in Rossholzen

Große Beteiligung beim Leonhardiritt auf dem Samerberg

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Samerberg - Eine große Beteiligung gab es am Samstag beim Leonhardiritt in Rossholzen auf dem Samerberg. Dieser hat dort eine lange Tradition.

Eine lange Tradition hat auf dem Samerberg die Durchführung eines Leonhardiritts. Allerdings war diese Tradition ab dem Jahr 1965 für 30 Jahre aufgrund von Pferdemangel unterbrochen, seit dem Jahr 1995 hatte sich der Leonhardiritt auf Initiative des Tourismusvereins wieder belebt. 

Seit dem Jahr 2000 zeichnet sich der damals neu gegründete Leonhardiverein als Veranstalter des Leonhardiritts verantwortlich. Dessen Vorsitzender ist seither Bartholomäus Mayer aus Schilding und dieser freute sich beim heurigen Umritt, dass mit insgesamt 74 Pferden wieder einiges mehr an Teilnehmern zu verzeichnen war als in den letzten Jahren. Besonders stark vertreten waren die Rosserer vom Patenverein „Alpenrose“ Nussdorf am Inn, die ihrerseits am 6. November ihren Leonhardiritt haben und die dann von den Samerberger Pferdehaltern gegenbesucht werden. 

Gottesdienst war Auftakt

Den Auftakt zum Leonhardi-Festtag in Rossholzen bildete bei günstigem Herbstwetter ein Gottesdienst auf freiem Felde mit Pfarrer Robert Baumgartner und Diakon Günter Schmitzberger. Pfarrer Baumgartner erinnerte in seiner Predigt an den Heiligen Leonhard, der um das Jahr 500 n. Chr. zur Welt kam, vor allem für Gefangene wundertätig war und auf einem geschenkten Land das heute noch bestehende Kloster Noblat gründete. 

Bilder vom Leonhardiritt in Rossholzen auf dem Samerberg

Zu Grundbesitz kam der Heilige, nachdem er die hochschwangere Königin gerettet hatte. Das Königspaar jagte in den Wäldern Limoges, doch die Königin bekam Wehen. Leonhard hörte ihre Schreie, eilte zu Hilfe und rettete ihr und dem Kind das Leben. Der König – vermutlich handelte es sich um König Chlodwig I. – wollte Leonhard durch Reichtum Dank sagen. Doch Leonhard erbat sich lediglich so viel Waldfläche, wie er mit seinem Esel in einer Nacht umreiten könne. Diesen Wunsch erfüllte der König und dort entstand dann das Kloster – so die Legende vom Heiligen Leonhard. 

Pfarrer hoch zu Ross

Nach dem von Samerberger Musikanten gestalteten Gottesdienst machten sich Pfarrer und Diakon hoch zu Ross auf den ersten Umritt, auf den zwei weiteren Umritten erhielten dann Menschen und Tiere den Segen der Geistlichkeit. Hernach trafen sich Rosserer, die Samerberger und ihre Gäste noch zu einem gemütlichen Beisammensein im Feuerwehrhaus von Rossholzen. 

Hierzu konnte Leonhardivereins-Vorsitzender Bartholomäus Mayer auch Dritte Bürgermeisterin Annemarie Braun sowie Vorsitzenden Hans Dettendorfer vom Verein der Innschiff-Leute begrüßen, sein besonderer Dank galt noch der örtlichen Feuerwehr, dem Trachtenverein Rossholzen sowie vielen fleißigen Ehrenamtlichen, die zum Gelingen des Festtages in Rossholzen beigetragen hatten.

Anton Hötzelsperger

Quelle: rosenheim24.de

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