"Fach"-Jury stellt Deutschland aufs Abstellgleis

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Die "Fach"-Jury gab LaBrassBanda nur einen Punkt.

Hannover - Die Entscheidung ist gefallen: "Dank" einer äußerst umstrittenen Jury-Entscheidung fährt die Dance-Pop-Band Cascada für Deutschland zum Eurovision Song Contest. Ein Kommentar:

Kommentar:

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Zugegeben betrachte ich die Entscheidung beim Vorentscheid zum Eurovision Song Contest (ESC) durch meine Chiemgauer Brille. Zugegeben bin ich von dem Ausgang maßlos enttäuscht und verärgert. Aber was war das bitte für eine Entscheidung der sogenannten "Fach"-Jury? Wer waren eigentlich die fünf Personen dieser "Fach"-Jury? Nach welchen Kriterien hat diese "Fach"-Jury entschieden?

Eine Antwort auf diese letzte Frage kann ich leider nicht liefern, eines ist für mich aber ganz klar: Die "Fach"-Jury aus Mary Roos, Tim Bendzko, Anna Loos, Roman Lob und Peter Urban ließ einen ganz wichtigen Punkt außer Acht: die Originalität.

An Originalität hat es bei dem diesjährigen Vorentscheid eh auffällig gefehlt. Auf der Bühne präsentierte sich nach meinem Ermessen nichts Außergewöhnliches oder Neues - bis eben auf LaBrassBanda (und "Die Priester"). Ganz Deutschland erkannte das Potenzial dieser Originalität und votete die Chiemgauer ganz nach oben: beim Radio-Voting unangefochten auf Platz Eins und beim TV-Voting auf Platz Zwei.

Und was bekam die originelle Blas-Kombo von der "Fach"-Jury? Einen einzigen Punkt! Zugegeben war der Live-Auftritt nicht perfekt. Man darf aber auch nicht außer Acht lassen, dass die Chiemgauer als einzige Band alle Instrumente live gespielt haben und dass die Tontechnik mit solch alten Blasinstrumenten von vorne herein nicht ganz einfach ist - sind ja auch keine E-Gitarren oder Synthesizer.

Bilder vom ESC-Vorentscheid

ESC 2013 - Unser Song für Malmö

Oder war der "Fach"-Jury die Sprache zu derb? Hatte Sie skrupel, solche "Hallodri" nach Malmö zu schicken? Wenn ja, dann wäre dies ein echtes Armutszeugnis. Denn erstens waren wir Bayern schon immer derb und direkt (was ja nicht verkehrt ist) und zweitens hätte es für den deutschen Song zum ESC keine bessere Werbung geben können als LaBrassBanda. Man stelle sich das mal vor: LaBrassBanda fährt mit einem Oldtimer-Bulldog vom Chiemsee bis nach Malmö. Ich bin mir sicher: Diesen außergewöhnlichen Bulldog-Trip hätten nicht nur die deutschen Medien begleitet - und Deutschland wäre schon vor dem Eurovision Song Contest ein Geheimfavorit gewesen.

Kommentator Martin Vodermair

Und jetzt? Jetzt fährt die Dance-Pop-Band Cascada mit dem Titel „Glorious“ zum ESC am 18. Mai im schwedischen Malmö. Zugegeben, ihr erster Platz ist nicht ganz unverdient, da sie von den TV-Zuschauern auf den ersten Platz gewählt wurde und nach den beiden Publikums-Votings mit LaBrassBanda gleich auf lag. Trotzdem steht Deutschland meiner Meinung nach mit diesem Song schon jetzt auf dem Abstellgleis. Sorry, aber wir werden mit diesem nicht originellen und schon tausendmal gehörten 08/15-Song beim ESC mit Sicherheit keine Rolle spielen - auch wenn er sich wie der letztjährige Gewinnertitel anhört!

Abschließend noch ein Tipp für die ARD: Für das kommende Jahr sollte sich der öffentlich-rechtliche Sender überlegen, ob er nicht wieder nur das TV-Publikum entscheiden lassen soll. So wäre das Ergebnis eindeutig - und mit meinen Rundfunkgebühren müsste keine zweifelhafte "Fach"-Jury bezahlt werden!

Ach-Ja: Für alle, die meiner Meinung sind ;-) https://www.facebook.com/RevoteLabrassbandaFurMalmo

Martin Vodermair

Quelle: rosenheim24.de

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