Gegendarstellung

Mühldorfer "Amokfahrer" muss nicht in Psychiatrie!

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Mühldorf - Ein 47-jähriger Mann hatte rund um Ostern 2016 in und um Mühldorf für mächtig Aufsehen gesorgt, als er bei "Amokfahrten" zahlreiche Sachbeschädigungen beging. Unter anderem rammte er das Gebäude der Polizei Mühldorf. Jetzt stand er vor Gericht:

Gegendarstellung

Entgegen der bisherigen Darstellung in diesem Artikel wurde unser Mandant gerade nicht in der Psychiatrie untergebracht, sondern das Gericht ist in seiner Entscheidung dem Antrag der Verteidigung vollumfänglich gefolgt und die Unterbringung wurde zur Bewährung ausgesetzt. Unser Mandant befindet sich infolgedessen seit dem 24.10.2016 nicht in der „Sicherungsverwahrung“ sondern auf freiem Fuß. Die Staatsanwaltschaft hat mit Schreiben vom 24.10.2016 auf Rechtsmittel gegen die Entscheidung des Landgerichts verzichtet, sodass die Entscheidung rechtskräftig ist. (Aktenzeichen Landgericht Traunstein: 2 Kls 350 Js 46920/16).

Rechtsanwalt Jörg Zürner

Gericht folgte dem Antrag der Verteidigung

Wie wir am heutigen Mittwoch ursprünglich berichteten, habe der 47-Jährige sein Motiv vor Gericht mit "Hänseleien und Mobbing durch die Zeugen während der Schulzeit" erklärt. Der Beschuldigte habe jedoch beteuert, dass er bei seinen Attacken, die unter anderem in Mühldorf und Zangberg stattfanden, niemanden verletzen wollte.

Während ein Gutachter dem Mann, der vor den Taten eigenmächtig verordnete Medikamente abgesetzt hatte, paranoide Schizophrenie mit Denkstörungen, wahnhafte Ideen und Affektstörungen attestiert habe, habe der Staatsanwalt wegen "Wiederholungsgefahr" vehement die Einweisung in die Psychiatrie nach Gabersee gefordert. Die Verteidigung habe indes an das Gericht appelliert, eine Unterbringung in der Psychiatrie unter Auflagen zur Bewährung auszusetzen - und so kam es letztendlich. 

Anmerkung der Redaktion:

Fälschlicher Weise berichteten wir, dass das Gericht auf "Sicherheitsverwahrung" entschied. Wir bitten diese Fehlinformation zu entschuldigen.

Quelle: innsalzach24.de

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