Erneute Attacke auf Gipfelkreuz bei Lenggries

Alpenverein: "Wir werden nicht klein beigeben!"

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+

Lenggries - Bereits zum zweiten Mal binnen weniger Monate wurde letzte Woche das Gipfelkreuz auf dem Scharfreiter (2.102 Meter) mutwillig zerstört. Beim Alpenverein ist man entsetzt - und jetzt ermittelt sogar die Kripo:

Bei der ersten Tat Ende August benützte der Täter eine Säge, diesmal rückte(n) der oder die Unbekannte(n) dem Gipfelsymbol offenbar mit einer Axt zu Leibe und machte(n) damit die Arbeit von rund 30 Mitgliedern des Alpenvereins zunichte, die das neue Kreuz Anfang Oktober in mühevoller Arbeit auf den höchsten Berg des Isarwinkels transportiert und aufgestellt hatten.

Dass es mit der erhofften Ruhe für das neue Kreuz auf dem Berg offenbar nichts werden würde, hatte sich bereits in den letzten Wochen abgezeichnet. Wie der Tölzer Kurier berichtet, hatten Wanderer bereits vor zwei Wochen eine tiefe Kerbe im Balken des neuen Kreuzes entdeckt. Allerdings stand das angesägte Kreuz da noch sicher und war nicht akut gefährdet. Doch dann hat der Täter oder ein Trittbrettfahrer sein "Werk" nun vollendet.

"Feige und ein Schlag ins Gesicht!"

Beim Alpenverein ist man wütend und schockiert. "Ich bin fassungslos. (...) Das ist feige und ein Schlag ins Gesicht für alle Sektionsmitglieder und die, die sich sonst noch engagiert haben", sagte Paul Schenk, Vorsitzender der Tölzer Alpenvereinssektion, dem Tölzer Kurier. Gezimmert wurde das Kreuz von einer Gruppe von Tölzer Berufsschülern.

Nach dem neuen Fall von Vandalismus ermittelt nun sogar die Kriminalpolizei. Momentan sind die Beamten dabei, den Tatzeitraum einzugrenzen. Der letzte Eintrag im Gipfelbuch datiert von Allerheiligen, 1. November. Die Tat wurde am 4. November von einem Wanderer entdeckt, der daraufhin die Polizei verständigte. Irgendwann dazwischen muss der Unbekannte also zugeschlagen haben.

Vager Hinweis auf den Täter?

Zudem kümmern sich die Beamten um einen Zeugenhinweis, der möglicherweise den Täter gesehen hat. Die Beschreibung fiel jedoch vage aus. Der Betreffende will einen schwarz gekleideten jungen Mann zwischen 25 und 30 Jahren gesehen haben, der eine Säge oder ein Messer in der Hosentasche hatte. Wie das funktionieren soll, erschließt sich der Polizei bisher jedoch nicht.

Jetzt wird sogar darüber nachgedacht, auf dem Gipfel eine Kameraüberwachung zu installieren. Ob das etwas bringt, will der Alpenverein nun intern diskutieren - genau wie die Frage, ob noch ein weiteres Mal ein neues Kreuz aufgestellt wird. Eines steht für Schenk jedoch fest: "Wir werden nicht klein beigeben!

mw

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Bayern

Autor:

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare