EU-Kommission verklagt Deutschland 

Nitrat-Belastung auch bei uns in der Region zu hoch?

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Deutschland/Bayern - Die Kommission erhebt in ihrer Klageschrift schwere Vorwürfe. Sie wirft Deutschland Versagen und Untätigkeit beim Schutz des Grundwassers vor. 

Wie die tagesschau.de berichtet, rechne die EU-Kommission auf rund 40 Seiten Anklageschrift mit der Umwelt- und Agrarpolitik der Bundesrepublik ab. 

Die Richtwerte der Nitratbelastung für das Grundwasser vom Bayerischen Landesamt für Umweltschutz.

Seit Jahren steigt in vielen Regionen Deutschlands und auch in Teilen Bayerns die Belastung des Grundwassers mit Nitrat. Hauptursache ist die Landwirtschaft, die Überdüngung mit Gülle und Mist. Das sei ein klarer Verstoß gegen die seit 1991 geltende EU-Nitratrichtlinie. 

Laut der Klageschrift ignoriere Deutschland seit Jahren das Problem. Ein zentraler Vorwurf der Kommission ist, dass Deutschland es zulasse, dass auf den Äckern wesentlich mehr gedüngt werde, als die Pflanzen aufnehmen könnten. Ebenso die gesetzlichen Düngepausen von maximal drei Monaten seien zu kurz angesetzt. 

Auch Teile Bayerns zeigen erhöhte Werte auf 

Die regionale Verteilung der Nitratbelastung im Rohwasser im Jahr 2014 in Bayern.

Vor allem in den Weinbaugebieten Unterfrankens und Mittelfrankens ist die Nitratbelastung des Grundwassers hoch. Erhöhte Werte werden auch in der Region um Würzburg gemessen.

Weitere Belastungsschwerpunkte reichen von den niederbayerischen Regionen Straubing und Landshut bis nach Schwaben. Erhöhte Nitrat-Werte wurden auch in einem Korridor von Regensburg bis Amberg gemessen. 

Oberbayern bildet mitunter das Schlusslicht bei den Belastungswerten. Rund um die Region Rosenheim gibt es derzeit keine akuten Fälle einer erhöhten Nitratbelastung für das Grundwasser. 

Sollte die Klage der EU-Kommission Erfolg haben, droht Deutschland eine Strafe in Milliardenhöhe. 

Belastetes Trinkwasser in der Region

mb

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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