Mühldorfer Nikolaus jetzt arbeitslos?

Fast 30 Jahre: Mück ist raus! Angebliche Verbindung zu den Identitären

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Mühldorfer Nikolaus Peter Mück jetzt arbeitslos?

Mühldorf - Ein Facebook-Post gibt Anlass, über die freie Meinungsäußerung nachzudenken. Wie eine Userin berichtete, hatte offenbar Peter Mück folgendes in die Netzwelt gestellt:

Eine Leserin machte die Redaktion von innsalzach24.de auf einen derzeit auf Facebook kursierenden Kettenbrief aufmerksam. Darin wurde auf den Fall des bisherigen Mühldorfer Nikolaus-Darstellers aufmerksam gemacht. 

Das "Corpus deliciti":

„Liebe Freunde, seit nunmehr fast 30 Jahren bin ich am Mühldorfer Christkindlmarkt der Hl. Nikolaus. Auf diese Aufgabe freue ich mich schon das ganze Jahr über, denn es macht mir immer noch riesigen Spaß, für die Kinder diesen heiligen Mann zu verkörpern und das Leuchten in den Augen der Kleinen zu sehen.

In diesem Jahr wurde ich von unserer Bürgermeisterin Marianne Zollner "gefeuert", da ich im Facebook einen Artikel geteilt habe, bei dem die Identitäre Bewegung vor Mühldorfer Kindergärten ein Transparent mit der Aufschrift "Kinderehe = Kindesmissbrauch - Das Maß ist voll" geteilt habe.

Angeblich haben sich mehrere Eltern der "Engeldarsteller" darüber beschwert, das ich diese Fotos "geteilt" habe. Außer, dass hier das im Grundgesetz verankerte Recht auf freie Meinungsäußerung mit Füßen getreten wird, muss ich mich fragen, warum sich Eltern von kleinen Kindern darüber beschweren, dass ich gegen Kinderehen bin und dies mit Kindesmissbrauch gleichsetze.

Da muss man ja denken, dass diese Eltern für Kinderehen sind, oder? Weiters möchte ich betonen, dass selbst wenn das nicht die Identitären gepostet hätten sondern die Antifa, hätte ich mich der Meinung angeschlossen. Kinder verdienen den höchstmöglichen Schutz in unserer Gesellschaft. Wer sie aber als Arbeitskraft, als Soldat oder sexuelle Spielerei ausnutzt soll die volle Härte des Staates zu spüren bekommen.

Das ist meine Meinung. Das triviale an meinem "Rausschmiss" ist im übrigen noch, das ich einen hl. Mann als Nikolaus darstelle, der u.a. auch der Schutzpatron auch der Kinder ist.............

Die Antwort auf Nachfrage von innsalzach24.de:

Die Erste Bürgermeisterin der Stadt Mühldorf antwortete am Mittwoch schriftlich so:

Herr Mück wurde von mir als Nikolaus nicht mehr zugelassen, weil er sich weigerte, sich von der „Identitären Bewegung“ zu distanzieren. Dies hatte ich zur Bedingung gemacht, um als Nikolaus auftreten zu können. Dazu war er nicht bereit.

Wegen seiner Statements auf Facebook und wegen Informationen, die ich aus der Bevölkerung erhielt, die eine Nähe von Herrn Mück zur Identitären Bewegung vermuten ließen, bat ich Herrn Mück zu einem persönlichen Gespräch zu mir. Dieses fand am 14.11.2016 um 8.30 Uhr statt.

Ich wollte von Herrn Mück wissen, ob er denn diese Bewegung unterstützt und sie inhaltlich befürwortet. Meine große Hoffnung war, dass er mit der Identitären Bewegung nichts zu tun haben wollte und nur einmal schnell geklickt hätte wegen der anderen Inhale (denn) dann hätte er ohne Probleme weiterhin als Nikolaus auftreten können.

Er reagierte aber sehr abweisend, wollte sich zu den Inhalten der Bewegung nicht äußern, berief sich auf sein Recht der freien Meinungsäußerung. Das sei seine Privatsache und hätte mit der Tätigkeit als Nikolaus nichts zu tun.

Ich legte Herrn Mück ein Statement der Distanzierung von der Identitären Bewegung auf Facebook nahe und sagte, das sei meine Bedingung, wenn er weiterhin als Nikolaus auftreten möchte.

Er lehnte dies kategorisch ab, woraufhin ich seine Tätigkeit als Nikolaus als beendet erklärte.

Sollte er sich jetzt noch zu dieser Distanzierung entschließen, bin ich gerne bereit, diese Entscheidung rückgängig zu machen. Ich glaube, ich muss niemandem erklären, dass ich sowohl gegen Kinderehe als auch gegen Kindesmissbrauch bin.

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Quelle: innsalzach24.de

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