Ahnungslosigkeit schützt nicht

Welche Masken sind als Mund-Nasen-Bedeckung zulässig?

Herkömmliche Alltagsmaske, FFP-Maske nach DIN-Norm oder doch lieber im Visier-Stil? Nicht alles ist in Bayern zulässig
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Herkömmliche Alltagsmaske, FFP-Maske nach DIN-Norm oder doch lieber im Visier-Stil? Nicht alles ist in Bayern zulässig

Bayern - Teils gehasst, oft unangenehm und fast einstimmig als nervig empfunden sind Gesichtsmasken das inoffizielle Logo der Corona-Pandemie. Abseits des Streits, ob die Maßnahme generell sinnvoll ist, herrscht selbst bei der Auswahl der getragenen Mund-Nasen-Bedeckung Unklarheit. Welche Masken sind als Mund-Nasen-Bedeckung in Bayern zulässig und welche nicht?

Der Sinn der Maske über Mund und Nase ist zunächst simpel. Wer niest, hielt sich früher die Hand vor und heute muss die Ellbogenbeuge herhalten. Das hält nicht alles immer und zu 100 Prozent auf, aber weniger kommt auf jeden Fall in der Umgebung an. Die Maske funktioniert im Sinnbild ähnlich und vor allem auch dann, wenn man unbewusst beim Reden und Atmen Partikel in die Luft schleudert.


Stand 22. Oktober 2020

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung schreibt dazu, dass „das Coronavirus über Tröpfchen (größer als fünf Mikrometer) oder auch Aerosole (feinste luftgetragene Flüssigkeitspartikel und Tröpfchenkerne kleiner als fünf Mikrometer) verbreitet wird.“ Diese Tröpfchen und Aerosole gilt es also zu reduzieren. Es wird erklärt: „Mund-Nasen-Bedeckungen (Alltagsmasken) können als mechanische Barriere dazu beitragen, die Verbreitung durch virushaltige Tröpfchen zu reduzieren. Daher sind Mund-Nasen-Bedeckungen eine wichtige Ergänzung zu den Abstands- und Hygieneregeln.“


Was ist eine richtige Mund-Nasen-Bedeckung? - Richtlinien und klare Ausschlüsse vom Gesundheitsministerium

Zulässige Masken sind:

  • Mund-Nase-Bedeckung aus Stoff (sogenannte Communitymasken/Alltagsmasken)
  • Medizinische Gesichtsmaske (EN 14683)
  • FFP 1, 2 und 3 ohne Ausatemventil (EN 149)
  • Durchsichtige Plastikmasken, welche „umlaufend und bündig an der Haut anliegen oder einen Spalt zur Haut freilassen, der nur so groß ist, dass ein bequemes Atmen möglich ist“

Ob die Maßnahmen gefallen oder nicht, mit der Frage, was nun geht und was nicht, müssen sich aktuell alle bayerischen Bürger auseinandersetzen, wenn sie bei etwaigen Kontrollen gut dastehen wollen. Das Bundesministerium für Gesundheit und Pflege schreibt auf seiner Website die Vorgaben, die eine zulässige Mund-Nasen-Bedeckung erfüllen muss:

- entweder umlaufend und bündig an der Haut anliegend wie FFP-Masken (1, 2 und 3) und sogenannte Communitymasken (selbstgenähte/einfache Stoffmasken)

- oder wenn ein Spalt zwischen Mund-Nasen-Bedeckung und der Haut freigelassen wird, der nur so groß ist, dass ein bequemes Atmen möglich ist

Eine ausführliche Liste aller gängiger Masken samt detaillierter Bewertung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin ist hier zu finden. Bei der Verwendung einer FFP-Maske ist im Übrigen besonders darauf zu achten, dass die Dichtigkeit der Maske gewährleistet ist. Durch stoßweises Pusten lässt sich diese überprüfen.

Ist die Dichtigkeit der FFP-Maske nicht vorhanden, hat sie den selben Schutzfaktor für Mitmenschen wie eine herkömmliche Alltagsmaske. Es ist also sinnvoll, sich bewusst für oder gegen die nicht waschbare Variante FFP zu entscheiden. Nur bei korrekter Verwendung erfüllen die Masken ihren Zweck.

Nicht zulässig sind hingegen diese Maskentypen:

  • Visiere
  • Sogenannte Face-Shields
  • Masken und Bedeckungen, welche einen größeren Abstand zur Haut haben als nötig (auch wenn dieser nur an einer Stelle vorhanden ist)

Die Bewertung einzelner Produkte übernimmt das Ministerium aktuell nicht. Es ist empfehlenswert auch bei beworbener Zulassung in Bayern Vorsicht walten zu lassen, wenn es sich um ein sehr „offenes“ Modell handelt. Eine offizielle Zulassung für Gesichtsmasken zur Verwendung im Alltag gibt es derzeit nicht abseits der DIN-Normen für medizinische Masken.

mda

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