona-Neuinfektionen bundesweit berichtet.

Update, 7.08 Uhr - Wirt von Restaurant „Donisl" gibt auf

Ein weiterer Wirt geht vor den Folgen der Corona-Krise in die Knie. Karl-Heinz Reindl, Wirt der traditionsreichen Gaststätte „Donisl“ am Münchener Marienplatz, hat um die vorzeitige Auflösung seines Pachtvertrags gebeten. „Corona ist schuld, ganz klar“, so der Gastwirt gegenüber der Süddeutschen Zeitung. „Sämtliche Reservierungen in diesem Jahr sind weggebrochen, für nächstes Jahr sieht‘s nicht besser aus.“

Reindl und seiner Familie gehört das Unternehmen Rubenbauer, das beispielsweise am Münchener Hauptbahnhof zahlreiche Imbissstände betreibt. Der Gastronom hatte die geschichtsträchtige Gaststätte im Jahr 2015 mit dem Ziel übernommen, wieder mehr Einheimische in das bei Touristen beliebte Restaurant zu locken.

Der Tourismus als signifikanter Umsatzfaktor blieb jedoch bis zum Ende von Reindls Engagement bestehen. Und genau das führte nun zu der Aufgabe des Wirts. „Das Ausbleiben von Touristen und Messegästen zwingt uns zu dieser Entscheidung“, so Reindl gegenüber der Bild weiter.

Hacker-Pschorr bedauert die Entscheidung, zeigt aber auch Verständnis für den Abgang des Wirts: „Aufgrund der langjährigen Verbindung und der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit den Familien Rubenbauer und Reindl haben wir dem Wunsch entsprochen, das Pachtverhältnis vorzeitig zu beenden“, sagt Andreas Steinfatt, Geschäftsführer der Hacker-Pschorr Bräu GmbH der Bild. Er betont jedoch: „Selbstverständlich werden wir die Wirtshaus-Tradition an dieser Stelle fortführen.“

Der Donisl ist eine der ältesten noch bestehenden Gaststätten in München. Das Lokal war 1315 erstmals erwähnt worden, 1715 übernahm ein gewissen Dionysius, im Volksmund „Donisl“ Haertl das Haus. Später ging es in den Besitz von Hacker-Pschorr über.

Knapp unter 2.000 Neuinfektionen in Deutschland an einem Tag

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist einen Tag nach dem Erreichen des höchsten Wertes seit April unter der Marke von 2.000 geblieben. Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland 1.916 neue Corona-Infektionen gemeldet, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitagmorgen mitteilte.

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6.000 gelegen. Die Zahl war dann in der Tendenz gesunken und im Juli wieder gestiegen. Im August lag die Zahl der Fälle dann einmal bei knapp über 2.000 (2034). Die Zahl der erkannten Neuinfektionen dürfte auch davon abhängig sein, wie viele Menschen getestet werden.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 267.773 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 18.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9378. Seit dem Vortag wurden sieben Todesfälle mehr gemeldet. Bis Freitagmorgen hatten etwa 238 700 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Mittwochabend bei 1,00 (Vortag: 1,04). Aktuellere Daten hatte das RKI bis zum frühen Freitagmorgen nicht veröffentlicht. Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,06 (Vortag: 1,00). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

fgr/bcs/mda/dpa

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