Verurteilung eines Schleusers in Traunstein 

Über 100 Geschleuste - Ägypter muss ins Gefängnis 

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Traunstein / Rosenheim – Die Bundespolizei kann ein aufwändiges Verfahren gegen eine Schleuserorganisation endlich zu den Akten legen. Ein Ägypter wurde als Organisator zahlreicher Schleusungsfahrten identifiziert. 

Das Landgericht Traunstein hat gegen den Mann wegen gewerbsmäßigen Einschleusens in 16 tatmehrheitlichen Fällen eine Freiheitsstrafe verhängt – ohne Bewährung. Der Verurteilte muss drei Jahre und zehn Monate lang ins Gefängnis.

Ermittlungen zu einzelnen Schleusungen, die insbesondere auf der A8 und der A93 von der Rosenheimer Bundespolizei beendet werden konnten, brachten die Beamten auf die Spur des ägyptischen Hintermannes. Dieser ließ sich für seine kriminellen organisatorischen Aktivitäten im Hintergrund bezahlen. Die einzelnen Fälle wurden bei einer Ermittlungsstelle der Bundespolizei am Münchner Flughafen zusammengetragen. Es handelte sich insgesamt um rund 20 Fahrten mit über 100 geschleusten Personen. Vor allem syrische Staatsangehörige waren gegen Entgelt illegal nach Deutschland gebracht worden. 

Die jeweiligen Vernehmungen erhärteten den Verdacht, dass es einen Zusammenhang zwischen den einzelnen Schleusungen geben musste. Schließlich fanden die Bundespolizisten heraus, dass die „Fäden“ bei einem in Italien aufhältigen Ägypter zusammenliefen. 

Das Traunsteiner Amtsgericht erließ gegen den Beschuldigten einen europäischen Haftbefehl. Der Gesuchte konnte von italienischen Behörden in Mailand festgenommen und Ende 2015 nach Deutschland ausgeliefert werden. Aufgrund der Beweislage betrachtete es das Landgericht in Traunstein als erwiesen,dass sich der 60-Jährige in 16 Fällen des gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern strafbar gemacht hat und verurteilte ihn zu einer mehrjährigen Haftstrafe.

Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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