Live-Berichterstattung vom Dienstag zum Nachlesen

Riss eine fatale Fehlentscheidung zehn Menschen in den Tod?

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Bad Aibling (Landkreis Rosenheim) - Schlimmer Unfall am Dienstagmorgen im Berufsverkehr: Auf der Bahnstrecke zwischen Holzkirchen und Rosenheim kam es zu einem Zugunglück. Zwei Meridian-Züge stießen frontal zusammen. 

Lesen Sie auch:

++ So trauern Bad Aibling und Kolbermoor um die Opfer

++ Ursachen-Recherche: Defektes Signal - oder menschliches Versagen?

++ Alle wichtigen Aussagen aus der Pressekonferenz

++ Ein Zug-Insasse schilderte uns exklusiv: So erlebte ich die Tragödie

++ Faschingsfeiern in der Region wurden abgesagt

++ Am Abend finden Gedenkgottesdienste statt

++ RoMed-Kliniken: Zug-Insassen nach Unglück in Not-Behandlung

++ Gaffer sorgen für Stau-Chaos in Aibling

++ Irrtümliche Empörung über Selfie-Foto eines Sanitäters im Netz

++ YouTube-Video zeigt Unglücksstelle aus Zugführer-Sicht

++ Parteien sagen traditionelle Aschermittwoch-Veranstaltungen ab

Video direkt von der Unfallstelle

Die wichtigsten Informationen im Überblick:

- Gegen 6.48 Uhr kam es auf Höhe des Klärwerks Bad Aibling (Landkreis Rosenheim) zu einem schweren Zugunglück.

- Zwei Meridian-Regionalzüge des privaten Betreibers Bayerische Oberlandbahn sind frontal zusammengestoßen. Sie bohrten sich bei geschätzten 100 km/h regelrecht ineinander.

- Wieso es zum Unfall kam, ist derzeit nicht bekannt. Es ist eine eingleisige Strecke am Unfallort. Laut Fahrplan treffen sich die Züge am Bahnhof Kolbermoor. Das automatisierte Bremssicherungssystem PZB konnte das Unglück nicht verhindern.

- Laut Medienberichten verdichten sich die Anzeichen, dass eine Fehlentscheidung eines Fahrdienstleiters im Stellwerk von Bad Aibling für die Tragödie ursächlich sein könnte.

- Laut Polizeiangaben sind zehn Todesopfer derzeit bestätigt. Zusätzlich gibt es 18 Schwerverletzte und 63 Leichtverletzte. Eine Person wird noch vermisst. Nach unseren Informationen sind mindestens zwei Verletzte noch in einem kritischen Zustand.

- Die Unfallstrecke ist schwer zugänglich, liegt in einem Waldstück, direkt an einem Hang am Fluss Mangfall. Deshalb wurden rund ein Dutzend Rettungshubschrauber und auch die Wasserwacht eingesetzt. Österreich unterstützte die deutschen Einsatzkräfte mit Rettungshubschraubern

- Unter den Opfern dürften zahlreiche Berufspendler sein. Aufgrund der Faschingsferien saßen keine Schüler in den Zügen.

- Angehörige können Informationen über das Bürgertelefon der Kriminalpolizei Rosenheim erhalten: 08031 / 2003180. / Zudem hat Meridian eine Notrufnummer eingerichtet: 0395 / 43084390

- Die Bahnstrecke zwischen Holzkirchen und Rosenheim (Mangfalltalbahn) wird für mehrere Tage gesperrt sein. Es verkehrt ein Schienenersatzverkehr mit Bussen.

- Auch die dpa berichtet nun, dass die Ursache für das schwere Zugunglück nach ersten Ermittlungen „menschliches Versagen“sei.

