Jedes dritte Bad ist sanierungsbedürftig

"Schwimmbad-Sterben" betrifft auch die Region

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Mühldorf/ Altötting/ Traunstein - Landtagsabgeordneter Günther Knoblauch (SPD) warnt: Jedes dritte Bad in Bayern ist sanierungsbedürftig. Der Trend ist alarmierend und muss gestoppt werden.

Das Schwimmbad-Sterben in Bayern geht weiter, das hat eine Anfrage der SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag ergeben. Seit einer gleichlautenden Anfrage im Jahr 2014 wurden im Landkreis Mühldorf eines  in Kraiburg und im Landkreis Traunstein zwei Bäder in Unterwössen und Tacherting geschlossen. Sanierungsbedürftig sind 299 von 910 öffentlichen Schwimmbädern in Bayern, das entspricht einem Anteil von 30 Prozent, 54 Bäder sind von der Schließung bedroht.

Günther Knoblauch, MdL warnt: „Alleine 2014 wurden in Bayern20 Schwimmbäder geschlossen. Das ist schlecht für die Regionen aber auch für die Kinder, von denen immer mehr nicht mehr Schwimmen können!“. Und vom Schwimmbadsterben ist der Regierungsbezirk Oberbayern am stärksten betroffen: seit 2004 wurden 13 öffentliche Bäder geschlossen (Oberfranken 12, Unterfranken 11, Mittelfranken 8, Schwaben 8, Oberpfalz 7, Niederbayern 4).

Zurzeit gibt es im Landkreis Altötting nach Zählung des Innenministeriums noch 7 öffentliche Schwimmbäder, in Mühldorf 8 und im Landkreis Traunstein 14. Als Sanierungsbedürftig werden in Oberbayern 63 Bäder bewertet, von Schließung bedroht sind 12. Auch hier sind die heimischen Landkreise vertreten:

Sanierungsbedürftige Bäder:

- Lkr. Mühldorf: Hallenbad Haag, Hallenbad Mühldorf, Schwimmbad Waldkraiburg 

- Lkr. Altötting: Freibad St. Georgen, Freibad Burgkirchen, Warmbad Garching an der Alz, Freischwimmbad Hubmühle Töging

- Lkr. Traunstein: Freibad Traunreut, Freibad Trostberg, Freibad Traunstein, Freibad Siegsdorf, Hallenbad Reit im Winkl, Freibad Ruhpolding, Hallenbad Inzell, Seebad Schnaitsee

- Lkr. Berchtesgadener Land: Freibad Teisendorf, Freibad Neukirchen,

- Lkr. Rosenheim: Hallenbad Bernau

Von Schließung bedrohte Bäder: 

- Lkr. Mühldorf: Hallenbad Haag 

- Lkr. Traunstein: Hallenbad Reit im Winkl, Hallenbad Inzell, Seebad Schnaitsee

- Lkr. Rosenheim: Hallenbad Bernau

Viele Kommunen seien nicht mehr in der Lage, die anfallenden Sanierungen durchzuführen und die laufenden Betriebskosten für ihre Bäder zu bezahlen, so Knoblauch. „So können die bayerischen Schulen den Schwimmunterricht nicht mehr im notwendigen Umfang durchführen!“ Schon jetzt kann laut DLRF bereits jedes zweite 10-jährige Kind nicht schwimmen. 

Deshalb fordert die SPD- Landtagsfraktion einen staatlichen Sonderfonds in Höhe von 30 Millionen Euro, in Härtefällen bis zu 100 Prozent, sofern die Kommunen keine Eigenmittel aufbringen können. „Die Regierung darf die Kommunen jetzt nicht im Stich lassen“, so Knoblauch.

Pressemitteilung des Landtagsabgeordneten Günter Knoblauch

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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