Kommentar zur Griechenland-Krise

Mit "Licht"-Geschwindigkeit aus der Krise

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Wie navigieren die beiden nun am "Schwarzen Loch" vorbei? Kanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Alexis Tsipras

Europa/Erde/Milchstraße - Langsam geht mir dieser "GREXIT" wirklich auf die Nerven. Dabei wäre die Lösung doch so einfach - und die Krise mit "Licht"-Geschwindigkeit zu meistern. Ein Kommentar:

Am Wochenende sitze ich, auf der Suche nach Entspannung, gerne mal vor der Flimmerkiste. Filme und Serien, die sich mit einer möglichen Zukunft beschäftigen, stehen da bei mir ganz hoch im Kurs: Allen voran der Klassiker: Star Trek. Ein Franchise, dem ich nun schon sehr lange treu bin. Doch nicht so am vergangenen Sonntag: Tanzende Griechen auf den Straßen hier, schimpfende Politiker da. Keine Enterprise weit und breit. Und auch die Woche ging genauso weiter. Schulden statt Spock, GREXIT statt guter Unterhaltung. Jetzt werde ich aber langsam sauer:

W.A.R.P. 5... Energie!!!

Warum ich Star Trek so mag? Ganz einfach: Die Menschen leben friedlich auf dem Planeten Erde zusammen, Hunger und Armut wurden kurzerhand abgeschafft. Wie? Noch einfacher! Die Menschheit hat sich dazu entschieden, das Streben nach materiellen Dingen schlicht einzustellen, es gibt höhere Ziele. Diesen, zugegeben für unsere Menschheit, unrealistischen Denk-Ansatz, wünsche ich mir seit vergangenen Sonntag beim Zappen durch die Kanäle dann aber doch herbei, zumindest ein bisschen. Ehrlich: Ich habe die Schnauze einfach voll. Von den gegenseitigen Schuldzuweisungen und der "Was-gewesen-wäre-wenn"-Diskussionskultur der Gäste von Günter Jauch und Co. Den immer wiederkehrenden Schreckens-Szenarien der Nachrichten-Sender. Fakt ist doch, dass der Karren spätestens seit Sonntag fest im Dreck steckt und es nun viel wichtiger ist, gemeinsam Lösungen zu finden. Ich präsentiere den Ansatz: "Mit W.A.R.P. 5 und "Licht"-Geschwindigkeit aus der Krise".

"Wieder-Aufbau Runtergekommener Provinzen" in 5 Jahren ( im Folgenden "W.A.R.P. 5").  Zuerst die Bestandsanalyse: 316 Mrd. Euro Staatsschulden, Arbeitslosigkeit gesamt bei 25,6 Prozent und rund 60 Prozent der Bevölkerung gegen weitere Sparmaßnahmen, die von den Geldgebern diktiert werden. Größte Einnahmequelle ist der Dienstleistungssektor mit einem Anteil von rund 70 Prozent an der Wirtschaftsleistung. Alleine zehn Prozent gehen dabei auf den Tourismus zurück.

Wie kommen wir da bloß wieder raus?

Um aus der Krise wieder heraus zu kommen, muss man sich zuerst anschauen, was die Griechen leisten können. Was liegt den Touristen außer Gyros und einer gepflegten Flasche Wein ganz besonders am Herzen, wenn sie an das Insel-Konglomerat denken? Die Sonne! Mein Vorschlag also: Aus Griechenland wird Europas größter Energie-Produzent, die Solarzelle vom Mittelmeer!

Ein Rechen-Beispiel: Laut Wikipedia betrug der Bruttostromverbrach 2011 in Deutschland 606,8 Mrd. Kilowattstunden. 10 Quadratmeter Photovoltaikanlage erzeugen dagegen 1.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Das bedeutet also, dass Griechenland eine Fläche von 6.068 Quadratkilometer mit Solaranlagen zupflastern müsste, um Deutschland komplett mit Strom zu versorgen. Das entspricht lediglich einem Gebiet von rund 2 Prozent seiner Gesamtfläche von rund 131.000 Quadratkilometern. Klar soweit?

Unser rosenheim24.de-Reporter Sascha Ludwig macht sich zur Schuldenkrise Griechenlands seine eigenen Gedanken.

Die Föderation, pardon die Europäer, müsste sich an diesem Prozess natürlich beteiligen, sei es mit Material zum Bau, dem nötigen Know-How zur Konstruktion der Anlagen und eventuell neuen Verfahren, wie zum Beispiel "Power-to-Gas", damit die Griechen ihre neue Energie auch ordentlich an den Mann bringen können. Nach einer Investitions- und Aufbauphase von fünf Jahren, deshalb ja "W.A.R.P. 5", beginnen die Mittelmeer-Anwohner dann endlich, die alten Schulden bei den Euroländer mit Exporten in Form von Energie zurückzuzahlen. 

Bei einem Energiepreis von 10 Cent pro Kilowattstunde und somit einer (nach heutigem Stand) umgerechneten Schuld von 3,12 Billionen Kilowattstunden und einer jährlichen Produktion bzw. Export von rund 607 Mrd. Kilowattstunden, wäre Griechenland in weiteren fünf Jahren, also dann "W.A.R.P. 10", alt-schuldenfrei. Von der Menge an Arbeitsplätzen, die durch die Maßnahme geschaffen werden und einer Zukunftsperspektive im Sinne von "W.A.R.P. 20" ganz zu schweigen...

Doch was ist mit den Kosten?

Ich hab doch nur Spaß gemacht, nichts für ungut!

Langer Rede,...

... kurzer Sinn: Bei allem, was in der Griechenland-Krise falsch gelaufen ist, sollte das Ziel aller Beteiligten, also aller Europäer, doch stets sein, zu versuchen, das Beste aus der Krise mitzunehmen. Wie sagt schon der Engländer: "It was no use, however, crying over spilt milk." Ebenso klar sollte sein, dass die Misswirtschaft in den Griechischen Ämtern aufgedeckt und beseitigt werden muss, um das Versickern der Hilfsgelder zu stoppen. Griechenland wird auch in absehbarer Zukunft noch finanzielle Hilfe brauchen, soll das Land in der Europäischen Union gehalten werden. Doch dann bitte unter dem Motto des bekannten asiatischen Philosophen: "Gib einem Mann einen Fisch und du ernährst ihn für einen Tag. Lehre einen Mann zu fischen und du ernährst ihn für sein Leben." Oder wollen wir am Ende gar keine Fischer vom Mittelmeer in unserer Föderation haben?

Verfasst von Sascha Ludwig (sascha.ludwig@ovb24.de)

Quelle: rosenheim24.de

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