Videos und Fotos von der Unfallstelle:

Luftaufnahmen vom Zugunglück

Hunderte Helfer geben vor Ort alles

Bilder vom Zugunglück bei Bad Aibling/Pullach

Rettungskräfte vor Ort: Schwerer Zug-Unfall bei Bad Aibling

Unser Respekt gilt allen Einsatzkräften: 

UPDATE, 21.45

In Trauerandachten in Bad Aibling und Kolbermoor kamen die Bürger der Städte zusammen, um den Opfern zu gedenken. "Wir sind traurig und fassungslos", so Andreas Strauß, evang. Pfarrer in Bad Aibling und Bad Feilnbach.

UPDATE, 21.15 Uhr

Auch die dpa berichtet nun, dass die Ursache für das schwere Zugunglück nach ersten Ermittlungen „menschliches Versagen“sei. Das habe die Deutsche Presse-Agentur am Dienstagabend aus zuverlässiger Quelle erfahren. Wer genau für das Unglück verantwortlich zu machen ist, war zunächst nicht bekannt.

UPDATE 19.50 Uhr: Medien berichten von "verhängnisvoller Fehlentscheidung"

Laut dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland", zu dem unter anderem die Hannoversche Allgemeine gehört, soll offenbar eine verhängnisvolle Fehlentscheidung eines Fahrdienstleiters im Stellwerk von Bad Aibling der Grund für das Zugunglück sein. 

Dieser Fahrdienstleiter habe das automatische Signalsystem ausnahmsweise außer Kraft gesetzt, um einen verspäteten Meridian „quasi von Hand durchzuwinken“. 

Diese Behauptung ist bisher jedoch noch nicht offiziell bestätigt. 

Mehr dazu lesen Sie hier.

UPDATE 19.35 Uhr: Viele Tote noch nicht identifiziert

Auf Nachfrage von mangfall24.de teilte das Polizeipräsidium mit, dass viele Todesopfer noch nicht identifiziert werden konnten. Weiterhin geht man aber von einer vermissten Person aus, die wohl noch in einem Zugwrack liegt. Man hat wenig Hoffnung, diese Person noch lebend aufzufinden. Die Suche nach dem Vermissten kann aber erst am Mittwoch fortgesetzt werden, wenn es wieder hell ist. 

UPDATE 18.03 Uhr: Chronologie des Unglücks

Unser Partnerportal merkur.de postete auf Facebook eine Chronologie des Unfalls. Nach Polizeiinformationen kam es gegen 6.48 Uhr zur Kollision

Die Karte stellt das #Zugunglück von #BadAibling chronologisch dar. bit.ly/20ImyqT© Michael Stürzer/Starnberger Merkur

Posted by Merkur.de on Dienstag, 9. Februar 2016

UPDATE 17.40 Uhr: Zwei Patienten im kritischen Zustand

Im Interviewgespräch mit unserem Portal sagte der medizinische Direktor der RoMed-Kliniken, Priv.-Doz. Dr. Christoph, Knothe, dass insgesamt zwei Patienten, die in seinem Klinikverbund behandelt werden, in einem kritischen Zustand seien. Das Gespräch mit dem Mediziner führten wir am späten Nachmittag.

UPDATE 17.25 Uhr: Stau durch Schaulustige

An der Staatsstraße 2089 staut sich der Autoverkehr, weil viele Schaulustige genau an der Unfallstelle das Tempo verlangsamen um einen Blick auf die Zugwracks zu erhaschen, berichtet unsere Reporterin. Teilweise parken sie sogar am Seitenstreifen.

UPDATE 17.19 Uhr: Zehn Todesopfer bestätigt

Es wird immer tragischer: Das Polizeipräsidium bestätigte nun das zehnte Todesopfer. Ein Verletzter starb in einem Krankenhaus. Eine Person wird noch immer vermisst. Die Überlebenschance des Vermissten ist äußerst gering. Bergungsmaßnahmen mit schwerem Gerät werden nicht mehr im Laufe der Nacht stattfinden, sondern erst am Mittwoch bei Tageslicht.

