Zusammenschluss von Traunreut mit Altötting und Mühldorf

VR-Banken-Fusion: Das müssen die Kunden jetzt wissen

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Auf der Pressekonferenz am Montag im K1 in Traunreut: Franz Hofmann, Konrad Baueregger, Wolfgang Altmüller, Georg Krieg. Geschäftsstellenschließungen sind durch die Fusion nicht geplant.

Traunreut - Die VR-Banken Altötting-Mühldorf sowie Trostberg-Traunreut schließen sich zusammen: Am Montag wurden die Fusionspläne verkündet. "Wir sind gerüstet, wenn die Zeiten härter werden."

Zum einen eine niedrige Ertragslage durch niedrige Zinsen, zum anderen immer mehr Bürokratie erzwinge den Zusammenschluss. Nun suchte sich die Raiffeisenbank im nördlichen Landkreis Traunstein einen neuen Partner. Am Montag wurde die Fusion mit der VR-Bank Altötting-Mühldorf bekanntgegeben. 

Der Name nach dem Zusammenschluss: "VR meine Raiffeisenbank eG - Altötting-Mühldorf-Traunstein". Insgesamt 120.400 Bankkunden wird diese Gesamtbank dann betreuen. 569 Mitarbeiter verteilen sich auf 43 Geschäftsstellen, die verwaltete Bilanzsumme liegt bei 3,142 Milliarden Euro. 

Das müssen Kunden jetzt wissen

Das künftige Geschäftsgebiet.

"Es ist ein kleiner Schritt für die Kunden, aber ein großer für die Banken", fasste Vorstandsvorsitzender Wolfgang Altmüller im K1 in Traunreut zusammen: Durch die Fusion werden im Gebiet weder Geschäftsstellen geschlossen, noch Öffnungszeiten verkürzt. Auch die Zahl der Angestellten wird zunächst gehalten. Für die Kunden wird sich nur die Bankleitzahl und dementsprechend auch die IBAN ihrer Bank ändern - darüber wird die VR-Bank noch persönlich informieren. Auch die Ansprechpartner in den einzelnen Filialen werden die gleichen bleiben. 

Noch bis in den April hinein wird die Fusion weiter vorbereitet, dann werden die Vertreterversammlungen der beiden Teile der Raiffeisenbanken Anfang Mai 2017 Beschlüsse fassen, ob sie mit dem Zusammenschluss einverstanden sind: Jeweils 75 Prozent an Zustimmung sind notwendig. Mit der technischen Fusion der EDV-Systeme sollen die Banken Mitte Juni 2017 endgültig zusammengelegt sein.

"Harte Zeiten" kommen auf die Banken zu

Langfristig wird aber auch bei den Raiffeisenbanken Personal abgebaut: "Ein Mitarbeiterabbau wird kommen, aber erst in den nächsten vier bis fünf Jahren - und nur durch eine natürliche Fluktuation, wenn Mitarbeiter in den Ruhestand gehen." Allgemein spricht man vor "harten Zeiten", die der Bankenbranche bevorstehen. 

Durch die Fusion werden die Kunden der VR-Banken keine Geschäftsstellenschließungen verkraften müssen, aber: "Mal schauen, ob uns die betriebswirtschaftliche Seite in Zukunft zwingt, Filialen schließen zu müssen", so Vorstand Georg Krieg bei der Pressekonferenz in Traunreut.  

xe

Quelle: chiemgau24.de

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