Anzahl der Asylbewerber beunruhigt Bürgermeister

Wann wird Waldkraiburg wieder zur Ruhe kommen?

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Nicht einmal eine Woche hat es nach dem Brandbrief gedauert und die Polizei musste wieder in der Dependance Waldkraiburg anrücken

Waldkraiburg – Nicht einmal eine Woche nach der Verlegung der „Rädelsführer“ aus der Flüchtlingsunterkunft Garmisch-Partenkirchen in die Dependance Waldkraiburg kam es dort erneut zu einem Polizeieinsatz. Das sagt der Bürgermeister dazu:

Die Verlegung der Rädeslführer aus der Flüchtlingsunterkunft in Garmisch-Partenkirchen in die Dependance Waldkraiburg nötigte dem Erstem Bürgermeister Robert Pötzsch einen Brandbrief an die Verantwortlichen ab. Nicht einmal eine Woche später kam es in der Dependance Waldkraiburg erneut zu einem Polizeieinsatz. innsalzach24.de hat Robert Pötzsch um ein Statement gebeten. Hier ist es:

Eine einstimmige Entscheidung

Nicht erst mit der großen Flüchtlingswelle im Jahr 2015, (haben wir) einen wichtigen Beitrag bei der Aufnahme von Flüchtlingen geleistet. Eine der ersten Gemeinschaftsunterkünfte im Landkreis war in Waldkraiburg. Wir arbeiten mit dem Landkreis daran, Flüchtlinge unter zu bringen und zu integrieren.

Geschlossen habe der Stadtrat 2015 entschieden, bis zu 450 Flüchtlinge in der Dependance Waldkraiburg aufzunehmen. „(Damals) wurde uns zugesichert, dass zum einen diese Zahl auf das Gesamtkontingent der Flüchtlinge im Landkreis angerechnet wird, ebenso weitere Aufnahmen im Stadtgebiet dezentral nicht vorgesehen sind und die restlichen Flüchtlinge auf die anderen Städte und Gemeinden im Landkreis entsprechend verteilt werden.

Laut „rechnerischer Quote vom Landratsamt“ müsse Waldkraiburg 20,6 % aufnehmen. „(…) Nach aktuellen Zahlen liegen wir bei 31,5%!“, erklärt Pötzsch. Darauf habe man sich in Waldkraiburg nach besten Kräften eingestellt. Eng würde man mit der Einrichtung, dem Sicherheitsdienst, der Polizei und den vielen Ehrenamtlichen im Arbeitskreis Asyl zusammenarbeiten.

Eine Einschätzung der dringenden Maßnahmen

Es bleibt leider nicht aus, dass gerade das direkte Umfeld der Dependance oder auch der Gemeinschaftsunterkunft stark betroffen sind“. In den Augen von Bürgermeister Robert Pötzsch notwendige Maßnahmen sind 

  • Aufstockung des Sicherheitspersonals und 
  • weitere Aufklärung der Asylsuchenden,

"um die große Toleranz und Akzeptanz in unserer Stadt hoch zu halten."

Ein Kommunikationsproblem

Die Verlegung auffälliger Asylbewerber ist ein bewährtes Mittel, welches auch in Waldkraiburg in der Vergangenheit angewandt worden ist. Ich kritisiere dabei nicht, dass wir aus anderen Einrichtungen Problemfälle aufnehmen, sondern vielmehr die Kommunikation!“ Es könne nicht angehen, dass er aus der Presse erfahren muss, was in seiner Stadt vor sich geht, so Pötzsch weiter. „(…) Dann können wir nicht von guter Zusammenarbeit sprechen.

Die Verlegung der Rädelsführer sieht er gewissermaßen als blinden Reaktionismus: „Ich muss mir (doch) vorher mit den Verantwortlichen einer Stadt Gedanken machen, wie ist die aktuelle Situation, passt eine Verlegung zum derzeitigen Zeitpunkt in die allgemeine Lage.

Die immer wieder hoch gelobte Solidarität und Zusammenarbeit sei nur in Teilen vorhanden und sollte von den Verantwortlichen endlich gelebt und umgesetzt werden, so Pötzsch abschließend.

Quelle: innsalzach24.de

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