Weiter gibt es weiterhin 18 Schwerverletzte.  

Die Polizei bittet darum, keine Blutspenden-Anfragen an das Bürger-/Hinweistelefon der Polizei (08031/2003180) zu richten. Die Nummer müsse für besorgte Bürger und Angehörige sowie für Zeugenhinweise erreichbar bleiben. 

UPDATE 16.59 Uhr: YouTube-Video zeigt die Unglückskurve

Auf YouTube kann man ein Video einer Führerstandsmitfahrt von Holzkirchen nach Rosenheim sehen. Etwa bei Minute 32:50 kommt dann die Kurve, in der sich das Unglück ereignete.

UPDATE 16.38 Uhr: Spezialkran auf dem Weg nach Bad Aibling

Zwei Spezialkräne sind zur Bergung der Zugwracks unterwegs. Ein Twitternutzer namens Lokführer Tim postet ein Foto des tonnenschweren Geräts auf dem Weg zum Unglücksort:

UPDATE 16.05 Uhr: Weitere Augenzeugen-Berichte

Die BILD sammelte weitere Berichte von Zug-Insassen und Rettern. Chemiearbeiter Dennis (29) erzählte, dass nach der Vollbremsung "Leute wie Puppen durch die Luft " flogen. Es sei schrecklich gewesen.  Rettungsassistentin Julia Briemann (31) sagte zu BILD: „So etwas Schreckliches habe ich noch nie erlebt."

Focus Online befragte den Notfallseelsorger Hans Huber, der in der Sammelstelle der Feuerwehr in Kolbermoor die geretteten Zug-Insassen betreute. In der Sammelstelle sei es "unheimlich still" gewesen, so Huber. "Hier saßen zwar dutzende Menschen zusammen, doch gesprochen wurde nicht".

Auch mangfall24.de sprach mit einem Zug-Insassen. Hier können Sie seine Aussagen lesen

UPDATE 15.55 Uhr: Ökumenische Gedenkgottesdienste in Aibling und Kolbermoor 

Am Abend findet um 18.30 Uhr in der katholischen Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Bad Aibling eine ökumenische Andacht anlässlich des Zugunglücks statt. Die Andacht soll Raum geben für stilles Gedenken.

Ebenfalls laden in Kolbermoor die evangelische Kreuzkirche und die katholische Stadtkirche zu einer ökumenischen Trauerandacht um 18.30 Uhr in der Kirche Hl. Dreifaltigkeit ein. Auch diese Andacht soll Zeit und Raum für Besinnung und Gebet geben. 

UPDATE 15.49 Uhr: Menschliches Versagen oder technischer Defekt?

Derzeit stellen sich viele Fragen: Fuhr der Zug möglicherweise eine Minute zu früh? War es Versagen des Fahrdienstleiters im Stellwerk Bad Aibling? Hier gehen wir diesen Fragen nach.

UPDATE 15.38 Uhr: CSU sagt Politischen Aschermittwoch in Passau ab

Wegen des Zugunglücks hat die CSU den traditionellen Politischen Aschermittwoch in Passau abgesagt

Dies meldete das CSU-Organ "Bayernkurier" am Dienstagnachmittag. CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer begründete die Absage "aus Respekt vor den Opfern". 

UPDATE 15.20 Uhr: Alle geplanten Operationen in den RoMed-Kliniken abgesagt

Wie uns Pressesprecherin Elisabeth Siebeneicher von den RoMed-Kliniken mitteilte, wurden alle OP-Säle in Rosenheim, Bad Aibling, Prien und Wasserburg freigehalten. In Rosenheim und Aibling wurden Krisenteams gebildet. 

Nach Rosenheim kamen 13 Verletzte, davon zwei schwer verletzte. In Bad Aibling wurden nach dem Unglück 17 Personen behandelt, davon vier Menschen schwer. Auch in Prien wurden zwei Schwerverletzte eingeliefert. 

