Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Corona-Pandemie

Ärzteverbandschef: Fälle nicht mehr flächendeckend erfassen

Der Eingang zu einem Gesundheitsamt
+
Der Eingang zu einem Gesundheitsamt.

Die Inzidenz in Bayern zeigt nach Ansicht von Experten schon länger nicht mehr die wirkliche Pandemie-Lage. Statt jeden Corona-Fall zu melden, sollten sich Gesundheitsämter daher anderen Aufgaben widmen, findet der Chef des Ärzteverbands Öffentlicher Gesundheitsdienst.

Aschaffenburg - Nach Ansicht des Vorsitzenden des Ärzteverbands Öffentlicher Gesundheitsdienst in Bayern, Andreas Kaunzner, sollten Gesundheitsämter nicht mehr jeden Corona-Fall erfassen müssen. „Ich persönlich wäre froh, wenn wir die Ressourcen effektiver nutzen könnten“, sagte Kaunzner der Deutschen Presse-Agentur. „Dazu wäre es wichtig, dass man sich auf die vulnerablen Gruppen wie Senioren oder chronisch Kranke konzentriert.“

Eine flächendeckende Erfassung sei zwar grundsätzlich sinnvoll, derzeit aber von den Behörden schlicht nicht zu leisten. Viele der 76 Gesundheitsämter im Freistaat kämen schon jetzt nicht mehr mit der Meldung der Corona-Infektionen in ihrem Zuständigkeitsbereich hinterher, sagte Kaunzner. „Die Datenlage ist also etwas suboptimal.“ Eine Kontaktverfolgung sei angesichts der hohen Inzidenzen ohnehin schon seit einiger Zeit nicht mehr möglich.

Dazu komme, dass die Gesundheitsämter teils nicht mehr auf die Hilfe von Polizisten und Bundeswehrsoldaten bauen könnten, sagte Kaunzner. Mit der Teil-Impfpflicht im Gesundheitswesen und den Flüchtlingen aus der Ukraine kämen gleichzeitig zusätzliche Aufgaben auf die Behörden zu - „neben all den Aufgaben, die wir schon vor der Pandemie hatten“.

Viele Ärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst hätten im vergangenen Jahr auf Urlaub verzichtet und teils Hunderte Überstunden geleistet, sagte Kaunzner, der selbst im Gesundheitsamt in Aschaffenburg tätig ist. Da mit Blick auf die Überwachung der Teil-Impfpflicht die arbeitsreichsten Monate wohl noch bevorstünden, wäre es „durchaus eine Erleichterung“, nicht mehr jeden Corona-Fall erfassen zu müssen. dpa

Kommentare