Kurioser und langwieriger Einsatz für Polizei Berchtesgaden

Stundenlange "Irrfahrt" von Münchnerinnen endet fernab jeder Straße

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Berchtesgaden - Ein langwieriger und letztlich ziemlich kurioser Fall hielt die Beamten der Polizeiinspektion Berchtesgaden am Freitag, 22. Mai, und in der Nacht auf Samstag auf Trab.

Gegen 20.30 Uhr hatte sich nach Polizeiangaben eine 35-jährige Münchnerin per Notruf bei der österreichischen Polizei gemeldet. Zusammen mit ihrer 32-jährigen Freundin habe sie sich mit ihrem Auto abseits der Straße festgefahren, hieß es in der Mitteilung. Wo sich die beiden Damen aufhielten, konnten sie jedoch nicht sagen. "Irgendwo am Königssee" konnte die 35-Jährige der Polizei gerade noch mitteilen. 


Daraufhin verständigten die Beamten in Österreich ihre bayerischen Kollegen, die sich mit einer Streifenbesatzung auf die Suche machten. Wenig später konnte die Anruferin dann auch nicht mehr auf dem Handy erreicht werden. Erst gegen Mitternacht meldete sich die Münchnerin dann bei der Polizei in Berchtesgaden, nachdem sie mehrere verpasste Anrufe auf ihrem Handy entdeckt hatte. Die Irrfahrt war zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht beendet: Die beiden würden in einem Waldstück stehen und könnten sich aus ihrem Fahrzeug nicht befreien, hieß es zu diesem Zeitpunkt. Mittels GPS konnte das Duo schließlich auf einem Wanderweg zwischen Kehlsteinstraße und Ligeretalm lokalisiert werden.

Wagen setzt fernab von Straße auf Waldweg auf

Nun rückte erneut eine Polizeistreife aus, um die Frauen zu suchen - diesmal mit Erfolg: Die eingesetzten Beamten entdeckten das Scheinwerferlicht des Autos der beiden Frauen von einer Forststraße aus und gingen die letzten rund 100 Meter zu Fuß. Dort stand der Wagen quer auf einem steil abfallenden Wanderweg fernab jeglicher öffentlicher Straße. Das Auto hatte mit dem Unterboden "aufgesetzt" und konnte von der Streife nur mit vereinten Kräften wieder flott gemacht werden. Bis auf einen Kratzer blieb dieses glücklicherweise unbeschädigt.


Bei der Befragung der beiden Damen stellte sich schließlich heraus, dass die beiden schon seit dem Nachmittag im Bereich des Obersalzberges durch den Wald geirrt waren. Eigentlich wollten sie zum Kehlsteinhaus. Sie fuhren dabei zuerst über die Alpenpanoramastraße Richtung Roßfeld und bogen dann auf die Forststraße Richtung Ofenerboden ab. Dann ging es auf den Forstwegen weiter Richtung Ligeretalm, bis sie sich vollkommen festfuhren

Nachdem die Streife die Münchnerinnen noch bis nach Berchtesgaden begleitet hatte, konnten die beiden gegen 2 Uhr endlich die Heimreise antreten. Übrigens: Hätten die beiden den richtigen Weg gefunden, wäre die Fahrt umsonst gewesen. Das Kehlsteinhaus hat wegen Corona derzeit geschlossen...

mw/Polizei Berchtesgaden

Quelle: BGland24.de

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