UPDATE 14.52 Uhr: Für den Vermissten besteht "wenig Hoffnung"

Auf Nachfrage von mangfall24.de teilte Stefan Sonntag vom Polizeipräsidium mit, dass es doch lediglich noch eine Person vermisst wird. Ob es sich dabei um einen Meridian-Mitarbeiter handelt, konnte der Polizeisprecher nicht sagen. 

Für den Vermissten bestehe aber "wenig Hoffnung", so Sonntag. 

UPDATE 14.40 Uhr: Merkel reagiert "bestürzt und traurig"

Bundeskanzlerin Angela Merkel meldete sich zu Wort: "Ich bin bestürzt und traurig über das schwere Zugunglück heute Morgen bei Bad Aibling. Mein Mitgefühl gilt vor allem den Familien der neun Menschen, die dabei ihr Leben verloren haben."

Weitere Reaktionen finden Sie hier.

UPDATE 14.33 Uhr: Strecke wird tagelang gesperrt bleiben

An die Unfallstelle wurden nun Multifunktionskräne angefordert. Für die Bergung der Zugwracks muss die Oberleitung abgebaut werden. Die Bergungsarbeiten wird wohl einige Tage in Anspruch nehmen. 

UPDATE 14 Uhr: Identität der Toten noch nicht geklärt

Laut Aussage von Polizeipräsident Robert Kopp ist die Identität der Toten noch nicht geklärt. 

UPDATE 13.45 Uhr: Weniger Fahrgäste durch Faschingsferien

Auf der Pressekonferenz in Bad Aibling wurde mehrfach von den Vertretern der Politik, Rettungskräfte und Polizei betont, dass der schulfreie Faschingsdienstag wohl dazu geführt hat, dass das Unglück und die Opferzahl nicht noch viel tragischere Ausmaße eingenommen hat. Der Zug war mit etwa 150 Insassen nicht so voll besetzt, wie sonst an Werktagen üblich.

UPDATE 13.40 Uhr: Offenbar zwei Vermisste

Polizeipräsident Robert Kopp sprach in der Pressekonferenz in Bad Aibling von noch zwei vermissten Personen. 

UPDATE 13.35 Uhr: Züge trafen sich nicht in Kolbermoor

Wie der bayerische Innenminister Joachim Herrmann mitteilte, hätten sich die Züge fahrplanmäßig am Bahnhof in Kolbermoor begegnen müssen. Es handelt sich um die Meridian-Regionalzüge die um 6.10 Uhr ab Holzkirchen und ab 6.43 Uhr in Rosenheim losfuhren. Warum es zu einer Abweichung im Fahrplan kam, ist derzeit nicht bekannt. 

Laut Herrmann waren 215 Landespolizisten, 50 Beamte der Bundespolizei, 180 Feuerwehrkräfte und 200 Mitarbeiter von Rettungsdiensten, Wasser- und Bergwacht im Einsatz. 

UPDATE 13.20 Uhr: Ungebremst in Kurve kollidiert

Laut Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt haben sich die Zugführer sich wohl nicht gesehen, als die Züge in einer Kurve kollidierten. Er spricht von einer Geschwindigkeit von bis zu 100 km/h, die an dieser Stelle möglich sind. 

Die Feuerwehr sei drei Minuten nach der Alarmierung schon vor Ort gewesen, so Dobrindt. 

UPDATE 13.10 Uhr: Züge 20 Meter ineinander verschoben

Die Züge haben sich laut Polizei etwa 20 Meter ineinander geschoben, deshalb muss zur Bergung extra "schweres Gerät" aus München beschafft werden.

UPDATE 12.45 Uhr: Eine Person wird offenbar noch vermisst

Aktuelle Informationen von der Unfallstelle. Laut Kreisbrandbrat Richard Schrank wurden 63 Verletzte auf die Krankenhäuser in der Region verteilt. Eine Person wird noch vermisst. 

Durch das schwer zugängliche Gelände, einem hügeligen Waldgebiet direkt an der Mangfall, und die einspurige Zufahrt wurden auch zehn Rettungshubschrauber mit Winden eingesetzt, um die Schwerstverletzten von der Unfallstelle zu holen. "Mit so einem Szenario konnten wir nicht rechnen", äußerte sich Schrank erschüttert. 

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Die Minister Alexander Dobrindt und Joachim Herrmann sind derzeit am Ort der Tragödie. 

UPDATE 12.20 Uhr: Pressekonferenz auf 13 Uhr verschoben

Die Pressekonferenz mit Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, Landrat Wolfgang Berthaler und Bürgermeister Felix Schwaller sowie Polizeipräsidenten Robert Kopp wurde auf 13 Uhr verschoben.

UPDATE 12.11 Uhr: Neunter Toter geborgen

Soeben teilte unser Reporter vor Ort mit, dass ein neuntes Todesopfer aus dem Zug geborgen wurde. 

UPDATE 12.09 Uhr: Kripo hat Ermittlungen aufgenommen

Das Polizeipräsidium teilte am Dienstagmittag die aktuellen Opferzahlen mit. Bislang mussten acht Tote, 18 Schwerverletzte und etwa 90 Leichtverletzte geborgen werden.

Speziell geschulte Beamte der Kriminalpolizei übernahmen unter Leitung der Staatsanwaltschaft Traunstein, und mit Unterstützung von Kollegen der Bundespolizei, die Ermittlungen zum Hergang des Unglücksfalles. Zur genauen Ursache können derzeit noch keine Aussagen getroffen werden, die Ermittlungen stehen hier noch am Anfang.

Laut unserem Reporter vor Ort sind weiterhin Rettungshubschrauber vor Ort. Auch Wasserwacht-Boote sind weiterhin im Einsatz. 

UPDATE 11.54 Uhr: Ein Zug-Insasse schildert uns das Unglück

Patrick B. schilderte unserer Redaktion, wie er das Unglück erlebte, nachdem der Meridian von Kolbermoor losfuhr. Er schrieb uns: "Wir hätten gerne mehr rausgeholt, aber ohne Gerät hatten wir keine Chance."

UPDATE 11.47 Uhr: Live-Ticker zur Pressekonferenz

In Bad Aibling wird um 12 Uhr eine Pressekonferenz stattfinden. Wir berichten live.

Mittlerweile hängen die Flaggen vor dem Rathaus mit Trauerflor: 

UPDATE 11.45 Uhr: Der Blutspenden dringend benötigt

Der Blutspendedienst München ruft auf seiner Homepage zum Spenden von Blut auf. Es bestehe akut ein deutlich erhöhter Bedarf.

AUFRUF zum Blutspenden nach Zugunglück im Landkreis Rosenheim!Aufgrund des tragischen Zugunglücks im Landkreis...

Posted by Blutspendedienst München on Dienstag, 9. Februar 2016

UPDATE 11.13 Uhr: Die Bergung ist größtenteils abgeschlossen

Unser Reporter vor Ort bestätigt, dass die Bergung größtenteils abgeschlossen ist. Die Zugwracks werden weiter nach Personen abgesucht, insbesondere die Triebwagen. 

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt wird am Mittag an der Unfallstelle erwartet. 

UPDATE 11 Uhr: Deutsche Bahn schließt Fehler bei Weichenstellung aus

Gegenüber n.tv teilte die Deutsche Bahn mit, dass es kein Weichenstellungsfehler gewesen sein kann, weil es eine eingleisige Strecke ist. Damit könnte tatsächlich ein Signalfehler ursächlich sein für das Unglück. Offiziell gibt es zur möglichen Unfallursache noch keine Angaben.  

UPDATE 10.57 Uhr: Polizei bestätigt acht Todesopfer - Lokführer gestorben

Polizeisprecher Jürgen Thalmeier bestätigte gegenüber mangfall24.de, dass acht Personen bei dem Unglück gestorben sind. Darunter seien vier Passagiere, die beiden Zugführer und Zugbegleiter. 

Derzeit scheinen die Rettungskräfte zu versuchen, mögliche weitere Opfer aus dem Zugwrack zu befreien. 

UPDATE 10.50 Uhr: Trauer und Anteilnahme im Netz

Besonders auf Twitter bestimmte das tragische Zugunglück am Morgen die Beiträge. Hier finden Sie einen Überblick.

Die CSU postete auf Twitter ebenfalls ihre Anteilnahme für die Opfer:

Auch Bundesjustizminister Heiko Maas äußerte sich bereits über Twitter: 

UPDATE 10.20 Uhr: Erste Faschingsfeiern wurden abgesagt

Das Faschingstreiben am Rosenheimer Max-Josef-Platz wurde abgesagt, teilte das City-Management mit. Auch Feiern in Kolbermoor und Vagen wurden schon abgesagt. 

UPDATE 10.05 Uhr: Unfallstelle schwer zugänglich

Noch immer ist ein Großaufgebot von Rettungskräften vor Ort. Etwa 250 Helfer befinden sich derzeit für die Bergungsarbeiten an der Unfallstelle. Auch Bergwacht-Kräfte sind eingetroffen. Weil die Unfallstelle so schwer zugänglich ist, werden die Verletzten zunächst mit den Rettungshubschraubern und auch mit Booten zu den Krankenwagen gebracht. Auch drei Stunden nach dem Unglück laufen die Rettungsarbeiten weiterhin. 

"Ich habe noch nie in meinem Leben so viele Notarztwagen gesehen", sagte BR-Reporterin Dagmar Bohrer-Glas.

Unsere Reporterin berichtet, dass mindestens die Hälfte eines Waggons mit einem anderen Zugteil verkeilt ist und völlig zusammengedrückt wurde. 

UPDATE 9.55 Uhr: Polizei spricht von 15 Schwerstverletzten

Aktuell bestätigt das Polizeipräsidium Oberbayern Süd weiterhin vier Todesopfer. Zusätzlich gibt es 15 Schwerst- und 40 Schwerverletzte und bis zu 100 Leichtverletzte. 

Laut unserer Reporterin vor Ort, teilte Polizeisprecher Jürgen Thalmeier mit, dass möglicherweise noch Todesopfer in den Zugwracks liegen. 

Um 12 Uhr findet eine Pressekonferenz in Bad Aibling statt - mangfall24.de ist vor Ort und wird aktuell berichten! 

UPDATE 9.45 Uhr: Zugunfall  mit Tempo 120?

Auf der eingleisigen Strecke waren 120 km/h zugelassen. Mit welcher Geschwindigkeit die beiden Züge wirklich kollidierten, ist derzeit nicht bekannt. 

UPDATE 9.33 Uhr: Polizeipräsidium kann bisher vier Todesopfer bestätigen

Auf Anfrage von mangfall24.de bestätigt das Polizeipräsidium derzeit vier Todesopfer. Laut anderen Medienberichten soll es bereits acht Tote geben. 

Wie bereits beim UPDATE um 9.05 Uhr berichtet, erhalten die bayerischen Einsatzkräfte Verstärkung aus Österreich:

UPDATE 9.25 Uhr: Es soll acht Tote geben

Dramatische Erhöhung der Unglückszahlen: Bei dem tragischen Unfall soll es mittlerweile acht Tote und 150 Verletzte geben, berichten mehrere Medien.  

Rettungskräfte am Dienstagvormittag in Bad Aibling

Rettungskräfte so weit das Auge reicht nach dem schweren Zugunglück bei #BadAibling

Posted by mangfall24 on Dienstag, 9. Februar 2016

UPDATE 9.15 Uhr: Das sagt die Geschäftsführung der BOB zum Zugunglück

Notrufnummer für Angehörige:

08031 / 2003180

Meridian spricht in einer Pressemitteilung ebenfalls von zwei toten Bahnreisenden. Über den Zustand der Lokführer konnten die Einsatzkräfte laut Meridian noch keine Aussage machen. 

Die Fahrzeuge sind ineinander verkeilt und teils entgleist. Die Ursache des Unfalls ist noch unklar. „Der Unfall ist ein riesen Schock für uns. Wir tun alles, um den Reisenden, Angehörigen und Mitarbeitern zu helfen“, so Bernd Rosenbusch, Geschäftsführer der Bayerischen Oberlandbahn GmbH (BOB), die den Meridian betreibt. „Wir waren schnell vor Ort und konnten uns ein Bild des schweren Zusammenstoßes machen. Unser Dank gilt den Einsatzkräften und Mitarbeitern, die so schnell Hilfe geleistet haben“, so Fabian Amini, der technische Geschäftsführer.

Mehr Informationen für Meridian-Kunden: 

Kundenservice-Nummer 08024 / 997171

Aktuelle Informationen auch hier im Internet.

Der Verkehr auf der Mangfalltalbahn ist eingestellt. Für die Meridian-Züge fahren Busse im Schienenersatzverkehr, mindestens den ganzen Dienstag. 

UPDATE 9.10 Uhr: BR spricht von zwei Toten

Laut aktuellen Informationen des Bayerischen Rundfunks soll es mindestens zwei Todesopfer geben. 90 Menschen seien demnach verletzt worden

UPDATE 9.05 Uhr: Auch Rettungshubschrauber aus Österreich vor Ort

Laut aktuellen Informationen werden die Rettungskräfte auch durch Hubschrauber aus Österreich unterstützt. Die Schwerverletzten werden in die umliegenden Kliniken und auch nach München geflogen. 

UPDATE 8.54 Uhr: Lichtsignal-Störung als Ursache?

Laut der Pressestelle der Deutschen Bahn verläuft das Gleis an der Unfallstelle eingleisig. Derzeit wird in den Sozialen Netzwerken spekuliert, dass eine Lichtsignalstörung ursächlich für den Frontalunfall ist. 

UPDATE 8.50 Uhr: Verletzte werden im Minutentakt in Kliniken geflogen

Einige Schwerverletzte wurden in der Zwischenzeit schon von Rettungshubschraubern in die umliegenden Kliniken geflogen, teilte Polizeisprecher Jürgen Thalmeier mit. Auch unsere Reporterin vor Ort berichtet, dass die Verletzten im Minutentakt mit Hubschraubern vom Unfallort zu den bereitstehenden Krankenwagen geflogen werden.

Zur Unfallursache konnte Thalmeier noch keine Angaben machen. 

UPDATE 8.31 Uhr: Polizei bestätigt mehrere Tote

Polizeisprecher Jürgen Thalmeier bestätigt nun, dass es mehrere Tote gibt. Kreisbrandrat Richard Schrank sprach auf Bayern 1 von bis zu 100 Verletzten. 

In den Zügen hätten rund 100 Personen gesessen, zumeist Pendler, die zwischen München und Rosenheim unterwegs waren. Aufgrund der derzeitigen Faschingsferien saßen keine Schüler in der Bahn. Zehn Personen wurden laut Thalmeier schwer verletzt. 

UPDATE 8.28 Uhr: Aiblings Bürgermeister Schwaller ist am Unfallort angekommen

Laut unserer Reporterin vor Ort ist Aiblings Bürgermeister Felix Schwaller mittlerweile am Unfallort angekommen, um sich ein Bild von der Lage zu machen. 

UPDATE 8.22 Uhr: Polizei spricht von acht Schwerverletzten

Auf Anfrage von mangfall24.de teilte die Pressestelle des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd mit, dass man derzeit von acht Schwerverletzten und etlichen Leichtverletzten ausgehe. 

