Lebensgefährlicher Grenzübertritt

Ab Italien unter Waggon versteckt - in Brannenburg erwischt

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Brannenburg/Rosenheim – Am Samstag haben zwei Migranten vom Bahnhof in Brannenburg aus einen Notruf abgesetzt. Beide gaben an, vom Zug gesprungen zu sein und Hilfe zu benötigen. Offenbar reisten die jungen Männer unter erheblicher Lebensgefahr von Italien nach Deutschland

Die zwei Afrikaner, die über die Notrufeinrichtung am Brannenburger Bahnhof auf sich aufmerksam gemacht hatten, wurden von Beamten der örtlichen Polizeiinspektion angetroffen. Papiere hatten der Nigerianer und der Guineer nicht dabei. Sie erklärten, kurz zuvor von einem Güterzug gesprungen zu sein. Die zuständige Bundespolizei in Rosenheim wurde eingeschaltet. 

Dort berichteten die unerlaubt Eingereisten, dass sie sich in Bozen auf einem Waggon eines Güterzuges unterhalb eines beförderten Containers in der Nähe der Wagenräder versteckt hätten. Ihr Reiseziel sei München gewesen. Geld für eine Fahrkarte hätten sie nicht gehabt. Die Gefahren, die mit einer Fahrt auf der Unterseite eines Güterwaggons verbunden sind, hätten sie angesichts ihrer Perspektivlosigkeit in Italien in Kauf genommen. Als sie glaubten, München erreicht zu haben, seien sie vom Wagen abgesprungen. Da sie froren und nicht wussten, wohin sie gehen sollten, betätigten sie die Notrufsäule am Bahnhof in Brannenburg. 

Den Erkenntnissen der Bundespolizei zufolgesind der 20- und der 22-Jährige bereits in Italien registriert. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen musste der guineische Staatsangehörige die Rückreise antreten. Er wurde noch am selben Tag den österreichischen Behörden überstellt. Auch der Nigerianer wird Deutschland bald wieder verlassen müssen. Er wurde auf richterliche Anordnung hin zunächst in Zurückschiebehaft genommen.

Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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