Zulassung der Anklage geprüft

Achtjährige stirbt in Freibad - Prozess verzögert sich

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Im Fall der toten Achtjährigen hatte die Bayreuther Staatsanwaltschaft im August Anklage gegen eine Betreuerin und den Bademeister erhoben.

Himmelkron - Fast zweieinhalb Jahre nach dem Tod eines achtjährigen Mädchens in einem Freibad im oberfränkischen Himmelkron verzögert sich ein möglicher Prozess.

Das Amtsgericht Kulmbach muss entscheiden, ob es eine Anklage der Staatsanwaltschaft Bayreuth zulässt - ermittelt jetzt aber einzelne Details des Falls nach, wie ein Sprecher des Gerichts am Montag sagte. Diese sollen vor einer Entscheidung über die Zulassung der Anklage noch einmal eingehender geprüft werden. Um welche Fragen es sich handelt, gab der Sprecher nicht bekannt.

Die Bayreuther Staatsanwaltschaft hatte im August Anklage gegen eine Betreuerin und den Bademeister erhoben. Die Ermittler werfen den beiden fahrlässige Tötung und Verletzung der Aufsichtspflicht vor. Mit einer Entscheidung über die Zulassung der Anklage sei wohl nicht mehr in diesem Jahr zu rechnen, sagte der Gerichtssprecher.

Das Mädchen war Ende Juli 2014 leblos im Wasser gefunden worden. Es starb knapp eine Woche später im Krankenhaus. Die Staatsanwaltschaft hatte ihre Ermittlungen damals zunächst eingestellt und ging von einem Badeunfall aus. Die Mutter des Mädchens wollte das nicht akzeptieren. Sie wirft der Betreuerin einer Kinderturngruppe und dem Bademeister vor, nicht richtig aufgepasst zu haben. Die Frau leitete über ihren Anwalt ein sogenanntes Klageerzwingungsverfahren ein - und hatte damit Erfolg. Das Oberlandesgericht Bamberg hatte die Staatsanwaltschaft beauftragt, den Fall noch einmal zu überprüfen.

dpa

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