UPDATE 8.12 Uhr: Elf Rettungshubschrauber eingetroffen

Auf diesem Foto sieht man mehrere Rettungshubschrauber, die am Unfallort in Bad Aibling gelandet sind.

Am Einsatzort sind mittlerweile elf Rettungshubschrauber eingetroffen. Derzeit ist noch kein Hubschrauber mit Verletzten abgeflogen. Ebenfalls stehen rund 12 Krankenwagen am Feuerwehrhaus am Pullacher Kreisel in der Nähe der Unfallstelle. 

UPDATE 8 Uhr: Das müssen Meridian-Pendler jetzt wissen

Zwei Meridian-Züge sind frontal zusammengestoßen. Laut Polizeisprecher Jürgen Thalmeier liegt ein Zug auf der Seite. Er spricht von mehreren Verletzten. 

Laut der-meridian.de ist die Strecke zwischen Rosenheim und Holzkirchen auf unbestimmte Zeit gesperrt. Diese Sperrung könne unter Umständen weitere Verspätungen nach sich ziehen. Es verkehren Ersatzbusse. Bei der direkten Zugverbindung zwischen München und Rosenheim gibt es dagegen derzeit keine Einschränkungen. 

Erstmeldung: Zwei Meridian-Züge sind zusammengestoßen

Laut ersten Informationen der Polizei wurden bei dem Unfall auch Menschen verletzt. Laut derzeit noch unbestätigten Information sollen es fünf Personen sein. Über den Grad ihrer Verletzung und ob es auch Tote gibt, ist uns derzeit noch nichts bekannt. 

Hier soll es gegen 7 Uhr zum Unfall gekommen sein: Das Bahngleis (versteckt unter den Bäumen) am Klärwerk Bad Aibling.

Auf Nachfrage von mangfall24.de bestätigte Polizeisprecher Jürgen Thalmeier, dass es derzeit so aussehe, als seien zwei Züge frontal zusammengestoßen. Die Lage vor Ort sei aber noch unübersichtlich. Thalmeier geht davon aus, dass es sich dabei um Meridian-Züge handelt. Mindestens einer der Züge soll bei dem Zusammenstoß entgleist sein. 

Der ganze Unfallbereich ist derzeit weiträumig abgesperrt. 

Zahlreiche Einsatzkräfte sind zum Unfallort unterwegs. Überall hört man derzeit in Rosenheim und im Mangfalltal Sirenen von Feuerwehr, Polizei, THW und Rettungswagen. Auch mehrere Rettungshubschrauber sind zwischenzeitlich am Unfallort gelandet. 

Aufgrund der Faschingsferien ist davon auszugehen, dass der Zug am Dienstagmorgen nicht ganz so voll besetzt war, wie sonst.  

*Weitere Informationen folgen in Kürze*

Quelle: rosenheim24.de

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Autor:

Martin Weidner

Martin Weidner

Jahrgang 1982 und waschechter Rosenheimer. Seit 2011 bei OVB24, seit Sommer 2015 stellvertretender Redaktionsleiter.

Sascha Ludwig

Sascha Ludwig

Jahrgang 1983. Seit 2013 bei OVB24. Head of Video & Chef-Reporter. Auch in der Freizeit auf der Suche nach dem perfekten Motiv.

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Bettina Pohl

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Xaver Eichstädter

Xaver Eichstädter

Jahrgang 1986. Seit 2014 bei OVB24, Reporter für chiemgau24.de - als "Oiweischo"-Traunsteiner also meine perfekte Spielwiese.

Jennifer Bretz

Jennifer Bretz

Jahrgang 1986. Seit 2015 Volontärin. Aus Bad Aibling, im Mangfalltal verwurzelt. Von der PR-Managerin über's Finanzamt zum Journalismus.

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