Neugestaltung des Karl-Daniels-Platzes

"Wir dürfen die Leute nicht enttäuschen"

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
  • schließen

Kolbermoor - Schon seit Jahren plant der Stadtrat den Karl-Daniels-Platz umzugestalten. Nach langer Diskussion um den Brunnen ging es in der jüngsten Bauausschusssitzung nun mit dem Gesamtkonzept weiter.

In der Stadtratssitzung vom 30. November wurde die Neugestaltung des Karl-Daniels-Platzes beschlossen. Was viele Kolbermoorer freuen dürfte: der Brunnen bleibt. Dem Stadtrat stellte Landschaftsarchitekt Harald Hell auch seine Überlegungen vor, wie man den Park modernisieren und in einen Mehrgenerationen-Spielplatz umgestalten kann. Nach ausführlicher Diskussion wurden einige Änderungen festgelegt und Hell damit beauftragt, diese in die Planungen mit einfließen zu lassen. Diese stellte Hell nun dem Bauausschuss vor. 

So sah der Platz in den 1960er-Jahren aus.

Platz in den 80er Jahren gekauft

Wie Bürgermeister Peter Kloo im Bauausschuss darlegte, sei der Platz 1984 zusammen mit dem heutigen Momo-Kindergarten von der Spinnerei erworben. "Das hat damals insgesamt 700.000 Mark gekostet. 80.000 Mark haben wir für den Karl-Daniels-Platz gezahlt mit der Auflage, dass dieser für Kommunale Zwecke genutzt werden muss und nicht bebaut werden darf." Außerdem müsse der Platz bis zum Ableben des Spinnereibesitzers Karl-Daniel so heißen. Kloo sehe auch keinen Grund, den Park umzubenennen.

Planer bekommt Gegenwind

Hell wurde beauftragt, einen Bewegungsparcours für Alt und Jung mit einzuplanen und die Wegeführung zu optimieren. Er stellte nun dem Bauausschuss die überarbeiteten Planungen vor und stieß dabei auf wenig Zustimmung: Die dritte Bürgermeisterin Dagmar Levin-Feltz (SPD) zeigte sich enttäuscht, dass die Diskussionsgrundlage aus der letzten Stadtratssitzung nicht mit aufgenommen wurde. "Wir wollen Spielgeräte, die auch für Kinder zugelassen sind, keine Fitnessgeräte." Es gehe als erstes um Kosteneinsparpotentiale. "Wir dürfen die Leute nicht enttäuschen." Auch der Seniorenbeauftragte Dr. Berthold Suldinger (SPD) teilte diese Auffassung: "Ich wundere mich, dass der Informationsstand beim Planer so niedrig ist."

Wegekonzept soll überarbeitet werden

Unterstützung bekamen beide auch von Seiten der CSU. Markus Schiffmann plädierte für weniger Elemente auf dem Platz, um mehr Grünfläche zu haben. "Ich bin erschrocken, wie viel Verkehrsflächen in der Planung drin sind und für wen. Für mich ist das zu vollgepfropft. Das soll ein grünes Wohnzimmer für die Siedlung werden." Parteikollege und Fraktionssprecher Sebastian Daxeder war mit dem Wegekonzept ebenfalls nicht glücklich. "Wir haben beim letzten Mal gesagt, die Natur wird nicht eingefasst. Es ging auch um Kosteneinsparung und wenn das Gundkonzept nicht gleich bleibt kann man nicht viel einsparen. Wenn ich groß sparen will, muss ich auch groß überlegen."

Hell verteidigte sein Konzept dahingehend, dass die Hauptkosten der Hauptachse und dem Brunnen geschuldet seien. "Es ist hier kein großes Einsparpotential vorhanden."

Zurück zur Übersicht: Kolbermoor

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare